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Judo

TSV nimmt Konkurrenz sehr ernst

Die Abensberger Gegner haben sich für die neue Saison kräftig verstärkt. Am Samstag geht es zum Start gleich gegen den Mitfavoriten Großhadern
Von Dieter Krelle, MZ

Der TSV setzt in dieser Saison insbesondere auf Dimitri Peters. Foto: dpa

Abensberg. „Das ist ungefähr so, als würde Novak Djokovic im Wimbledonfinale gegen Rafael Nadal mit 1:0 und Break vor führen“, beschreibt Otto Kneitinger den gewichtigen Vorteil, den der deutsche Judo-Rekordmannschaftsmeister TSV Abensberg in den letzten zwölf Jahren genoss. Mit dem Rücktritt von Andi Tölzer ist die sichere nationale Zweier-Bank, für die der Schwergewichts-WM- und Olympia-Dritte garantierte, weg. „Das ist für uns die größte Herausforderung“, sagt der Sportmanager der Babonen vor dem Start in die neue Saison am Samstag um 17 Uhr beim ehrgeizig verstärkten TSV Großhadern, der 2001 letztmals den Meister-Pokal holte. „Das ist ein tief sitzender Stachel“, sagen die Trainer-Verantwortlichen Ralf Matusche und Gerhard Dempf.

Um den herauszuziehen, haben sich die Haderner mit einem vom geschäftlich erfolgreichen oberfränkischen Ex-Kämpfer Henrik Schumacher verpflichteten deutschen Klassetrio auf ihren Problempositionen verstärkt: Igor Wandtke (73 kg), Alexander Wieczerzak (81 kg) und Aaron Hildebrand (90 kg) sollen es richten. Zur vermeintlichen heimischen Punktebank Tobias Englmaier (60 kg) und Talenten wie Christoph Köberlin (60 kg), Julian Kolein (73 kg), Daniel Binder (81 kg) oder Christian David (100 kg) gesellen sich internationale Rückversicherungen wie der slowenische EM-Dritte Rok Draksic (73 kg), der Brite Colin Oates (66 kg), die Ungarn Laszlo Csaknai (81 kg) und Barna Bor (+100 kg) oder die Schweden Markus Nyman (90 kg), Martin Pacek (100 kg).

„Wir haben uns schon lange wieder ernstzunehmende Konkurrenz gewünscht“, heißt es beim siebenfachen Europacup-Rekordsieger, wo Otto Kneitinger nur das Fehlen des verletzten Olympiasiegers Ilias Iliadis bedauert: „Er war viele Jahre unsere zweite Galionsfigur.“ Diese Rolle werden neben Robert Dumke (90 kg) und dem von längerer Verletzung genesenen WM- und Olympiadritten Dimitri Peters (100 kg) in erster Linie die international erfahrenen EM-Dritten Georgii Zantaraia (66 kg) und Mikki Ungvari (73 kg) sowie Europameister Lukas Krpalek (100 kg) ausfüllen müssen.

An ihnen werden sich die Talente wie Manuel Scheibel und Philip Graf (60 kg), Sebastian Seidl (66 kg) und Gerhard Zeitler (66 kg) oder David Krämer (73 kg) und Simon Matischek (81 kg) orientieren können, für die die EM-Starter Christopher Völk (73 kg) und der EM-Dritte Sven Maresch (81 kg) ebenso wichtige moralische Stützen sind wie der Amerikaner Trevis Stevens (81 kg) oder Dominik Gerzer (100 kg). „Wir sind wie immer voll fokussiert“, ist Trainer Radu Ivan vom Team überzeugt, dem aber nicht nur Großhadern, sondern auch der ebenfalls gezielt verstärkte Vizemeister KSV Esslingen den 20. Meistertitel streitig machen wollen.

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