MyMz

Leichtathletik

Watter-Sportfest feiert Jubiläum

1979 feierte das Sportfest Premiere – heute ist es eines der wichtigsten Jahrestreffen der bayerischen Leichtathleten.

Benedikt Huber beim Watter-Sportfest 2018 Foto: Kiefner
Benedikt Huber beim Watter-Sportfest 2018 Foto: Kiefner

Regensburg.Kurt Ring, Teamchef der LG Telis Finanz Regensburg und langjähriger Organisator des Rolf-Watter-Sportfests, ist noch einer der ganz wenigen, der die gesamte Geschichte des Traditionsmeetings, das in diesem Jahr erneut am Muttertag im Regensburger Uni-Stadion stattfindet, kennt.

„Rolf Watter war mein erster Trainer, damals noch bei der Regensburger Turnerschaft, und einer der Hauptinitiatoren der 1970 gegründeten LG Regensburg. Eine heimtückische Krankheit riss den 43-Jährigen 1979 aus einem Leben, das zu vielen Teilen dem Sport gewidmet war. Alle in der Vorstandschaft der LG waren damals sofort der Meinung, dass die alljährliche Bahneröffnung schon ab dem darauffolgenden Jahr Rolf-Watter-Sportfest heißen sollte“, resümiert der LG-Sportchef.

800-Meter-Sieger erhält Rolf-Watter Pokal

So hat sich die Veranstaltung im Lauf von nun vier Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Jahrestreffpunkte der bayerischen Leichtathleten gemausert, bei dem der Sieger des 800-Meter- Laufes immer den Rolf-Watter Pokal erhält. Watters heimliche Lieblinge waren nämlich stets die Läufer und er selbst 800-Meter-Spezialist. Deshalb mag es auch keinen verwundern, dass am Sonntag ein Lauf besonders heraussticht. Teamchef Kurt Ring bittet um 17.55 Uhr fast seine gesamten Läufer mit etlichen deutschen Meistern an die Startlinie über die abschließenden 3000 Meter.

Bereits um 12 Uhr beginnt die Veranstaltung traditionell mit den Kurzhürden. Die Münchnerin Pauline Huber von den LG Stadtwerken könnte ihnen als gestandene Läuferin der erweiterten deutschen Spitze den Stempel aufdrücken. Ab 13 Uhr folgt dann der fast zweieinhalbstündige 100- und 200-Meter-Sprintblock. Dort werden die beiden Jugendtalente Fabian Olbert (LG Stadtwerke München, Bestleistung 10,60 Sekunden) und Nick Kocevar (TSV Bad Endorf, Hausrekord von 21,49 Sekunden) auf der doppelt so langen Distanz dem bayerischen Meister Aleksandar Askovic (LG Augsburg), der eine 10,49 und 21,16 mitbringt, das Leben schwermachen.

Amelie-Sophie Lederer ist Favoritin im Damen-Sprint

Schnellste Sprinterin sollte die Fürtherin Amelie-Sophie Lederer (LAC Quelle) sein, die im vergangenen Jahr immerhin 11,65 Sekunden gelaufen ist. Über 200 Meter wird die Jugendliche Mona Mayer (MTV Ingolstadt) versuchen, die 24,00-Schallmauer zu überwinden. Ihr Teamkollege Samuel Werdecker ist mit seinen 47,76 Sekunden Favorit über die 400 Meter.

Eindeutiger Anwärter auf den Rolf-Watter-Pokal, Startzeit 15.50 Uhr, sollte Samuel Blake (LG Stadtwerke München) sein. Bei den Damen wird die Jugendliche Susanne Brüning (LG Landkreis Kelheim) mit einer Bestleistung von 2:11,45 Minuten den Ton angeben. Der eigentliche Höhepunkt kommt allerdings erst am Ende der Veranstaltung. Philipp Pflieger, Simon Boch, Moritz Beinlich, Max Zeus, alle schon deutsche Einzelmeister, werden im Verbund mit ihren Teamkollegen Dominik Notz, Tim Ramdane Cherif und Kevin Key versuchen die ersten schnellen 3000-Meter-Bahnzeiten möglichst nahe an den 8:00,00 Minuten auf die Bahn zu zaubern.

Marathon-Trainer dämpft die Erwartungen

Gelingt ihrer weiblichen Teamkollegin Miriam Dattke der Lauf in neue persönliche Dimensionen, nähert auch sie sich der magischen ersten Zeit unter neun Minuten. „Vorsicht ist trotzdem angebracht. Das letzte Rennen waren die deutschen Halbmarathonmeisterschaften – und zwar für alle und als direkte Vorbereitung ein Trainingslager mit den ersten harten Tempoläufen“, warnt Coach Kurt Ring vor allzu hohen Erwartungen, „die sind derzeit alle hundemüde.“

Im Feld der wieder mehr als 400 Athleten, nicht nur aus Bayern, befinden sich auch herausragende Springer. Im Weitsprung trifft der 7,09-Meter U18-Mann Simon Batz (LG LK Kelheim) auf den Münchner 7,30-Springer Felix Wolter (TSV Gräfelfing). Im Hochsprung zeigt sich der letztjährige deutsche Jugendmeister Lucas Mihota (LG SW München), der stattliche 2,19 Meter mitbringt. Im Stabhochsprung hat Julian Meuer (TSV Gräfelfing) mit 5,10 Meter gemeldet. Beste Springerin sollte Laura Gröll (LG SW München) mit einer Bestleistung von 1,78 Metern im Hochsprung sein. (orv)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht