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Handball

TuS Metzingen II war ein Nummer zu groß

Frauen-Drittligist ESV 1927 Regensburg verliert zum Vorrundenausklang. Männer-Landesligist Cham beendet den Auswärtsfluch.
Von Gerd Winkler

Chiara Zellner bildete in Metzingen mit Andrea Poschenrieder das Torhüterduo. Franzi Ruzicka ist verletzt.Foto: Nickl

Regensburg.Am letzten Vorrundenspieltag der Dritten Liga Süd ist es für die Handballfrauen des ESV 1927 Regensburg so gekommen, wie man im Vorfeld befürchten musste: Der gastgebende TuS Metzingen II lief mit einem etablierten Quintett aus dem spielfreien Erstliga-Kader auf. Folgerichtig standen die ersatzgeschwächten Eisenbahner auf verlorenem Posten: Der schnelle 3:10-Rückstand (9.) mündete in eine respektable 25:34 (12:19)-Niederlage.

„Im Vergleich zum Video hat fast keine gespielt, von der Torhüterin angefangen“, kommentierte Trainer Stefan von Frankenberg die Vorbereitung auf die gegnerischen Personalien: „Das waren wirklich zwei Klassen Unterschied“. In Metzingens Gehäuse war die Nummer zwei des Bundesliga-Teams, Isabell Roch, von außen kaum zu bezwingen. Auf dem rechten ESV-Flügel kam Mirela Negrutiu-Chirila nicht zu einem Treffer. In der Anfangsviertelstunde wurde der Rumänin bei vier Würfen der Zahn gezogen. Metzingens erstliga-erprobtes Rückraum-Trio Stina Karlsson (4 Feldtore), Delaila Amega (7) und Maren Weigel (2) war ebenso wenig zu bändigen wie Kreisläuferin Annika Ingenpass (8).

Spielpraxis an oberster Stelle

TuS-Trainerin Edina Rott stellte klar, „dass es bei uns darum geht, dass die fünf Spielerinnen in der Zweiten Spielpraxis brauchen“. Es sei klar, „dass es schwierig ist, gegen uns zu spielen“, , wenn die Personalien einmal so ausgereizt werden. Rott räumte freimütig ein: „Ohne die fünf hätten wir das Spiel nicht gewonnen.“ Für weitere Qualität Metzingens sorgte Rechtsaußen Alexandra Kubasta (3), die jahrelang zum Stamm der TuS-Ersten gehörte, aber beruflich bedingt kürzertreten muss.

Sichtlich beeindruckt von der individuellen Klasse sowie von der mannschaftlichen Power lag der ESV nach nicht einmal zehn Minuten 3:10 zurück. Per Auszeit (11.) beruhigte von Frankenberg seine Truppe und sprach Mut zu: „Habt keine Angst, traut Euch was!“ Mit dem 12:19 zur Halbzeit war er einverstanden, „wenn man die erste Viertelstunde wegrechnet“. Schadensbegrenzung war auch das Motto in der Pausenansprache des Trainers: „Wir tun so, als ob wir bei 0:0 anfangen“. Mit 13:15 ging die Devise auf.

Beim Schlusslicht siegreich

Am vorletzten Hinrunden-Spieltag gelang Frauen-Bayernligist SG Mintraching/Neutraubling mit 22:15 (11:3) bei der DJK Rimpar schon der dritte Auswärtssieg in der neuen Klasse. Gegen das im Positionsangriff leicht ausrechenbare Schlusslicht nutzte Coach Wolfgang Völkl die Gelegenheit, unter Wettkampfbedingungen Personelles und Taktisches in Abwehr wie Angriff zu testen: „Wenn nicht bei so einem Spiel, wann dann?“

Für einen Aha-Effekt sorgte der SV Obertraubling in der Frauen-Landesliga. Nach dem Rücktritt von Trainerin Sabrina Steinbeißer gewann man bei Tabellenführer MTV Stadeln mit 35:31 (21:16). Die bisherige Co-Trainerin Petra Gold hatte das Motto ausgegeben: „Bei mir spielt nur, wer 120 Prozent gibt – der Rest sitzt.“ Für Linksaußen Steffi Senft war das genau die richtige Ansage: „Die macht nämlich das wirklich!“

In der Männer-Landesliga beendete der ASV Cham in Helmbrechts nach fünf Pleiten seine schwarze Auswärtsserie. Mit 25:24 (14:9) wurden die Zähler in den Bayerwald geholt. Letztmals wurde im Dezember 2011 Handfestes in Oberfranken eingefahren, als der ASV 28:27 gewann, obwohl damals Torjäger Petr Tahovsky und Keeper „Ebi“ Hejduk gefehlt hatten. Der Schlüssel zum Erfolg war die Kontrolle des oft zweistellig treffenden TV-Torjägers Stefan Wopperer, der nur vier Feldtore warf. In den letzten 60 Sekunden überstand Cham eine Strafzeit schadlos.

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Handball

  • 3. Liga Süd, Frauen: TuS Metzingen II – ESV 1927 Regensburg 34:25 (19:12). Spielfilm:

    5:1, 7:3, 12:4, 14:6, 17:7, 18:9, 19:12 – 21:13, 23:15, 25:17, 28:18, 30:20, 31:24, 34:25. 3/3 – 7/7. 2 – 2. Weber 9/6, F. Peter 7/1, Albescu, Bertuccini, Brockschmidt je 2, Drachsler, Baumgardten, Vlachova.

  • Bayernliga, Frauen: DJK Rimpar – SG Mintraching/Neutraubling 15:22 (3:11). Spielfilm:

    0:5, 2:7, 3:11 – 8:12, 10:15, 12:17, 14:19, 15:22. 7/4 – 1/1. 4 – 8. Völkl-Simbeck 5, M. Stöhr, Nüßle je 4, C. Stöhr 2, Kuchlmaier 2/1, Erös, Bauer, Quint, Sölch, Kraus.

  • Landesliga Nord, Frauen: MTV Stadeln – SV Obertraubling 31:35 (16:21). Spielfilm:

    3:2, 4:6, 6:8, 7:11, 10:12, 12:14, 14:18, 16:21 – 19:22, 21:24, 23:26, 24:29, 27:30, 30:31, 31:35. 7/6 – 3/2. 6 – 8. Adam 11/1, Schmidt 7, Schuster 4, Mühlbauer 3, Gold 3/1, Bindl, Senft je 2, Schillinger, Neumeier, Hauer.

  • Landesliga Nord, Männer: TV Helmbrechts – ASV Cham 24:25 (9:14). Spielfilm:

    1:3, 2:6, 4:8, 6:10, 8:12, 9:14 – 11:16, 13:18, 17:19, 19:21, 21:23, 23:23, 23:25, 24:25. 6/3 – 6/4. 10 – 10. Steif 7/2, Tahovsky 5/1, Klima 4, Pelikan 3, Soukup 3/1, Kagermeier, Wittmann, Geißler.

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