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Heim-Meeting

Schwimmer so stark wie nie

Beim Heimwettkampf stocken die Regensburger ihr DM-Team für Berlin um drei Aktive auf. Die Zukunft klingt rosig.
Von Claus-Dieter Wotruba

Nele Weinfurtner ist eine von 14 Schwimmerin, die der Schwimm-Club Regensburg nach Berlin zur DM schicken kann.  Foto: Christian Brüssel
Nele Weinfurtner ist eine von 14 Schwimmerin, die der Schwimm-Club Regensburg nach Berlin zur DM schicken kann. Foto: Christian Brüssel

Regensburg.Wenn sich Aufwand und Ertrag die Waage halten, dann hat sich eine Veranstaltung gelohnt. Und so zog der Schwimm-Club Regensburg (SCR) am Sonntagabend nach drei intensiven Wettkampftagen im Westbad zufrieden Bilanz – und das nicht nur, weil die 80 Regensburger Starter ihren Klub logischerweise zum mit Abstand erfolgreichsten der Veranstaltung machten: Mit 37 Siegen, 26 zweiten Plätzen und 29 dritten Rängen sammelte der SCR mehr als doppelt soviele Medaillen wie der zweitplatzierte SSV Bozen. Die Italiener waren neben Ungarn, Österreich, Tschechien, Polen und der Schweiz eines der Teams aus dem Ausland.

Saisonbilanz

Schwimmer haben große Pläne

Nach Medaillen sind die Regensburger die Nummer fünf in Bayern. Der neue Trainer Olaf Bünde bekommt neue Möglichkeiten.

Das Organisationsteam um Melanie Bauer und Daniel Kammerer hatte im zehnten Jahr des Arena-Swim-Meetings bei 4000 Starts für 672 Sportler mit seinen rund 100 Helfern alle Hände voll zu tun. Ganz bewusst hatten Claus Ludwig und Co. die Veranstaltung nicht schon im März gemacht, sondern drei Wochen vor die deutschen Nachwuchsmeisterschaften in Berlin gelegt. „Und die Rechnung ist wieder mal aufgegangen“, sagt Ludwig, der auch um den Heimeffekt weiß. „Natürlich spielt das eine Rolle. Der Erholungseffekt ist einfach ein anderer als auswärts. Die Leistungen im Westbad sind immer gut, zumal dort das Wasser schnell ist.“

Ein Trio nutzt die Chance

Das SCR-Trainerteam war auch deswegen so zufrieden, weil nach dem Heimauftritt fix ist, dass 14 Starter vom 28. Mai bis 1. Juni zur Nachwuchs-DM fahren dürfen – ein neuer Starterrekord für den Verein. Mit Niklas Dümmelbeck (Jahrgang 2007), Lena Gerl und Amira Varna (beide 2006) nutzte ein Trio auch das heimische Wasser. „So stark waren wir in zehn Jahren der Vereinsgeschichte noch nie“, sagt Ludwig. Im Vorjahr schafften zwei Regensburger den Sprung in die Top acht Deutschlands – auch das sollte diesmal anders aussehen. Die Hoffnung auf erste Medaillen sind jedenfalls da.

Im jüngsten Jahrgang 2007 haben sich nun Noelle Benkler, Tiffany Salva und Dümmelbeck qualifiziert. Tiffany Salva werden auf den 400 und 800 Metern Freistil große Chanen eingeräumt, aufs Treppchen zu kommen. Benkler steigerte sich am Wochenende im Wochenende erheblich und geht nun über 50, 100 und 200 Meter Rücken sowie die 200 Meter Lagen als jeweils Fünftplatzierte Deutschlands nach Berlin.

Im Jahrgang 2006 vertreten Michael Moser, Varna und Gerl die SCR-Farben. Vor allem Moser hat eine deutliche Leistungsentwicklung in der laufenden Saison hinter sich und liegt über 200 Meter Schmetterling auf Platz vier in Deutschland. Zudem liegen die Top vier sehr zusammen, was die Medaillenchancen erhöht. Im Jahrgang 2005 sind Leon Heberlein, Ines Erban und Yoko Hame dabei. Im Jahrgang 2003 und 2002 haben sich die etablierten Anne Mauerer, Nele Weinfurtner, Selina Kreiml, Mark Nikles und Alexander Metzler wieder qualifiziert. Metzler ist ebenfalls einer der großen Hoffnungsträger auf eine Medaille: Über 400m Lagen liegen geht es als Drittplatzierter nach Berlin.

Besseres Training ist bald möglich

  • Ost-Bad:

    In den Planungen der Stadt Regensburg steht ein viertes Bad im Stadtosten ganz oben auf der Agenda, das gemeinsam mit der Leichtathletik-Halle betrieben werden soll.

  • Tragluft-Dach:

    Das schon für den Winter 19/20 angekündigte Tragluft-Dach über dem RT.-Bad ist beschlossene Sache und steht den Vereinen, die mit Schwimmen zu tun haben, ab 20/21 zur Verfügung.

Dazu mischte auch das 2008er-Quartett mit Marie Busch, Clara Kreuter, Luis Lengfellner und Jan Krause mit, das Hoffnungen für die Zukunft trägt und Mitte Juni bei den deutschen Mehrkampf-Meisterschaften in Dortmund auf sich aufmerksam machen will und soll. „So ein Quartett hat niemand in Bayern: Kein Würzburg, kein Nürnberg, kein München“, sagt Claus Ludwig und sieht den Verein auf dem richtigen Weg. „Auch ein Gradmesser: „Bei den bayerischen Jahrgangsmeisterschaften waren wir 2018 mit 25, 26 Startern. Diesmal werden es 35. Mindestens. Und wir sollten die Nummer zwei der Vereinswertung sein.“

Meeting soll attraktiver werden

Das Gesicht des Meetings an sich wollen Ludwig und Co. dennoch verändern und für Zuschauer attraktiver machen. „Wir hatten ja schon namhafte Schwimmer da, aber nur als Eingeladene“, sagt Ludwig und will das Meeting 2020 in diese Richtung umbauen.

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