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REGENSBURG

Torflut in allen Jugend-Partien

In der Handball-Bayernliga der A-Juniorinnen behielt die SG Mintraching/Neutraubling mit 35:21 (19:9) die Oberhand über Schlusslicht TSV Schleißheim.

In der B-Jugend im Rückraum, in der A-Jugend auf Linksaußen: Regensburgs Clara Richthammer. Foto: Christian Brüssel
In der B-Jugend im Rückraum, in der A-Jugend auf Linksaußen: Regensburgs Clara Richthammer. Foto: Christian Brüssel

REGENSBURG.„Für mich war es ein entspanntes Spiel, kommt ja selten genug vor“, wusste Coach Klaus Schäfer den Kantersieg einzuordnen. Bis zum Jahresende würde nun aber eine Herausforderung nach der anderen folgen. „Schleißheim hatte die B-Jugendlichen dabei, konnte aber mit ihrer 6:0- und 5:1-Abwehr keinen großen Widerstand leisten“, analysierte Schäfer. Alles andere hätte keinen Sinn gemacht: „Eine kurze Deckung tut uns nix, Schleißheim hätte dann schon zwei oder drei ansetzen müssen – das kannst du vergessen“. Ähnlich im Vorteil war seine Truppe am eigenen Kreis: „Wir haben den Gegner zu Fehlern gezwungen, dann kommt unsere erste und zweite Welle ins Laufen – das ist ja unser Ding.“

Auch Ligarivale ESV 1927 Regensburg konnte seine Tormaschine ins Rollen bringen. Jedoch hatte die Truppe von Robert Torunsky beim 36:33 (21:20)-Heimsieg über den HCD Gröbenzell deutlich mehr Gegenwehr zu brechen. Der Vorletzte hatte sechs Akteure vom Jugend-Bundesligakader aufgeboten, was ganz im Sinne des Trainers war: „Meine Mädels sollen gefordert werden, die Ausbildung steht heuer im Hinblick auf die beiden nächsten Jahre absolut im Vordergrund.“ Gröbenzell stellte das ältere und vor allem körperlich klar überlegene Team. Die sagenhafte Trefferflut bis zur Pause sei weniger den Defiziten in der Abwehr geschuldet, sondern in der Durchschlagskraft beider Angriffsreihen begründet gewesen, resümierte Torunsky. Am eigenen Kreis überzeugte Evi Höllriegl „als sehr entschlossen hinlangender ‚Einser‘“, vorne brillierte Linkshänderin Annalena Kessler mit der Ausbeute von zehn Treffern bei elf Abschlüssen.

Im „Vorspiel“ konnten die B-Juniorinnen des ESV 1927, ebenfalls unter der Regie von Robert Torunsky, ihre Ernte einfahren. Dank des 33:32 (16:16) über den HT München zogen die Blau-Schwarzen in der Bayernliga-Tabelle mit dem Siebten aus Oberbayern nach Punkten gleich. „Immer in Bestbesetzung würden wir besser dastehen“, relativiert Torunsky die Momentaufnahme nach einem Drittel der Saison. Gegen die Münchner Gäste konnte er zum zweiten Mal aus dem Vollen schöpfen: „Mit Alina Just, Mia König und Clara Richthammer ist unser Rückraum schon eine andere Hausnummer“. Am gegnerischen Kreis war somit viel Druck zu erzeugen: „Wir haben den Ball schnell laufen lassen und die Zweikämpfe gewonnen.“ Das Durchsetzungsvermögen sei nötig gewesen, weil hinter der anfälligen Abwehr die Torfrauen wenig Fangglück hatten. Clara Richthammer trumpfte mit 16 Treffern groß auf. Die Weidenerin pendelt für die A- und B-Junioren nach Regensburg. (owi)

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