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VKKK: Anerkennung für Marco Sturm

Der Eishockey-Silbermedaillen-Gewinner wird vom VKKK Ostbayern für sein soziales Engagement und 6000-Euro-Spende gewürdigt.
Von Dieter Krelle

VKKK-Botschafter Marco Sturm und Geschäftsführer Günther Lindner (r.) Foto: Tino Lex
VKKK-Botschafter Marco Sturm und Geschäftsführer Günther Lindner (r.) Foto: Tino Lex

Regensburg.„Für mich ist ein solcher Antrag schon etwas Besonderes“, beschreibt Marco Sturm, der 2018 als Trainer mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft Olympia-Zweiter wurde und somit in den sportlichen Helden-Status aufgestiegen ist, die ihm vom Verein zur Förderung krebskranker und körperbehinderter Kinder in Ostbayern e. V. (VKKK) angetragene Botschafter-Rolle. „Soziale Projekte zu unterstützen, ist für mich immer ein Anliegen“, sagt der im November 2018 als Trainer in die Nordamerikanische Hockeyleague (NHL) zurückgekehrte Dingolfinger, der seinen Heimaturlaub stets in Landshut verbrachte.

Als Assistent-Coach der ruhmreichen Los Angeles Kings, die in der vergangenen Saison als schwächstes Team der West-Liga ein sportliches Horrorjahr durchlebten, will der Niederbayer auf „verbrannter Erde“ neue Wachstums-Impulse setzen.

Sehr erfolgreiche 15 Jahre im nordamerikanischen Profieishockey und die grandiose Olympia-Saison 2018 mit Sensations-Silber im koreanischen Pyeongchang waren für den DEB-Nationaltrainer ein gutes Sprungbrett zurück über den großen Teich, wo ja seine Kinder aufgewachsen sind. Nach Ralph Krüger ist der bald 41 Jahre alt werdende Marco Sturm erst der zweite Deutsche, der ein Traineramt in der NHL innehat.

Zwei Spielzeiten in Kalifornien

„Ich will täglich besser werden. Das hat mich seit Beginn meiner aktiven Karriere angetrieben und auch meine Arbeit als DEB-Nationaltrainer maßgeblich geprägt“, sagt der Eishockey-Enthusiast, der in seinem geliebten Kalifornien zumindest zwei Spielzeiten an der Wiederauferstehung der LA Kings mitwirken will. „Das wird harte Arbeit, genau das liebe ich“, freut er sich auf die Rückkehr in etwa zwei Wochen nach Amerika.

Zuletzt war er in Europa auf Erkundungstour. Beim Termin in Regensburg ließ sich der Niederbayer von VKKK-Vorsitzendem Professor Dr. Franz Josef Helmig und Geschäftsführer Günther Lindner über die vielfältigen Aufgaben des vor 30 Jahren in Lappersdorf gegründeten Vereins informieren, der jährlich zwischen 10 000 und 12 000 Eltern in den 23 Zimmern des Elternhauses das Verbleiben bei ihren in der Klinik behandelten Kindern ermöglicht. „Spenden, auch die allerkleinsten, die genauso von Herzen kommen, sind das A und O unserer Arbeit“, sagt Helmig. „Doch die 350 000 Euro, die uns MZ-Verlagsleiter Martin Wunnike mit seinen Zirkusgala-Initiativen eintrieb, waren für unsere Arbeit höchst bedeutsam.“

In solche Dimensionen dringt die Marco-Sturm-Stiftung natürlich nicht vor. Dennoch war der 6000-Euro-Scheck, den Josef Hiendl und Geschäftsführer Johann Sturm im VKKK-Gebäude übergaben, mehr als nur eine Geste.

„Ich habe mir zum Ziel gesetzt, Kindern zu helfen, Leid zu mindern oder zumindest ein wenig Hoffnung zu schenken. Der Lohn für diese Arbeit sind die strahlenden Kinderaugen und genau das ist es, was meine Stiftung erreichen will, um schnell, unbürokratisch und ohne Umwege Direkthilfe an krebskranken Kinder und deren Familien zu leisten.“ Die meiste Arbeit hat damit der aus Dingolfing wirkende Vater.

Unverzichtbare Initiativen

„In der Region warten viele Kinder auf solche Hilfen“, weiß Geschäftsführer Günther Lindner, der die sozialen Initiativen rund um das Kinderhaus als unverzichtbar würdigt, ebenso das Betreuungspersonal für das Elternhaus, dem er hohen Einsatz bescheinigt – und das im Sieben-Tages-Rhythmus. Knapp eine Million Euro betrugen 2018 die Gesamteinnahmen des Vereins, von denen 240 000 dem wirtschaftlichen Geschäftsbereich (Elternhaus) zuflossen.

In Zusammenwirken mit KUNO und der benachbarten Leukämiehilfe, bei der vier Appartements für 15 Jahre geordert wurden, könnte eine leichte Entspannung in der Belegung erreicht werden. Für die rund 70 Kinderkrebsfälle pro Jahr soll demnächst ein Spielplatz errichtet werden. Und dann träumen die Initiatoren von einem Nachsorge-Zentrum mit Streichelzoo für die Kinder und deren Eltern.

Marco Sturm

  • Stationen:

    Zwischen 1997 und 2012 stolze 1006 Spiele für die San Jose Sharks, Boston Bruins, Los Angeles Kings, Washington Capitals, Vancouver Canucks und Florida Panthers

  • National:

    184 Spiele in der Deutschen Eishockey Liga für EV Landshut, ERC Ingolstadt (Lockout) und die Kölner Haie

  • Nationaltrainer:

    Von Juli 2015 bis November 2018 Nationaltrainer und General Manager, seitdem Assistenztrainer bei den LA Kings

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