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Baseball

Legionäre sind zu Gast beim Vizemeister

Für den Regensburger Bundesligist steht eine Vorentscheidung an. Die Topspiele in Heidenheim läuten die Baseball-Woche ein.
Von Matthias Ondracek

Lukas Jahn und Co. sind gegen die Heidenheim Heidköpfe ganz besonders gefordert. Foto: Stefan Müller
Lukas Jahn und Co. sind gegen die Heidenheim Heidköpfe ganz besonders gefordert. Foto: Stefan Müller

Regensburg.Zwei mal standen sich die Heidenheim Heideköpfe und die Buchbinder Legionäre in der Vergangenheit im Finale um die deutsche Meisterschaft gegenüber. An diesem Wochenende geht es für beide Teams darum, den Anschluss an die Spitze nicht zu verlieren. Mit 12:6-Siegen rangieren die Regensburger zwei Erfolge hinter den Heidenheimern (14:6) und zwei Niederlagen hinter dem Spitzenduo aus Mannheim und Mainz (je 13:4).

Die Partien am Wochenende sind gleichzeitig der Auftakt zu einer womöglich vorentscheidenden Woche in der Baseball-Bundesliga. Für die Teams steht mit sechs Begegnungen in neun Tagen erneut ein Marathon bevor. In Heidenheim heißt es am Samstag um 18 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr „Playball“. Die Ausgangslage ist für die beiden Halbfinalisten der Südstaffel aus dem Vorjahr vor den letzten Wochen der regulären Spielzeit identisch. Sowohl Regensburg als auch Heidenheim sind in der Verfolger-Rolle. Beide Mannschaften stehen im direkten Aufeinandertreffen daher unter Zugzwang, will man den dicken Brocken aus der Nordstaffel in der ersten Playoff-Runde aus dem Weg gehen. Außerdem würde für den Verlierer an diesem Wochenende der Kampf um die Playoff-Plätze wohl neu entfacht. Die Konkurrenz aus Stuttgart und München-Haar befindet sich nach wie vor in Lauerstellung. Die Liga ist so ausgeglichen wie seit Jahren nicht.

Eine Herausforderung, die Legionäre-Trainer Tomas Bison gerne annimmt. „Ich würde sagen, das macht es anspruchsvoller, nicht schwieriger. Mehr als je zuvor zählt nun jedes Spiel. Sich dessen bewusst zu sein, wird uns helfen, konzentriert zu bleiben und kein Team zu unterschätzen“, erklärt der Italiener.

Offensive nimmt Fahrt auf

Seit dieser Saison hält Bison das Zepter an der Donau in der Hand. Nach zwei Niederlagen zum Auftakt fanden die Legionäre in ihren Rhythmus. Gegen jedes Team sprang in der Folge mindestens ein Sieg heraus. Nach zwei Drittel der Saison ist für die Legionäre unter dem Neuling im deutschen Baseball noch alles möglich. „Ich muss sagen, dass die Liga ungefähr so ist, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Das Niveau ist gut und die Competition eng“, zieht Bison ein erstes Zwischenfazit.

Blickt man auf die bisherigen Ergebnisse der Schwabelweiser in dieser Saison, fällt auf, dass die Offensive vor allem in den vergangenen Wochen an Fahrt aufgenommen hat. 25 beziehungsweise 15 Runs verbuchten die Regensburger zuletzt gegen Ulm und Mainz. In der Hinrunde waren es gegen dieselben Gegner noch 19, respektive fünf Punkte. Das Pitching hingegen offenbarte zuletzt kleine Standschwierigkeiten, während in erster Linie Bill Greenfield zuvor reihenweise dominierte.

Der direkte Vergleich

  • Bundesliga:

    96 Mal standen sich die Legionäre und die Heideköpfe in der 1. Baseball-Bundesliga bislang gegenüber. Mit 57:39-Siegen weisen die Regensburger eine positive Bilanz im direkten Vergleich auf. Auswärts konnten die Oberpfälzer zumindest 25 von 46 Begegnungen für sich entscheiden.

  • Auswärtssieg:

    Der letzte Sieg auf der Schwäbischen Alb datiert allerdings vom 14. Juli 2017. Die Final-Bilanz der beiden Kontrahenten lautet 1:1 (5:5-Siege).

„Ich würde nicht sagen, dass das Pitching einen Rückschritt gemacht hat. Es waren nur ein paar Outings, wo die Performance nicht die Norm war. Hinzu kamen einige bestimmte Situationen wie Regenunterbrechungen, die nicht geholfen haben“, differenziert Bison. „Man muss Höhen und Tiefen in einer Saison einplanen, egal ob sie von der Defense oder der Offense kommen. Das Wichtige ist, dass ein Bereich den anderen unterstütz – komme, was wolle. Das ist Teamarbeit“, fährt der Regensburger Trainer fort.

Bison will Taktik beibehalten

Auf und Abs erlebten die Schwabelweiser auch im ersten Aufeinandertreffen mit den Heideköpfen in diesem Jahr. In der ersten Begegnung unterlagen sie zuhause gegen Mike Bolsenbroek und die Heidenheimer mit 0:6. Tags darauf schlugen die Hausherren mit einem 2:1-Erfolg zurück. Für Bison aber kein Grund, die Herangehensweise beim Wiedersehen auf der Schwäbischen Alb zu verändern. „Der einzige Unterschied ist, dass ich nun meine Spieler ein bisschen besser kenne. Ich hoffe, das wird mir helfen, die richtigen Züge zu machen, um das bestmögliche Team auf dem Feld zu haben“, erklärt Bison. Die Heideköpfe traten erst am Mittwoch gegen die IT sure Falcons aus Ulm an und siegten mit 12:2. Für die Regensburger stehen nach den Topspielen gegen Heidenheim am Donnerstag die nächsten Partien gegen Schlusslicht Saarlouis auf dem Plan.

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