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Ereignis

Lokalmatador Böhm spielt groß auf

Spitzenhandball lockt in Hemau 1000 Zuschauer an.
Von Robert Torunsky

Lokalmatador Lukas Böhm in Aktion Foto: Brüssel
Lokalmatador Lukas Böhm in Aktion Foto: Brüssel

Hemau.Zwei Handballspiele mit Beteiligung von Bundesligisten in nur 23 Stunden: Das Trainingslager der DJK Rimpar Wölfe in Hemau machte dieses Highlight anlässlich des 40. Geburtstags der Handballgemeinschaft Hemau/Beratzhausen möglich. Insgesamt über 1000 Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen in der Tangrintelhalle. Und ihr Lokalmatador Lukas Böhm, der das Handballspielen bei der HG erlernte, war in Torlaune.

Der Linkshänder, seit vier Jahren im Trikot des Zweitligisten aus Unterfranken, war am Samstag beim Duell der Wölfe mit dem österreichischen Erstligisten HC Linz AG mit fünf Feldtoren bester Werfer seiner Farben. Und das, obwohl er „komplett nervös“ gewesen sei. „Ich dachte, dass ich mittlerweile etwas abgezockter wäre“, sagte der 26-Jährige nach Spielende lachend.

In der 20. Minute betrat Böhm das Parkett. Wenig später verwandelte der halbrechte Rückraumspielereinen Nachwurf unter tosendem Jubel. Das Kräftemessen zwischen den ausschließlich aus Halbprofis bestehenden Rimparern und den mit einer ähnlichen Philosophie agierenden Oberösterreichern verlief ausgeglichen, was sich im 12:12-Halbzeitstand widerspiegelte. Auch nach Wiederanpfiff blieb das Freundschaftsspiel umkämpft: Böhm hatte mit drei Toren und einem herausgeholten Siebenmeter großen Anteil daran, dass sich Rimpar am Ende mit 28:25 durchsetzte.

Am Sonntag kam dann der einzige bayerische Bundesligist, der HC Erlangen, zum Kräftemessen. Trotz der parallel stattfindenden EM zierten viele klangvolle Namen wie Welt- und Europameister Carsten Lichtlein, der kroatischen Nationalspieler Sime Ivic und die bereits für Deutschland aktiven Nico Büdel, Nikolai Link und Nikolas Katsigiannis den Spielberichtsbogen.

Die körperlich unterlegenen und ersatzgeschwächten Rimparer beeindruckten mit einer unermüdlich rackernden Deckung. So führte Erlangen zur Pause nur mit 14:13. Ab Mitte des zweiten Durchgangs machten sich die größeren Wechselmöglichkeit bei Erlangen bemerkbar. Am Ende siegte der Favorit mit 28:20. Böhm, dem gegen Erlangen zwei Treffer gelangen und der auch in der Deckung gegen die Erlanger Topspieler seinen Mann stand, war begeistert: „Es ist sensationell, wie viele Zuschauer gekommen sind.“ In dieses Horn stieß auch Karl Ferstl: „Alles ist perfekt gelaufen.“ Der Fördervereins-Vorsitzende freute sich über „die vertieften Beziehungen – nicht nur nach Rimpar, sondern auch zu Linz und zu Erlangen“. Deshalb werde noch vor dem 50. Geburtstag der HG in zehn Jahren eine Wiederholung angepeilt.

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