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REGENSBURG.

Sabrina Mockenhaupt: Schlusspunkt als Krönung?

100 Tage bis Berlin: Die Leichtathletik-WM wertet auch die Sparkassen-Gala in exakt einem Monat in Regensburg auf.

Meeting-Direktor Kurt Ring würde Sabrina Mockenhaupt gerne wieder auf den Arm nehmen: Die Langstrecklerin sorgte 2006 für einen Knüller, am 7.Juni jagt sie in Regensburg den deutschen Rekord.Foto: Archiv (Kiefner)

Von Claus-Dieter Wotruba, MZ

Berlin wird mit dem größten Ereignis des Jahres in genau 100 Tagen der Nabel der Sportwelt sein. Die Sparkassen-Gala in Regensburg, bei der größte Teile der deutschen Leichtathletik-Elite in genau einem Monat an den Start gehen, profitiert von der neuntägigen Weltmeisterschaft ab 15. August ebenfalls und rückt im Vorfeld in den Fokus. „18Wettbewerben gab der deutsche Verband Qualifikationsstatus – das kann sonst nur das traditionelle Berliner Istaf-Sportfest vorweisen“, sagt Meeting-Direktor Kurt Ring von der LG Telis Finanz Regensburg stolz.

Der derzeit im Krankenstand befindliche Lehrer hat die Hauptlast der Organisation auf Jochen Schweitzer und den Geschäftsführer der veranstaltenden LG-GmbH „Athletics Sport“ abgewälzt, kennt den Stand für das Großereignis am 7. Juni aber natürlich dennoch bestens. „Stabhochsprung bei Männern und Frauen sind wieder bestens besetzt. Dazu sind die Sprint-Nationalmannschaften mit Verena Sailer, Christian Blum oder Tobias Unger hier“, zählt er Höhepunkte auf.

Zur Gala-Krönung zum Schluss könnte der Auftritt von Sabrina Mockenhaupt werden, die schon 2006 im Universitätsstadion für Begeisterung sorgte, als sie in 31:44,12 Minuten über 10000 Meter auf Rang fünf der Jahres-Weltbestenliste stürmte. Eigens für Mockenhaupt wurde diese Strecke heuer ins Programm genommen, und selbst die Startzeit wieder optimal gewählt. „Wir warten die günstigsten Bedingungen ab“, sagt Ring. Vorgesehene Startzeit ist erst einmal 19.45 Uhr, „doch wenn’s heiß ist, wird’s eben später“. Denn: „Es geht nur um die Zeit. Sie rennt auch gegen Männer. Das ist vom Verband schon abgesegnet.“ Mockenhaupt will zumindest in die Nähe des fast 18 Jahre alten deutschen Rekords, der bei 31:03,62 steht.

Das Sportfest, das 2006 einen Bedeutungs-Aufschwung erlebte und sich seither fix im Veranstaltungskalender etabliert hat, ist in diesem Jahr erstmals nicht nur im Stadion live zu verfolgen. Auf den Internetseiten der LG Telis Finanz und von leichtathletik.de wird es in Zusammenarbeit mit TV aktuell einen sogenannten „live-stream“ geben.

„Gearbeitet wird mit vier Kameras und einem Übertragungswagen“, sagt Ring, der sich ein Plus in der Wahrnehmung verspricht. „Wir rechnen mit 30000, 40000 Zugriffen. Das Pilotprojekt wurde bei der Hallen-DM durchgeführt: Da waren es 50000 Zugriffe mit einer durchschnittlichen Verweilzeit von 15 Minuten.“

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