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Leichtathletik

Telis-Staffel läuft überragende Zeit

Schwab, Fehm und Co. gehören zu DM-Medaillenanwärtern. SWC-Kugelstoßer Nils Rößler trumpft im letzten Versuch auf.

Mona Mayer wechselte auf Katrin Fehm: Die Telis-Sprinterinnen sorgten in München für das Highlight. Foto: Theo Kiefner
Mona Mayer wechselte auf Katrin Fehm: Die Telis-Sprinterinnen sorgten in München für das Highlight. Foto: Theo Kiefner

Regensburg.Auf den ersten Blick war es ein armseliges Aufgebot, das die LG Telis Finanz zu den erstmals in allen Altersklassen ausgetragenen bayerischen Hallenmeisterschaften nach München schickte, zumindest zahlenmäßig. Auf den zweiten Blick entpuppte sich das Miniteam jedoch als hocheffizientes Leistungspaket: Die vier Sprinterinnen Corinna Schwab, Maike Schachtschneider, Mona Mayer und Katrin Fehm, die bis auf Schachtschneider auf einen Einzelstart verzichteten, lieferten in der 4 x 200-Meter-Staffel einen Alleingang allererster Sahne ab: deutsche Jahresbestleistung mit 1:36,44 Minuten, Landestitel natürlich inbegriffen. Das Team gehört zu den Medaillenanwärtern bei der deutsche Meisterschaft am 15./16. Februar in Leipzig. Dann soll Amelie-Sophie Lederer , die diesmal wegen eines Starts in Erfurt geschont wurde, die Staffel verstärken, teilte der Verein mit.

Elf Medaillen für den SWC

Telis-Läuferin Maike Schachtschneider ließ tags darauf auch noch einen in der Einzelwertung über die 400 Meter (56,49) folgen. Auch 3000-Meter-Mann Konstantin Wedel glänzte im Alleingang zum Titel mit der Hallen-DM-Quali von 8:19,45 Minuten. Der SWC freute sich über elf Medaillen (einmal Gold, sechsmal Silber, dreimal Bronze): Eigengewächs Nils Rößler sorgte mit Kugelstoß-Gold für den Höhepunkt und über 4 x 200 Meter sorgten in 1:49,90 Minuten Marin Brummer, Tanja Balling, Vroni Plank und Magdalena Müller für eine unerwartete Bronzemedaille. Dazu kam eine Senioren-Goldmedaille für Bahngeher Hans Kilgert über 3000 Meter in der M 70 (20:40,45).

Lederer glänzte in Erfurt bereits im Vorlauf mit ihrer zweitbesten Leistung von 7,37 Sekunden überhaupt (Bestzeit 7,35 in 2017), verschlief aber mit einem suboptimalen Start als Zweite das Finale (7,49). Als Dritte in einem internationalen Feld steigerte sich Corinna Schwab über die 400 Meter erneut auf 53,63 Sekunden, gleichbedeutend mit Platz zwei im Hallen-Ranking des Jahres. Die Jugendliche Mona Mayer steuerte als Fünfte (54,41) eine weitere deutsche Jahresbestleistung ihrer Altersklassen bei. Die Hauptkonkurrentin für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften am 15./16. Februar in Neubrandenburg, Marie Scheppan (LC Cottbus), blieb als Siebte bei 55,22 Sekunden hängen. Dazu hakte Telis-Routinier Florian Orth beim internationalen Hallenmeeting in Karlsruhe über 3000 Meter mit 8:05,05 Minuten die Norm für die deutschen Hallenmeisterschaften ab.

Verzweifelte Blicke hatte es bereits bei SWC-Wurftrainer Günther Bösl gegeben. Wieder einmal schien es, als würde Regensburgs bester Kugelstoßer, Nils Rößler, seine guten Trainingsleistungen nicht abrufen können. Bis zum letzten Versuch lag er lediglich auf Platz drei in der U 18. Die Erlösung kam mit dem letzten Versuch: 15,92 Meter standen auf der Anzeigentafel – und damit der Sprung auf Rang eins und zur Goldmedaille.

Erfolgreiche Staffeln

Zum zweiten Mal stand in München die 4 x 400-m-Mixed-Staffel auf dem Programm. Auch hier sprang für das SWC-Quartett mit Marion Brunner, Isadoro Cogo Badan, Marco Sächerl und Markus Schwemmer überraschend die Bronzemedaille heraus. Nachdem sie ihren Zeitlauf klar gewonnen hatten, blieben bange Minuten, bis auf der Ergebnistafel die Zeiten des zweiten Zeitlaufs auftauchten und das Resultat fest stand. Nur knapp am Titel vorbei schrammte das Quartett über 4 x 200 Meter der U 20 mit Vincent Hitzler, Julian Donhauser, Moritz Geldhäuser und Elias Hammouche. Erst auf den letzten Metern zog die Staffel der LG Main Spessart am SWC vorbei und holte mit zwei Hundertstel Sekunden Vorsprung Gold vor den Regensburgern.

Zwei Medaillen gab es auch für die 15-Jährigen: Silber holte SWC-Lauf-Ass Vincent Schäfer dank kluger Renneinteilung und einem tollen Endspurt über 3000 Meter (10:03,53). Bayerische Vizemeisterin wurde auch Stabhochspringerin Kati Ertl mit persönlicher Bestleistung von 2,90 Meter. An der Drei-Meter-Marke, die gleichbedeutend mit der DM-Qualifikation gewsen wäre, scheiterte sie noch knapp.

Medaillensammler

  • Bronzemedaillen:

    Auf Platz drei für den SWC kamen Hochsprungsieger Achhammer mit 7,56 Sekunden (Vorlauf 7,46) über 60 Meter in der Altersklasse M 15, die 4 x 400-Meter-Mixed-Staffel mit Schwemmer, Logo Bodan, Brunner und Sächerl (3:48,73) sowie Geher Wolfgang Scholz bei seinem ersten SWC-Einsatz über 5000 Meter.

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