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Triathlon

Sebastian Neef auf Platz acht

Die Radstrecke kostet ein Regensburger Duo in Wiesbaden viel Kraft.

Voll gefordert war der Regensburger Sebastian Neef als EM-Sechster und Gesamtachter in Wiesbaden. Foto: J. Andrés Vargas

Wiesbaden. Das Lächeln war nicht gequält, denn der neue 70.3-Europameister Bart Aernouts wurde wenige Meter nach der Ziellinie vor dem Wiesbadener Kurhaus von einem ganz besonderen Fan begrüßt: Töchterchen Paulien war der erste Gratulant des neuen Champions. Der 30-Jährige feierte in 4:05:27 Stunden den zweiten großen Erfolg binnen weniger Wochen: Am 29. Juni hatte der Belgier in Nizza seinen ersten Ironman-Titel geholt.

Eine Woche, bevor Sebastian Neef einen zehnmonatigen USA-Aufenthalt in Colorado Springs antritt, kam der 25-jährige Regensburger mit knapp siebeneinhalb Minuten Rückstand als sechstbester Europäer auf Rang acht. „Ich bin zufrieden“, sagte Neef, der in der Vorwoche noch den Regensburg-Triathlon auf der olympischen Distanz gewonnen hatte, „aber ich habe zuletzt ein bisschen zu viel gemacht.“

Eine Untersuchung unter der Woche hatte ergeben, „dass die Eisenwerte im Keller waren – und zwar besorgniserregend“, erklärte Neef, der derzeit ohne Trainer ist, sich selbstständig vorbereitete, mit Wiesbaden bereits erste Punkte für die neue Triathlon-Saison sammelte, auch in den USA Starts plant und dort vom Höhentraining profitieren will. In Wiesbaden gab das Radfahren den Ausschlag. „20, 30 Watt haben mir da gefehlt“, sagt Neef, der ein wenig langsamer war als 2013 bei Rang 13. „Aber die Radstrecke war härter, weil die Straßen nass waren und es windig war.“

Bei den Damen setzte Daniela Ryf in 4:26:12 ihre Erfolgsserie fort: Im Juni gewann sie den 70.3-Wettbewerb in Rapperswil-Jona und zuletzt lag sie als Siegerin in Zürich beim Ironman auch vor der drittplatzierten Regensburgerin Sonja Tajsich. Der Schweizerin gelang in Wiesbaden nicht nur die Titelverteidigung, sondern Ryf pulverisierte auch den Streckenrekord – von ihr selbst im Vorjahr in 4:31:34 Stunden erzielt.

Die Regensburgerin Juliane Straub, die im Vorjahr Zehnte geworden war, kam diesmal auf Rang 13 in 5:02:05 ins Ziel. „Das war das Maximum, was mit zwei Monaten Vorbereitung möglich war“, sagte die 30-Jährige. „Mir hat einfach die Kraft auf dem Rad gefehlt“, sagte sie, was auch an der Zeit von über drei Stunden abzulesen war. Dabei war der Schwimmstart geglückt: „Damit war ich sehr zufrieden“, sagte Straub, die Ende des Monats nun den 70.3-Wettbewerb in Budapest auf dem Plan stehen hat. (cw)

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