MyMz

Oberpfälzer Basketballklubs fördern Talente

Tegernheim und die Regensburg Baskets sind beim Team Oberpfalz dabei.

Stefan Steiner (links, Abteilungsleiter FC Tegernheim), Yannik Stein (FSJler, Mitte) und Mike Birzer (rechts, 2. Abteilungsleiter FC Tegernheim) nach der Vertragsunterzeichnung für das Freiwillige Soziale Jahr
Stefan Steiner (links, Abteilungsleiter FC Tegernheim), Yannik Stein (FSJler, Mitte) und Mike Birzer (rechts, 2. Abteilungsleiter FC Tegernheim) nach der Vertragsunterzeichnung für das Freiwillige Soziale Jahr Foto: Martin Schweitzer

Regensburg.Wenn nicht jetzt, wann dann? Ein besonderes Projekt des Basketballverbands zur Nachwuchsförderung in der Oberpfalz bietet eine seltene Chance. Und die Vereine greifen zu. Die Basketball-Abteilung des FC Tegernheim und die Regensburg Baskets sind Teil dieser Allianz. Die Ziele des „Basketball Team Oberpfalz“ (BTO) sind ambitioniert. Seit Jahren ist die Situation im leistungsorientierten Jugendbasketball in der Oberpfalz gut, hat aber noch immer Verbesserungspotenzial: Das Problem ist, dass junge Spieler in Bundesligastandorte abwandern und aus ihren Teams gerissen werden, Vereine verlieren Talente und Eltern haben die Belastung, mehrmals wöchentlich nach Bayreuth, Bamberg, Schwabach oder München pendeln zu müssen.

Der Traum eines Oberpfälzer Jugend- oder Nachwuchsbundesligavereins (JBBL und NBBL) existiert schon lange. Mit der Initiative des Bayerischen Basketballverbands (BBV), die in eine flächendeckend bessere Förderung von mehr Talenten im Bezirk investiert. Mit Klubs, die die Chance erkennen und sogar mit einem allgemeinen Wunschkandidaten für den Leistungstrainer, den man nicht erst suchen musste: Gabi Ionescu, der in zuletzt die überbezirklichen U14- und U16-Teams der DJK Neustadt trainierte, übernimmt nun vereinsneutral die Talentförderung und Trainerweiterbildung an drei Stützpunkten (Nord, Mitte, Süd). Der Vorteil: kurze Wege und Spieler, die ihren Vereinen erhalten bleiben.

Der Start ist vielversprechend, dennoch hält die neue Basketballgemeinschaft die Erwartungen realistisch. Denn gleich die ersten Gegner in der Qualifikation für die beiden freien JBBL-Startplätze 2020/21 stellen eine große Hürde dar. Außerdem ist das Training aktuell weiter nur eingeschränkt und kontaktfrei möglich.

„Wir spielen laut Plan am letzten Augustwochenende mit Bayreuth und Vilsbiburg gegen einen Bundesligastandort und ein JBBL-erfahrenes Team. Wir sind klarer Außenseiter“, sagt Coach Ionescu. „Dennoch, seit ich in der Oberpfalz bin, habe ich viel Potenzial gesehen, aber jetzt ist noch mehr möglich.“ „Wir haben keinen Druck, es geht um nachhaltige Förderung, und die ist nicht von der Liga abhängig“, betont BBV-Jugendkoordinator Stefan Merkl. „Sollten wir die JBBL-Quali nicht schaffen, spielen wir eben Bayernliga.“

Am bemerkenswertesten am Gesamtpaket ist aber, dass so viele Vereine zusammenarbeiten. „Es ist absolut einzigartig“, ist Erster Vorsitzender des BTO Markus Zachmann begeistert. „Eine so weitgehende Kooperation gibt es nirgends. Auch nicht in anderen Sportarten.“ Zehn der 17 Oberpfälzer Vereine und 29 Gründungsmitglieder hoben am 23.April mit dem „Basketball Team Oberpfalz“ gemeinsam einen neuen Verein aus der Taufe.

Die Abteilungsleiter Stefan Steiner und Mike Birzer aus Tegernheim sowie Fabian Gülich von den Regensburg Baskets sind von der ersten Minute an dabei und entsenden ihre Talente zum BTO. Luca Neudecker, Sebastian Hechtbauer (Tegernheim) sowie Aron Wenzl und Paul Geißler (Regensburg) machen sich aktuell fit für die Qualifikation zur JBBL, Noah Eklou, Julian Malfertheiner, Konstantin Endter und Moritz Bohlmann (Tegernheim) streben einen Platz im Kader des U14-Bayernligateams an. „Dies ist eine sehr gute Möglichkeit, unseren lokalen Talenten in und um Regensburg und Tegernheim eine qualitativ hochwertige Förderung in einem Leistungsteam zuteilwerden zu lassen.“

„Die Basis dabei bildet die gute Jugendarbeit in den Heimatvereinen. Wenn diese dann Früchte trägt und unsere Talente überregional und bundesweit Basketball spielen, ist das eine tolle Bestätigung“, sagt Mike Birzer, Tegernheimer Jugendtrainer und 2. Abteilungsleiter.

Ein Baustein, der den Jugendbasketball in der Region voranbringt, ist die Anstellung eines FSJlers (Freiwilliges Soziales Jahr). Diese Stelle füllt in Tegernheim aktuell Sonja Grimm aus und ab der neuen Saison Yannik Stein. Mit ihrer Unterstützung finden in Zukunft noch mehr talentierte junge Basketballer aus der südlichen Oberpfalz den Weg in höhere Ligen.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht