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Triathlon

Neef gewinnt Regensburg-Triathlon

Lappersdorfer Seriensieger gewinnt wieder. Julia Viellehner schlägt Sonja Tajsich. Tristar macht Erstliga-Aufstieg perfekt.
Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Regensburg.Dass Sebastian Neef in Regensburg am Dultplatz mit erhobenen Händen ins Ziel kommt, ist nichts Neues. Nicht, weil er bedroht wird, im Gegenteil: Neef „bedroht“ die Konkurrenz. Jedenfalls kommt dem 26-Jährigen zuhause beim Heim-Triathlon keiner mehr nahe. Diesmal war Neef nach 1:50:22 Stunden bei „genau meinem Wetter“ ein bisschen mehr als zwei Minuten schneller als 2014 und gewann mit fast sieben Minuten Vorsprung vor Hendrik Becker vom Team Rewag. Bei den Damen löste Julia Viellehner in 2:04:13 zu 2:07:34 dank ihrer beeindruckenden Lauf-Qualitäten Sonja Tajsich ab, die es gelassen nahm: „Mit knapp 40 wird es Zeit, dass etwas nachkommt in Bayern“, sagte sie und freute sich am Ende der Veranstaltung mit den Tristar-Damen, die mit ihrem fünften Sieg im fünften Regionalliga-Rennen Regensburg im nächsten Jahr eine Erstliga-Mannschaft bescheren.

Jetzt steht der Name Neef also seit 2012 ununterbrochen in der Siegerliste – und das soll erst einmal so bleiben. „Am liebsten würde ich jedes Wochenende in Regensburg starten“, sagt Neef und freut sich über Anfeuerung der besonderen Art. „90 Prozent der Leute kennen dich, sie stehen an allen Ecken und Enden“, sagte Neef, der zunächst überrascht war, dass in Manuel Lohr ein Mann schneller im Wasser war. „Manuel hat Schwimmer-Vergangenheit. Da muss ich mich nicht ganz so schämen“, sagte Neef, übernahm aber auf der Radstrecke das Kommando und freute sich, in den letzten beiden Laufrunden à 2,5 Kilometer Tempo rausnehmen zu können, um Kräfte für den Allgäu-Triathlon in zwei Wochen zu sparen. „Dass das so superrelaxt war, darüber bin ich froh. Insgesamt hat es superviel Spaß gemacht.“

Schaltung macht wieder Ärger

Da störte den Mann, der auch für die 70.3-WM qualifiziert ist, wenig, dass die Schaltung wieder einmal und wie schon zuletzt in Norwegen Probleme bereitete. „Diesmal aber bergauf und Gott sei Dank nicht wie da bergab. Also bin ich nach dem Schelmengraben mal kurz stehengeblieben und habe den Kontakt wieder hergestellt. Die fünf Sekunden Durchschnaufen waren da sogar ganz gut.“

Dass ihr in Julia Viellehner eine gefährliche Kontrahentin erwachsen würde, wusste Sonja Tajsich schon vor dem Rennen. Fünf Minuten Vorsprung nach dem Rad-Teilstück hatte sie angepeilt, eine Minute wurde es nur und so zog Viellehner schon nach drei Kilometern auf der zweiten Laufrunde vorbei. „Julia hat viel aufgeholt, auch im Schwimmen“, sagt Tajsich, die im Wasser ein Plus von fast zwei Minuten herausgeholt hatte.

„Ich habe einen guten Reiz im Training gesetzt und bin völlig zufrieden, zumal das Laufen zäh war. Das war nicht mein Tag“, sagte Tajsich, die auch Tempo rausnahm, „als Julia vorbei war“. Viellehner, die einst leichathletische Erfolge vom Crosslauf bis zur deutschen Vize-Meisterschaft im Marathon 2009 feierte und wegen der schonenderen Belastung auf Triathlon umstieg („Es ist ein Unterschied, ob du dreimal die Woche oder zehnmal läufst“), sieht noch Steigerungspotenzial: „Ich denke, ich kann schneller laufen“, sagt die 29-jährige Regensburg-Siegerin von 2010, die damals gewann, weil wegen des Hochwassers nur ein Duathlon gestartet wurde. In Klagenfurt und Roth hat Viellehner, die auch beim Arber-Radmarathon in Regensburg dabei war, auch ihre Langdistanz-Erfahrungen gemacht. „Ich überlege, ob ich 2016 bei der Challenge in Regensburg starte.“

Ein Band, das Bände spricht

Den glorreichen Abschluss bildete am frühen Nachmittag der Regionalliga-Sieg des Tristar-Damen. „Da gibst du 110 Prozent“, sagt Franziska Arnhofer. „Jeder hat seine Stärken woanders.“ Im Team, das nun 2016 in der ersten Liga ran darf, spricht ein Band, das jede aus dem Quartett trägt, Bände: Weil in Regensburg beim Mannschaftssprint zählte, wann die Dritte im Ziel war, war Teamgeist gefragt. Und so zieht man sich am Band, schiebt, fährt Windschatten – alles erlaubt – und freut sich im Ziel gemeinsam. „Wir waren so ausgeglichen wie niemand sonst“, berichtet Astrid Zunner-Ferstl, die diesmal mit Samira Schmidt und Sabrina Harpaintner das Tristar-Quartett bildete.

Der Regensburg Triathlon 2015

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