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Die höheren Ligen beenden die Saison

Dem Einspruch eines Vereins wird nicht stattgegeben. Statt vier gibt es drei zweite Ligen.
Von Dieter Waeber

Birgit Islinger und die Damen der SG Walhalla steigen ab. Foto: Brüssel
Birgit Islinger und die Damen der SG Walhalla steigen ab. Foto: Brüssel Foto: Brüssel/Brüssel

REGENSBURG.Nun ist es amtlich. Die Kegler beenden die Saison auf Bundes- und Landesebene. Sowohl der Deutsche Keglerbund Classic (DKBC) als auch der Bayerische Sportkeglerverband (BSKV) erklärten die Saison am 16. Spieltag, zwei Spieltage vor dem ordentlichen Abschluss, für beendet.

Nachdem der VfB Sangerhausen gegen den vorzeitigen Saisonabbruch Einspruch eingelegt hatte, sicherten beide Verbände ihren Beschluss nochmals durch eine Befragung der zuständigen Entscheidungsgremien ab. Damit wird auch die Bundesligareform wirksam, die eine Reduzierung der bisher vier auf drei zweite Ligen vorsieht.

Aus der Region steigen mit den Damen der SG Walhalla und Rot Weiß Hirschau bei den Männern zwei Erstliga-Teams ohne Einfluss der abgebrochenen Saison in die zweite Bundesliga ab. Raindorf und Amberg bleiben Erstligisten. Die Zweitligisten Gut Holz Bruck bei den Frauen und die Männer vom SC Luhe-Wildenau müssen den Weg in die Bayernliga antreten. Dasselbe gilt auch für die Männer von GH SpVgg Weiden. Nach 23 Jahren Bundesliga steigen die Nordoberpfälzer trotz eines 7. Tabellenplatzes in der 2. Liga Süd/Mitte ab und das kurioserweise durch den SC Regensburg. Der SC erkämpfte sich in der Parallelliga Süd West mit seinem vierten Platz das Recht, zukünftig in der 2. Liga Mitte zu spielen und drückte dadurch Weiden aus der Liga. Neben der SG Walhalla spielen, nach ihrem zweiten Tabellenplatz, die Damen des ASV Fronberg in der zukünftigen 2. Bundesliga Mitte.

Auf Landesebene hielten die Sportclub Damen in der Bayernliga, die BSC Frauen in der Landesliga und die Männer vom TSV Wörth ihre Plätze in der Landesliga. Doch wie geht es weiter? DKBC und BSKV offerieren ihren Optimismus durch einen Terminplan, der die Eröffnung der Saison im September vorsieht. Das darf aber sicher mit Skepsis betrachtet werden. „Kegeln ist zwar durchaus eine nahezu kontaktfreie Sportart, an geregelten Wettkampfbetrieb ist aber aus zwei Gründen noch nicht zu denken. „Zum einen handelt es sich um eine Mannschaftssportart mit Körperkontakt nur über die Kugel, zum anderen um eine Sportart in geschlossenen Räumen“ muss auch der DKBC einräumen.

Mit Hygienemaßnahmen ist sicher ein Trainingsbetrieb möglich, wie die aktuelle Zulassung zum Training für die zwei Nationalkaderspieler Jürgen Pointinger und Oskar Huth beim SC durch die Stadt Regensburg beweist. Mit der Öffnung der Gaststätten im Innenraum und der Zulassung zum Indoorsport wird auch das erweiterte Training unter Wahrung aufgenommen werden können. Für einen normalen Spielbetrieb müsste aber wohl die Abstandsregel fallen. (odw)

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