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Schützen-EM

Reitz und Karsch haben drei Chancen

In Kroatien stellt Regensburg mal wieder zwei Drittel des deutschen Frauenteams. Die EM hat diesmal weniger Bedeutung.
Von Claus-Dieter Wotruba

Nach vollbrachter EM-Qualifikation strahlten Sandra Reitz (3. v. l.) und Monika Karsch (5. v. l.).  Foto: Karsch
Nach vollbrachter EM-Qualifikation strahlten Sandra Reitz (3. v. l.) und Monika Karsch (5. v. l.). Foto: Karsch

Regensburg.Es ist mal wieder ein kleines bisschen anders bei den Schützen. Bei den Luftdruck-Europameisterschaften im kroatischen Osijek, bei denen ab heute Frauen und Männer mit der Luftpistole und dem Luftgewehr an der Reihe sind, wird es kompakt. Man munkelt, es könnte ein Test für Olympia 2020 sein, wo das Programm genauso gestaltet sein könnte. „Aber so genau weiß das keiner“, sagt Sandra Reitz, die zum wiederholten Mal gemeinsam mit Monika Karsch dafür sorgt, dass zwei Drittel des deutschen Pistolen-Frauenteams aus Regensburg kommt.

Fakt ist, dass anders als sonst Qualifikation und Medaillenkampf getrennt stattfinden, weil die Finals in allen Klassen geballt am Samstag über die Bühne gehen. Das verändert den Rhythmus, weil üblicherweise das Finale am selben Tag anstand. „Mental ist das anders“, sagt Reitz. „Bisher war da viel mehr Druck und Adrenalin. Diesmal geht man ausgeschlafen an den Start. Ob die neue Situation besser oder schlechter ist, ist sicher individuell.“

Sandra Reitz und Monika Karsch haben in den drei Tagen dreimal Medaillenchancen: im Einzel, im Team und im Mixed. Vor einem Jahr in Györ in Ungarn, wo Reitz und Karsch ebenfalls gemeinsam schossen, kam das Regensburger Duo nur mit Mannschaftssilber zum Zug. „Wie in den vergangenen Jahren haben wir mit der Mannschaft gute Chancen. Ich möchte vor allem das eine oder andere Finale von innen sehen“, formuliert Sandra Reitz ihren Anspruch, fand ihren Saisonanfang allerdings „schwierig und relativ instabil. Aber alles ist noch im grünen Bereich.“

Der Samstag ist das große Ziel

  • Team:

    Im Dutzend deutscher Luftpistolen- und Luftgewehrschützen für die EM im kroatischen Osijek befinden sich mit Julia Simon (Saltendorf/Luftgewehr) und den Pistolenspezialisten Sandra Reitz, Monika Karsch (beide Regensburg) und Philipp Grimm, der in der Bundesliga für Kelheim-Gmünd schießt, vier in der Region gut bekannte Aktive.

  • Zeitplan:

    Die Qualifikation mit Luftgewehr (11.45/14.00) und Luftpistole (Männer 9.30, Frauen 16.15) findet heute statt. Die Mixed-Teams kämpfen am Freitag (12.30/14.15) um einen weiteren Wettkampf am großen Finaltag, dem Samstag.

Den großen Stellenwert haben die Europameisterschaften in diesem Jahr nicht, weswegen auch Schnellfeuer-Olympiasieger Christian Reitz „aus taktischen Gründen“ nicht am Start steht, weil er sich auf seine Spezialdisziplin konzentrieren soll. Denn bei dieser EM werden keine Startplätze für Olympia vergeben, weswegen der Fokus auf den Weltcups und den zweiten Europaspielen ab 21. Juni im weißrussischen Minsk liegen. Sandra Reitz ist für diesen Start mit der Luftpistole, Monika Karsch mit der Sportpistole qualifiziert.

„Aber es ist und bleibt eine Europameisterschaft“, sagt Sandra Reitz, die im Mixed-Wettbewerb nicht mit ihrem Mann antreten kann, über den Stellenwert der nächsten Tage. „Klar ist Chris da mein Wunschpartner, aber es gibt ein, zwei Varianten, mit denen ich auch gut schießen kann.“ Diesmal kommt die Variante mit Michael Schwald zum Tragen.

Viel Pause ist nach Osijek nicht: Es geht zum Training und Wettkampf nach Polen. Und nach dem Weltcup-Start in Indien im Februar („Da haben uns einige Junioren aufgemischt“) folgt Ende April die nächste Station in China. Auch nach Rio de Janeiro führt der Weg 2019 noch. Manches mag anders sein bei den Schützen, aber die Reiserei bleibt jedes Jahr gleich.

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