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Futsal

US-Profi macht Laune beim Futsal

Florian Jungwirth war Stargast im Feriencamp des SSV Jahn 1889. Auch Futsal-Nationalspieler Luca Piga sorgt für Profifaktor.
Von Claus-Dieter Wotruba

Spiel und Spaß waren Trumpf beim Futsal-Feriencamp mit US-Fußballprofi Florian Jungwirth. Foto: Brüssel
Spiel und Spaß waren Trumpf beim Futsal-Feriencamp mit US-Fußballprofi Florian Jungwirth. Foto: Brüssel

Regensburg.Es war ein Familienbesuch, von dem nicht nur die Familie etwas hatte. Weil sein Bruder Dominik in der U 13 der Futsaler des SSV Jahn 1889 kickt, setzte Florian Jungwirth das von seinem in Nittendorf lebenden Vater initiierte Vorhaben um, beim Feriencamp der Futsaler des SSV Jahn 1889 mitzumischen. Rund 40 Kinder und Jugendliche genossen den Tag mit dem Fußballprofi, der im 1860-Nachwuchs groß wurde, einst mit der deutschen U 19 Europameister war, mit Dresden in die 2. Liga aufstieg und schließlich mit Darmstadt 98 sogar in die Bundesliga kam und dort auch 35 Mal für die Hessen auflief. Ende Januar 2017 erfüllte sich Jungwirth dann einen Traum und spielt seither in der Major League Soccer (MLS) in den USA für die San Jose Earthquakes.

„Es hat richtig Spaß gemacht. Die Kids waren topmotiviert und es war schon gute Qualität da“, sagte Jungwirth, der gemeinsam mit Futsal-Nationalspieler Luca Piga für den Profifaktor des Feriencamp-Tages in der Sporthalle in der Prüfeninger Straße sorgte. „Die Übungen wurden gut ausgeführt und waren gut zu erklären. Man hat gesehen, dass jeder was kann mit dem Ball. Das bringt natürlich dem Trainerteam und den Spielern Spaß.“

An den Stationen, an denen zum Beispiel spezielle Futsal-Übungen mit der Sohle mit vielen Wiederholungen immer wieder eingeschliffen wurden, setzte der SSV Jahn 1889 mit seinen Trainern seine Bemühungen fort, Futsal auch im Nachwuchs vorwärtszubringen. Eine U 15 und eine U 13 nehmen inzwischen am Spielbetrieb teil und eine Kooperation mit den Fußballmädchen des SC Regensburg läuft beim Futsal-Regionalligisten, der 2017 im zweiten Jahr seines Bestehens sofort deutscher Meister geworden war.

Florian Jungwirth kennt Futsal aus seinen Jugendfußballtagen kaum. „Wir haben das ein, zwei Mal in der Schule gespielt. Es war einfach nicht so bekannt“, sagt der US-Profi. „Ich finde Futsal aber supersuperinteressant. Wenn man es für das Fußballspiel auf dem Platz sieht, sind so viele Elemente dabei, die dich unglaublich verbessern können: Technik, Reaktionsvermögen, Lösungen finden, weil man immer den Ball hat und Druck kriegt.“

Auch in den USA, die in der Weltrangliste offiziell derzeit nicht geführt werden, weil das Nationalteam seit mehr als zwei Jahren nicht mehr aktiv war, ist Jungwirth Futsal nicht groß aufgefallen. „Ich habe noch nie etwas gesehen. Das ist schade, weil da doch eigentlich viele Südamerikaner leben. Insgesamt habe ich eine sehr hohe Meinung vom Futsal. Und ich glaube, dass sich da bald etwas tun wird und es vielleicht sogar eine kleine Euphorie gibt.“

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