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Eiskunstlauf

Überzeugende ECR-Jungs holen einen Pokal

Leon Kraiczyk fehlt beim Deutschland-Pokal nur ein Hundertstel zu Platz zwei. Die Saison war ein „Quantensprung“.
Von Claus-Dieter Wotruba

Drei in den Top sechs und Leon Kraiczyk (3. v. l.) als Dritter auf dem Treppchen: Die ECR-Crew lieferte ein Topergebnis. Foto: Kraiczyk
Drei in den Top sechs und Leon Kraiczyk (3. v. l.) als Dritter auf dem Treppchen: Die ECR-Crew lieferte ein Topergebnis. Foto: Kraiczyk

Regensburg.Eiskunstlauf ist eine mädchendominierte Sportart – nicht nur beim EC Regensburg. Beim Deutschland-Pokal in Dortmund aber waren es die männlichen Teilnehmer aus Regensburg, die am meisten auf sich aufmerksam machten.

Bundeskader-Athletin Sophia Gienger fehlte auch beim letzten großen Höhepunkt der Saison verletzt und muss ihren Kaderstatus bei einem Athletik-Lehrgang bestätigen. Carolin Traub landete als Zwölfte im Nachwuchs B mit ihren 76,55 Punkten in der Mitte des 23er-Feldes und schob sich nach Rang 16 im Kurzprogramm nach vorne. Eva Balduzzi, die noch für Pang startet, aber von Regensburg aus betreut wird und bald offiziell zum ECR gehört, wurde nach Rang vier im Kurzprogramm Achte. „Ihre Kür ist noch nicht so stabil“, sagte Trainerin Nicole Brünner, die seit September als Assistentin der Nachwuchs-Bundestrainerin arbeitet und sich langsam aus dem ECR-Geschehen zurückzieht.

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Eine Regensburgerin hilft beim Neustart

Der deutsche Verband sieht sich als Gewinner der Fördergeld-Reform und will auch mit Nicole Brünner professioneller werden.

Am bemerkenswertesten aber trat Leon Kraiczyk auf. Im Nachwuchs der Jungen war nur der Oberstdorfer Davide Calderari mit seinen 123,82 Punkten weit entfernt. „Der kann auch alle Dreifachen“, sagt Brünner. Dahinter hätte Leon Kraiczyk kommen können: Mit 107,66 Punkten fehlte ihm exakt eine Hundertstel zum zweiten Rang, den der Berliner Arthur Mai belegte. „Platz drei ist super“, sagt Brünner.

Zumal auch der Rest der Regensburger Boygroup in Dortmund überzeugte: Kraiczyks Zwillingsbruder Loris landete mit 89,53 Punkten direkt vor Luca Fünfer (Brünner „Bei ihm lief es im Kurzprogramm nicht so, in der Kür schon“) Rang fünf. Und auch dessen Bruder Tim Fünfer („Er konnte mit, weil ein Platz frei war“) sammelte an Position 14 im 16er-Feld wichtige Erfahrungen. „Loris hat den Dreifach-Salchow und den Doppelaxel geschafft“, freute sich Brünner und bilanzierte für die beiden Kraiczyks: „Beide haben in dieser Saison einen Quantensprung gemacht.“ Eine Kadernominierung ist jedoch für Leon Kraiczyk bei der derzeit hohen Anforderung von 115 Punkten ein Stück weit entfernt.

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Sophia Gienger heißt die ECR-Hoffnung

Der ECR steht vor dem Umbruch, weil Trainerin Nicole Brünner Verantwortung im deutschen Nachwuchs übernimmt.

Die Regensburger verzichteten wegen der Coronavirus-Neuigkeiten fast vollzählig an einer Teilnahme an den bayerischen Jahrgangsmeisterschaften, die in Oberstdorf am Freitag starteten. Damit verliert der ECR auch den Karl-Klötzer-Pokal, den die Regensburger in den vergangenen sieben Jahren sechsmal gewonnen hatten. „Es hätte wohl wieder gereicht“, sagt Brünner.

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