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SSV Jahn 1889 holt nächsten Derbysieg

Im siebten Regionalliga-Duell gegen Wackersdorf gelingt auch der siebte Sieg. So knapp wie diesmal war es freilich noch nie.
Von Claus-Dieter Wotruba

1889-Spieler Philipp Ropers war mit seinen beiden Toren beim 2:1 der Mann des Derbys gegen Wackersdorf. Foto: christian Brüssell
1889-Spieler Philipp Ropers war mit seinen beiden Toren beim 2:1 der Mann des Derbys gegen Wackersdorf. Foto: christian Brüssell

Regensburg.Am Ende war alles wie immer, wenn die beiden Oberpfalz-Rivalen SSV Jahn 1889 und TV Wackersdorf aufeinandertreffen. Doch so knapp und so eng wie diesmal war es noch nie. Rund 100 Zuschauer in der Nord-Halle erlebten, wie der deutsche Meister von 2017 auch das siebte Duell gegen das Gründungsmitglied der Futsal-Regionalliga gewann. „Das war das härteste Stück Arbeit, das wir je hatten“, kommentierte 1889-Abteilungsleiter Oliver Vogel das 2:1 (1:0), bei dem Philipp Ropers mit seinen beiden Treffern aus der 4. und 38. Minute der Mann des Tages war, nachdem Zoran Maksimovic zwischendurch ausgeglichen hatte (34.).

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1889-Futsaler starten zuhause mit Derby

Nach dem Regensburger 8:0 von Karlsruhe kommt am Samstag Oberpfalz-Rivale Wackersdorf in die Nord-Halle.

9:0, 13:1, 6:2, 4:1, 6:2, 8:5 – und jetzt eben das 2:1: Schon die Ergebnis-Historie drückt die Entwicklung des Derbys aus. Zumal die Wackersdorfer in Ivan Vuletic einen prominenten Zuwachs erhalten hatten. „Der Vierer ist ein serbischer Ex-Nationalspieler und hatte eine brutale Ruhe am Ball“, berichtet Vogel und schwärmte nicht nur vom gegnerischen Topspieler, sondern vom Niveau der gesamten Partie. „Das war ein cooles Match und vor allem eines in Futsalmanier. Eigentlich wäre ein Unentschieden das verdiente Ergebnis gewesen“, sagt Vogel, der am Samstag (18 Uhr) beim nächsten Heimspiel gegen Aufsteiger SV Pars aus Neu-Isenburg wieder andere Startvoraussetzungen sieht. „Die kommen mehr vom Fußball, das wird anders aussehen.“

Simao war wieder dabei

Personell leben die 1889 derzeit von der Improvisation: Das Aufgebot von Trainer Thorsten Porkert wechselt und ist derzeit obendrein ziemlich überschaubar – auch wenn diesmal der Portugiese Simao wieder dabei war. „Wenn er mit Philipp Ropers, Chris Saur und Alberto Rodriguez, der das 2:1 sagenhaft vorbereitet hat, auf dem Feld war, dann war das wirklich gut anzuschauen“, analysiert Vogel das Spiel.

„Die Jungs zehren jetzt auch davon, dass sie vergangene Saison so intensiv durchgezogen haben. Denn unsere Vorbereitung war mit nur vier Trainingseinheiten diesmal ja kurz“, sagt Vogel und war froh, dass sich auch der brasilianische Ex-Profi Rodnei (Hertha BSC, Leipzig, 1860) wieder zur Verfügung stellte. „Er kommt halt nicht vom Futsal und kennt die Laufwege nicht. Aber bei Wackersdorf war es auch vor allem ein Block.“

Nationalteam trifft auf Europameister

  • Lehrgang:

    Auf den Vier-Tages-Lehrgang ab 13. Oktober folgt ab 21. die zweite Hauptrunde der WM-Qualifikation beim Europameister Portugal, wo es außerdem gegen Tschechien und Lettland geht.

Auch im dritten Spiel am Samstag gilt es für die Regensburg noch personell zu improvisieren. „Wir hoffen auf neun Punkte – und dann beginnt Ende des Monats die Saison so richtig“, sagt Vogel. Die zweiwöchige Länderspielpause wegen der WM-Qualifikationsspiele der deutschen Nationalmannschaft, für die derzeit kein 1889-Spieler nominiert ist, kommt also wie gerufen. Denn mit dem verletzten Luca Piga, der auch schon das DFB-Trikot trug, dem nach seinem US-Gastspiel als Athletik-Coach zurückkehrenden einstigen Spielertrainer Lucas Kruel aus Brasilien sowie den diesmal fehlenden Alex Günther, Tim Baumer oder Filip Palutka sowie dem jungen, derzeit ebenfalls verletzten Hoffnungsträger Felix Geiger stehen noch etliche Spieler Gewehr bei Fuß, die den Kader nicht nur breiter machen.

Gehörlosen-Team kommt

„Die Pause wird für uns superwichtig“, sagt Oliver Vogel. Denn nach der Partie gegen die Hessen aus Neu-Isenburg verabschieden sich die 1889-Futsaler erst einmal bis zum 16. November und dem Treffen gegen einen weiteren Regionalliga-Neuling, das Gehörlosen-Team aus Karlsruhe vom Heimvorteil. Dazwischen liegen die Auswärtspartien und bayerischen Duelle am 3. November beim TSV Neuried in München und am 10. November beim FC Deisenhofen.

Immerhin stimmt der spielerische Weg und Philipp Ropers brachte sich mit seinen beiden Toren vielleicht auch wieder für höhere Aufgaben ins Gespräch. „Unser Start war gegen Wackersdorf vielleicht ein bisschen träge. Aber wir wollten auch erst die Lage ein bisschen checken. Dafür war dann im zweiten Durchgang richtig Feuer drin“, sagt Oliver Vogel.

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