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Max Besuschkow kommt zum SSV Jahn

Der Mittelfeldspieler wechselt vom Bundesligisten Eintracht Frankfurt in die Oberpfalz und erhält einen Dreijahresvertrag.
Von Jürgen Scharf

Max Besuschkow Foto: SSV Jahn
Max Besuschkow Foto: SSV Jahn

Regensburg.Für zentrale Mittelfeldspieler ist es wichtig, den richtigen Moment zu erkennen. Den richtigen Moment für einen Pass nach vorne. Oder den richtigen Moment, um das Spiel zu beruhigen. Der SSV Jahn hat jetzt einen neuen Spieler geholt, der für diese Momente zuständig sein soll. Max Besuschkow wechselt von Eintracht Frankfurt nach Regensburg und erhält beim Fußball-Zweitligisten einen Dreijahresvertrag.

Max Besuschkow im Trikot von Eintracht Frankfurt Foto: Schueler/Eibner
Max Besuschkow im Trikot von Eintracht Frankfurt Foto: Schueler/Eibner

Im Leben abseits des Platzes scheint der 22-Jährige auf jeden Fall in der Tat gut darin zu sein, den richtigen Moment zu nutzen. Es ist bereits ein paar Jahre her, als er im Berliner Olympiastadion war und auf der Tribüne Zinedine Zidane entdeckte. Besuschkow nutzte den Moment für ein gemeinsames Foto mit dem Weltstar, das er im Internet veröffentlichte. Beschrieben hat er es mit den Worten: Idol, Vorbild, Best Player.

Gewisse Anlaufzeit scheint einkalkuliert

Nun soll Besuschkow beim Jahn auf dem Platz möglichst viele schnelle und richtige Entscheidungen treffen. Dafür muss er allerdings zunächst einmal aufgestellt werden. Mit Spielern wie Andy Geipl und Marc Lais wird er um die Plätze in der Schaltzentrale kämpfen. Einen Dreijahresvertrag hat er in Regensburg unterschrieben. Dass er möglicherweise gewisse Anlaufzeit braucht, um im deutschen Profi-Fußball endlich richtig durchzustarten, scheint dabei von den Oberpfälzern einkalkuliert zu sein. „Max bringt ein nahezu komplettes Fähigkeitenprofil für die Achter-Position mit“, teilt Jahn-Geschäftsführer Christian Keller mit: „Nach einer Anpassungszeit ist er jetzt soweit, um seine Qualitäten auch auf Zweitliganiveau einzubringen und den endgültigen Durchbruch im Profifußball zu schaffen.“

Mit „Anpassungszeit“ meint Keller vermutlich die vergangenen zwei Jahre, in denen Besuschkow für drei Vereine auf dem Platz stand und seinen endgültigen Weg suchte. Doch von vorne: In der Jugend spielte der gebürtige Tübinger, dessen Familie russisch-kasachische Wurzeln hat, für den VfB Stuttgart in der B- und A-Junioren Bundesliga. Zudem wurde er Jugend-Nationalspieler. Vor zweieinhalb Jahren wechselte er dann zu Eintracht Frankfurt. Die erste Bundesliga kam für Besuchskow aber wohl noch zu früh. Nach drei Einsätzen in der obersten deutschen Spielklasse und einem im DFB-Pokal wurde er im Januar 2018 an Holstein Kiel in die 2. Liga verliehen. Nach einem halben Jahr in Norddeutschland ging es dann ins Ausland. Besuschkow wurde noch einmal verliehen, dieses Mal an den belgischen Zweitligisten Royale Union Saint Gilloise.

„Möchte so viel wie möglich spielen“

Nun scheint sich Besuschkow aber bereit für den deutschen Profifußball zu fühlen. „Ich möchte so viel wie möglich spielen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir unsere gemeinsamen Ziele erreichen“, lässt er über den Klub zu seiner neuen Aufgabe in der Oberpfalz mitteilen. Als „Teamplayer, der immer gewinnen will“, beschreibt er sich selbst. Er könne es kaum erwarten, seine neuen Teamkollegen kennenzulernen und mit diesen auf dem Platz zu stehen, sagte er nach Vereinsangaben im Rahmen seiner Vertragsunterschrift. Damit konnte der Klub auch prompt dienen. Bereits am Dienstagvormittag absolvierte Besuschkow sein erstes Training beim Jahn.

Max Besuschkow

Bei seinem Ex-Klub scheint der junge Fußballer übrigens in guter Erinnerung behalten zu werden. Eintracht Frankfurt ließ es sich nicht nehmen, Besuschkow einen Abschiedsgruß im Internet zu widmen: „Danke für alles und viel Erfolg, Max!“ Wenn das mit dem Erfolg in Erfüllung geht, würden sich die Regensburger sicherlich auch freuen. Nicht zuletzt, da der SSV Jahn für den Neuzugang, der bei Royale Union Saint Gilloise eigentlich noch einen Vertrag bis 2020 und bei seinem Stammverein in Frankfurt sogar einen bis 2021 gehabt hätte, womöglich eine Ablösesumme bezahlen musste. Ob dies der Fall war, will der Jahn allerdings nicht kommentieren: „Über die Ablöse-Modalitäten haben alle beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart“, teilt der Klub mit.

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