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Basketball

Versöhnliches Saisonende für die Baskets

Einem durchwachsenen Saisonbeginn folgt ein fulminanter Schlussspurt. Das Mayer-Team belegt am Ende Rang fünf.

Verlässliche Stammkraft: Johannes Heid trifft gegen Amberg fünfmal von der Dreipunktelinie und erzielt insgesamt 21 Punkte. Foto: Brüssel
Verlässliche Stammkraft: Johannes Heid trifft gegen Amberg fünfmal von der Dreipunktelinie und erzielt insgesamt 21 Punkte. Foto: Brüssel

Regensburg. Im letzten Saisonspiel ist den Herren der Regensburg Baskets auswärts beim TV 1861 Amberg der zwölfte Saisonsieg geglückt. Trotz einer eher schwachen Wurfquote entschieden die Regensburger das Oberpfalzderby am Ende deutlich mit 90:61 für sich. Damit beendet Regensburg die Saison auf dem fünften Tabellenplatz der Basketball Bayernliga Mitte.

Die Mannschaft blickt zurück auf eine nicht immer einfache Spielzeit, die nun durch einen starken Schlussspurt versöhnlich zu Ende gebracht wurde.

Während es gegen Amberg für Regensburg nur noch um die endgültige Platzierung der Tabelle ging, stand für den TV Amberg der Verbleib in der Liga auf dem Spiel. Dementsprechend engagiert traten die Gastgeber zunächst auf und überraschten die das Baskets-Team um Spielertrainer Thomas Mayer mit einer unangenehmen Zonenverteidigung. Gegen die weit absinkenden Amberger gab es zwar immer wieder offene Würfe, doch die Trefferquote ließ zu wünschen übrig. Amberg hingegen scorte immer wieder durch Schnellangriffe. Zur ersten Viertelpause lag Regensburg mit acht Punkten zurück.

Im folgenden Spielabschnitt riss das Mayer-Team das Ruder herum und brachte Amberg in große Bedrängnis. Die Ansprache des Trainers hatte gewirkt und zu einer deutlichen Steigerung des Einsatzes in der Defensive geführt, so dass die Hausherren kaum mehr einfache Wurfchancen bekamen. In der Offensive zeigte sich auf Seiten der Baskets nun auch deutlich die individuelle Überlegenheit des ausgeglichenen Regensburger Zwölf-Mann-Kaders. Einmal in Fahrt war Regensburg nicht mehr zu stoppen. Zur Halbzeit stand es 38:32 für die Gäste.

Amberg kollektiv überfordert

Auch in der zweiten Halbzeit bestimmten die Gäste das Spiel. Das gesamte Regensburger Team war nun auf Betriebstemperatur – Amberg dagegen kollektiv überfordert. Bei einer ausgewogenen Mannschaftsleistung stachen vor allem der wiedergenesene Franz Vilsmeier mit zwölf Punkten und die Regensburger Stammkraft Johannes Heid mit 21 Zählern heraus.

Beide trafen sowohl von der Dreierlinie als auch am Brett gut. Regensburgs Starter auf der Centerposition Felix Eberhardt war zwar früh foulbelastet, steuerte aber ebenfalls zwölf Punkte bei. Bei weiter konstant guter Defensivarbeit baute das Team von Trainer Mayer die Führung auf teilweise bis zu dreißig Zähler aus, vor dem letzten Spielabschnitt stand es 66:39.

Regensburg ließ im vierten Viertel kaum nach. Souverän wurde der Vorsprung – nun zum Teil auch von den jüngeren Baskets-Spielern – über die Zeit verwaltet. Am Ende war es ein deutlicher 90:61-Pflichtsieg.

Spielertrainer Mayer war zufrieden mit seinen Jungs und konnte sie mit einem guten Gefühl in die Sommerpause entlassen. Der TV 1861 Amberg dagegen ist wohl noch einmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Dank der Niederlagen der Konkurrenz belegen sie nun Platz zehn von zwölf und halten wohl die Liga.

Wohl Abschied von Markus Höß

Ein besonders emotionaler Moment war das Ende des Spiels für den erfahrensten Spieler in den Reihen der Regensburger. Markus Höß. Der Forward und Dreierspezialist der Baskets und parallel Erfolgscoach der ersten Damenmannschaft machte möglicherweise sein letztes Spiel in der Bayernliga und bedankte sich bei seinen Mitspielern für die tolle Saison.

Auch Mayer wandte sich an die Mannschaft und fand lobende Worte. Dabei sah es während der Saison nicht immer so aus, als ob man am letzten Spieltag zufrieden sein könnte. Als Absteiger aus der zweiten Regionalliga galt Regensburg als eines der besseren Teams der Liga. Dem wurde man gerade nicht immer gerecht.

Der Trainerwechsel, personelle Veränderungen und viele Verletzungen erschwerten den Liga-Alltag. Die Baskets verloren immer wieder Spiele, in denen sie eigentlich individuell überlegen waren. Erst gegen Ende der Saison fand sich die Mannschaft und gewann sechs der letzten sieben Spiele. Zwar hatte man gegen Teams wie Augsburg oder den verdienten Meister Neumarkt kaum Chancen, doch im letzten Drittel der Saison zeigte Regensburg, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.

Mayer dankt Verantwortlichen

Abzuwarten bleibt, welche Mannschaft für die Spielzeit 2018/19 zur Verfügung steht.

Sollte der Kern der Truppe zusammen bleiben, dürfen sich die Zuschauer auf eine aufregende Bayernliga-Saison freuen. Für dieses Jahr jedenfalls ist Trainer Thomas Mayer mit dem fünften Platz zufrieden, auch wenn man sicher etwas neidisch auf die Damen blickt, die Bayernliga-Meisterinnen wurden. Nach der Begegnung war es Mayer wichtig, seinen Dank an alle auszusprechen, die den Spielbetrieb in der Bayernliga erst ermöglicht haben. Dazu zählte er ausdrücklich „die Mannschaft, den Verein und alle Unterstützer, Zuschauer, Helfer und Freunde der Regenburg Baskets“.

So feierten die Baskets-Damen die Meisterschaft.

Baskets-Notizen

  • Regensburger Korbjäger

    gegen Amberg: Joha 4 Punkte, Caro Puentes 3 (ein Dreipunktewurf), Heid 21 (5), Güttler 7 (1), Weigel 9 (1), Eberhardt 12, Vilsmeier 12, Schildbach 9 (1), Buder 3, Cristmann, Mayer 8 (2) sowie Höß 2.

  • Thomas Mayer

    erzielte mit 209 Punkten (19 Spiele/Schnitt 11,0) diese Saison die meisten Punkte für die RT, gefolgt von Johannes Heid mit 174 Punkten (17 Spiele/Schnitt 10,2) und Roman Schildbach mit 160 Punkten (13 Spiele/12,3).

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