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Frauenfussball

SC-Frauen sammeln neue Kräfte

Der Abschied mit einem 2:4 beim SC Sand II war würdevoll. Der Wiederaufstieg muss nicht sofort klappen.
Von Claus-Dieter Wotruba

Nach vier Jahren als SC-Trainerin macht Birgit Fellner jetzt erstmal Pause.  Foto: Brüssel
Nach vier Jahren als SC-Trainerin macht Birgit Fellner jetzt erstmal Pause. Foto: Brüssel

Regensburg.Die SC-Frauen verlassen als Tabellenletzter die Fußball-Regionalliga der Frauen – und doch schöpften sie in den letzten Spielen noch einmal neuen Mut. „Wenn die Mannschaft so spielt wie in den letzen Spielen, dann werden wir in der Bayernliga eine große Rolle spielen“, sagt Abteilungsleiter Alexander Kalteis.

Das galt auch für das abschließende 2:4 (1:0) beim Tabellenzweiten SC Sand II, bei dem Marina Keilholz mit ihren Treffern (7./53.) mit ihren Saisontoren sieben und acht sogar eine 2:0-Führung herausgeschossen hatte, ehe die Bundesliga-Reserve mit vier Toren, davon drei Standards, zwischen der 55. und 80. Minute den Spieß doch noch umdrehte. Dennoch: Fünf Punkte mit 13 Toren in den letzten vier Saisonspielen zeigten zum Abschied noch einmal das gute SC-Gesicht, nachdem zuvor zehn Niederlagen am Stück und insgesamt 13 Spiele ohne Erfolgserlebnis den Glauben an die eigene Stärke doch schwer erschüttert hatten.

Das Team bleibe erhalten, sagt Alexander Kalteis. Und auf der Trainerposition gibt es eine Veränderung. „Birgit Fellner hat uns gesagt, dass sie ein Jahr Pause braucht und ein bissl Abstand“, sagt Kalteis. „Für Tipps steht sie immer zur Verfügung und vielleicht kommt sie dann ja wieder, eventuell ja auch im Nachwuchs“, sagt Kalteis. Der Übergang ist fließend: Mario Schmidt, bisher Co-Trainer, übernimmt. „Die Mannschaft wollte ihn.“

Den Abstieg sieht Alexander Kalteis derweil mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Sportlich würden wir natürlich gerne wieder zurückkommen. Die Regionalliga ist eine Imagesache“, sagt Kalteis, „aber die drei Jahre haben schon viel Geld gekostet. Vielleicht können wir ja jetzt ein bisschen sparen und es dann wieder versuchen. Aber zweite Liga wie früher mal werden wir wohl nie mehr schaffen. Wir müssen mit Bayern- oder Regionalliga zufrieden sein.“

Der neue Mann auf der Bank weiß auch Bescheid, was das Team in der neuen Saison ab August erwartet. „Jeder wird uns erst einmal schlagen wollen“, sagt der 27-jährige B-Lizenzinhaber Mario Schmidt, der seit eineinhalb Jahren Teil des Trainerteams ist und davor Juniorenteams bei Kicker Labertal coachte. „Und dann gehen mit Wacker München und Frauenbiburg ja noch zwei bayerische Teams mit uns runter und mit Ruderting kommt noch ein Aufsteiger dazu, der das Niveau anheben wird.“

Schmidts Schluss: „Es ist jetzt nicht so, dass wir aufsteigen müssen.“ Eines aber tut ihm weh – der kaum noch verhinderbare Abstieg der zweiten Mannschaft aus der Landesliga. „Für einen Verein wie den Sport-Club wäre es gut, Bayern- und Landesliga zu spielen.“

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