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SSV Jahn holt Marco Djuricin

Der Regensburger Zweitligist verstärkt seine Offensive und leiht sich den 19-jährigen Österreicher bis zum Saisonende vom Liga-Konkurrenten Hertha BSC Berlin.
Von Heinz Reichenwallner, MZ

  • Johannes Baumeister (l., kaufm. Geschäftsführer beim SSV Jahn) und Neuzugang Marco Djuricin (r.) Foto: SSV Jahn
  • Berlins Marco Djuricin (l) kommt nach Regensburg. Foto: dpa

Regensburg. Die Freude war förmlich durchs Telefon zu spüren: Franz Gerber war hochzufrieden darüber, dass der Wechsel des Angreifers Marco Djuricin vom Ligakonkurrenten Hertha BSC Berlin zum SSV Jahn seit Donnerstagabend in trockenen Tüchern ist. „Wir wollten ihn schon vor drei Wochen, aber da gab Hertha ihn noch nicht frei“, sagte der Sportchef des Regensburger Fußball-Zweitligisten. Der 19-jährige Österreicher Marco Djuricin, 1,81 Meter groß, 72 Kilo schwer, wird vom Jahn bis zum Ende der Saison 2012/13 von den Berlinern ausgeliehen.

Gerbers Transferplan geht auf

Möglich wurde der Leih-Transfer, weil Djuricin von Herthas neuem Trainer Jos Luhukay aus dem Zweitligakader aussortiert und ins Regionalligateam des Bundesligaabsteigers versetzt wurde. „Das ist ein talentierter, hungriger Spieler, der vielseitig im offensiven Bereich einsetzbar ist und uns weiterhelfen kann“, urteilt indes Gerber über den Neuzugang, der ihm schon in der vergangenen Saison auf einer Beobachtungstour aufgefallen war. Mit Djuricins Verpflichtung sieht der 58-Jährige nun auch seine defensive Einkaufspolitik bestätigt, die er unter das Motto gesetzt hatte: „Wir warten ab. Erst wenn wir sicher sind, dass uns ein Spieler helfen kann, werden wir ihn verpflichten.“

Eine Kaufoption besitzen die Regensburger nicht für den Angreifer, dessen Vertrag bei der Hertha bis Sommer 2014 läuft. Außerdem untersagt eine Klausel im Kontrakt, dass Djuricin eingesetzt werden darf, wenn der Jahn bei der Hertha am 3. Spieltag der Hinrunde (Freitag, 24.8.) antritt. Als sportliche Empfehlung bringt der in Wien geborene Stürmer zwei Bundesliga- und neun Zweitligaeinsätze (2 Tore) bei den Berlinern mit. Zudem spielte er für sie 23 Mal in der Regionalliga und erzielte dabei zwölf Treffer.

Djuricin trainiert am Freitag erstmals zusammen mit dem Jahn-Team und Sportchef Gerber glaubt zu wissen, dass der Österreicher am Sonntag (13.30 Uhr) im Heimspiel gegen den MSV Duisburg bereits dem 18-Mann-Kader angehört. „Trainer Oscar Corrochano will ihn unbedingt dabei haben.“ Der Chefcoach selbst ist über den Neuzugang bereits bestens informiert: Ex-Hertha-Trainer Markus Babbel hält viel von ihm. Das ist ein guter junger Spieler, sagt Corrochano, der davon ausgeht, dass der Angreifer physisch in bester Verfassung ist, da er mit der Hertha die komplette Vorbereitung absolviert hat.

Jugend-Nationalspieler in Österreich

Djuricin, der beim Jahn künftig die Rückennummer 39 trägt, hatte seine Karriere in Österreich beim SV Donau begonnen, ehe er über Rapid Wien, Austria Wien und dem FC Stadlau nach Deutschland in die Nachwuchsakademie von Hertha BSC wechselte. Der junge Stürmer bestritt bislang insgesamt 13 Länderspiele für die U17- bis U20-Nationalmannschaften Österreichs und schoss dabei sieben Tore, darunter war ein Elfmetertor, das seinerzeit Österreichs U19 einen 1:0-Sieg über die Niederlande und die Teilnahme an der WM in Kolumbien bescherte. Sein Vater Goran war ebenfalls Profi und ist Co-Trainer der österreichischen U20-Nationalmannschaft.

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