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WEITSPRUNG

Treffpunkt verpasst

Michelle Weitzel braucht Zeit und Geduld für das gewünschte Ergebnis.

Noch fliegt Michelle Weitzel nicht so weit, wie sie es sich wünscht.

REGENSBURG. Es begann mit viel Luft am Balken und endete mit Kopfschütteln, als Michelle Weitzel die Grube verließ. Der Weitspringerin gelang in den sechs Durchgängen nicht der befreiende Sprung. Unzufrieden war die 24-Jährige von der LG Telis Finanz aus Regensburg dennoch nicht. „Ich bin schnell“, sagte Weitzel. „Und die Kulisse war der Wahnsinn.“ Noch freilich passen die Geschwindigkeit und die Suche nach dem Treffpunkt am Brett nicht zusammen. „Über die Weite müssen wir natürlich nicht reden“, sagte Weitzel. 6,36 Meter bedeuteten Rang zwei hinter der chinesischen Junioren-Vize-Weltmeisterin Wupin Wang (6,49).

30 Zentimeter bräuchte es bis zur deutschen Meisterschaft in zwei Wochen, um zur Europameisterschaft zu kommen, 6,64 Meter hat Michelle Weitzel nach einem rasanten Aufstieg im vergangenen Jahr geschafft – und die Olympianorm beträgt 6,75 Meter. Trainerin Steffi Pietsch ist optimistisch: „Die Fußverletzung von Wesel vor einer Woche hinderte Michelle mehr, als sie es zugeben mag. Wir brauchen Geduld.“ Das Duo hat auch sofort die nächsten Pläne gefasst. „Für Michelle war das erst der dritte Wettkampf“, sagt Pietsch. Den vierten wird sie in Mannheim am Samstag bestreiten, wo die beste deutsche Konkurrenz wartet, die größtenteils auch noch auf ihre Weiten wartet. Und wenn die Luft am Balken schwindet, wird aus dem Kopfschütteln bald ein Strahlen. (cw)

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