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Bananenflankenliga

Schwarz war der Champion auf dem Feld

Die Bananenflankenliga startet mit Herz und Leidenschaft. Das Team in Blau sorgt für die beste Dramaturgie.
Von Claus-Dieter Wotruba

Siegerjubel: Die Blacks gewannen zum Start der Bananenflankenliga drei ihrer vier Spiele und sind Tabellenführer. Foto: Christian Brüssel
Siegerjubel: Die Blacks gewannen zum Start der Bananenflankenliga drei ihrer vier Spiele und sind Tabellenführer. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Aller Anfang ist schwer, hätte man sagen können. Das Beste kommt zum Schluss, passt aber noch besser. Denn einen Sinn für Dramaturgie haben die Kicker der Bananenflankenliga zweifellos. Am Tag, an dem Kooperationspartner SSV Jahn seinen Trainingsauftakt absolvierte, waren die geistig beeinträchtigten Kinder und Jugendlichen des Teams Bananenflanke schon einen Schritt weiter. Seit dem 12. April hatten die nach Farben sortierten fünf Mannschaften am Kaulbachweg stets freitags im Training fleißig auf ihre bereits sechste Saison vorbereitet, jetzt machte es sich die Liga beim Volvo-Autohaus Bauer an einem neuen Spielort in der Lagerstraße gemütlich und legte los. Und die Jahn-Profis hätten sich für ihre Auftritte schon mal für ihre Aufgaben allerhand in Sachen Hingebung und Leidenschaft abschauen können – nicht nur von dem Spieltagssieger in Schwarz, der drei seiner vier Spiele gewann.

Mit Andre Weis (Blacks), Jann George (Oranges), Benedikt Saller (Whites), Sebastian Stolze (Blues) und Oli Hein (Yellows) sind fünf Jahn-Profis als Paten für die Teams im Einsatz. Wer nach nackten Zahlen geht, möchte meinen, dass Jahn-Urgestein Hein und die Seinen in diesem Jahr die schlechtesten Chancen hätten – obwohl Gelb die Meisterfarbe der vergangenen zwei Jahre in der Bananenflanke war. Wenigstens kamen die Yellows mit zwei Punkten als einziges noch siegloses Team schlechter aus den Startlöchern als die Konkurrenz.

Am 7. Juli geht’s weiter

Freilich lehrte die Vergangenheit oft, dass der am besten lacht, der zuletzt lacht. Denn nach dem zweiten Spieltag am 7. Juli beim MZ-Kinderbürgerfest in Kelheim werden erst am 3. August und traditionell auf dem Neupfarrplatz im Herzen der Altstadt Bananenflanken-Nägel mit Köpfen gemacht.

Fussball

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Die Dramaturgie-Könige des ersten Spieltags waren ohne Zweifel die Blues, die mit zwei Niederlagen und einem Schuss Traurigkeit begannen – und zum Ende gewaltig und mitreißend aufdrehten. Wieder einmal sprang in Momenten wie denen, die die Blues (und nicht nur sie) lieferten, der Funke vom Kleinfeld-Court nach außen über und die Kinder und Jugendlichen zeigten, was sie gelernt haben. Erst verspielten sie noch einen vermeintlich sicheren 4:1-Vorsprung gegen die Yellows, dann setzten sie im neunten und letzten Spiel des ersten Spieltags einen Schlusspunkt, der passender nicht hätte sein können. Nach zweimaligem Rückstand sprang mit 4:3 ein umjubelter erster Sieg heraus – ausgerechnet gegen den Spitzenreiter des ersten Turniertages.

Eine Hymne aus Bayreuth

Zwischendrin lief immer wieder die neue Hymne, die nicht am Bananenflanke-Erfindungsort Regensburg geboren wurde, sondern die mit Bayreuth einer der 16 deutschlandweiten Standorte beitrug. Das zeigt, dass die Kreativität der Bananenflankenliga, die längst auch anderenorts gefragt ist, wächst und gedeiht. „Wir sind die Champions auf dem Feld. Jeder einzelne von uns ist ein Held“ heißt es im Text der Hymne. Zu sehen ist das jedes Mal aufs Neue in der Liga mit dem Motto „Fußball kennt keine Grenzen“.

1. Spieltag beim Volvo-Autohaus Bauer: Blues – Oranges 2:0 (Tore: 1:0, 2:0 Stürznickel); Yellows – Blacks 2:4 (Tore: 0:1 Badura, 0:2 Renner, 1:2 Schirdewahn, 2:2 Böhm, 2:3 Bösl, 2:4 Bösl); Whites – Blues 5:2 (Tore: 1:0 Rauhut, 2:0, 3:0 Rubenbauer, 3:1 Stang, 4:1 Karl, 4:2 Stang, 5:2 Köppen); Oranges – Yellows 3:2 (Tore: 1:0 Stürznickel, 1:1 Schirdewahn, 2:1 Lazar, 3:1 Edon, 3:2 Böhm); Blacks – Whites 6:2 (Tore: 1:0 Köhler, 2:0, 3:0, 4:0 Bösl, 4:1 Rubenbauer, 5:1 Öksun, 6:1 Badura, 6:2 Köppen); Blues – Yellows 4:4 (Tore: 1:0, 2:0 Stang, 2:1 Böhm, 3:1 Kumpfmüller, 4:1 Eisenblätter, 4:2 Ksiazek, 4:3, 4:4 Böhm); Oranges – Blacks 0:1 (Tor: 0:1 Bösl), Yellows – Whites 3:3 (Tore: 1:0 Schirdewahn, 1:1, 1:2, 1:3 Rubenbauer, 2:3, 3:3 Böhm); Blacks – Blues 3:4 (Tore: 1:0 Bösl, 1:1 Stang, 2:1 Köhler, 2:2, 2:3 Stang, 3:3 Renner, 3:4 Kumpfmüller)

Tabelle: 1. Blacks 14:8 Tore, 9 Punkte; 2. Oranges 5:3, 6; 3. Whites 10:11, 4; 4. Blues 10:14, 4; 5. Yellows 11:14, 2

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