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Kegelpionier Johann Piendl gestorben

Der Regensburger Kegelpionier Hans Piendl ist vergangene Woche im Alter von 97 Jahren gestorben.

Hans Piendl gehörte bis zu seinem Tod dem Ehrenrat des BSKV an. Seine Meinung war gefragt.  Foto: odw
Hans Piendl gehörte bis zu seinem Tod dem Ehrenrat des BSKV an. Seine Meinung war gefragt. Foto: odw Foto: Waeber/Waeber

Regensburg.Piendl gilt als Pionier des Kegelsports in der Nachkriegszeit der ersten Stunden. 28 Jahre leitete er Verstorbene die Geschicke des Bezirks Oberpfalz und 22 Jahre die des SKV Regensburg. Unter seiner Regie entstand 1972 das Achtbahnen Landesleistungszentrum in der Dechbettenerstraße in Regensburg.

1950 trat Piendl dem Klub Germania bei und übernahm 1952 dessen Leitung. 1955 wurde ihm das Amt des Rechnungsführers beim Sportkegelverein und 1959 das des Sportwartes übertragen. Der steile Karriereaufstieg setzte sich 1960 fort mit seiner Wahl zum Bezirksvorsitzenden, ein Amt das er bis 1988 bekleidete. 1966 übernahm er den Vorsitz des SKV Regensburg und führte diesen zu einem beispiellosen Höhenflug. So verzeichnete der Verein zu Beginn der Ära Piendl nur 180 Mitglieder. Unter seiner der Regie gelang ein Anstieg auf fast 2000 Mitglieder.

Grundlage dafür war auch der Bau der Achtbahnen-Anlage an der Dechbettener Straße. Mit beispielhaftem Einsatz und ohne finanzielle Grundlage gelang es ihm, Politik und Sportgremien von der Notwendigkeit seines Vorhabens zu überzeugen. Im Bezirk überredete Piendl viele private Klubs zum Eintritt in den Verband.

Die technische und sportliche Entwicklung des Kegelsports erfuhr der Jubilar am eigenen Leibe. Wurden anfangs noch 50 Kugeln ins Volle gespielt und mussten die Kegel noch von Hand aufgestellt werden, so entwickelte sich die Wertung im Kegelsport über die 25 Volle und Abräumen bis zum 200 Kugelspiel.

Die Neuerungen seit der Jahrtausendwende zum Spiel Mann gegen Mann verfolgte Hans Piendl skeptisch, aber mit hohem Interesse.

Seine sportliche Laufbahn begleiteten viele Titel bei Bezirks- und Landesmeisterschaften. Er war über Jahrzehnte ein Spitzenspieler bei seiner geliebten Germania. Der Verstorbene war ein bodenständiger Regensburger. Angebote, in den Führungsebenen des bayerischen oder Deutschen Kegelbundes mitzuwirken, lehnte Piendl stets ab. Für ihn hatte die Arbeit für den Verein und die Nähe zur Heimat immer Vorrang.

Neben der Ernennung zum Ehrenvorsitzenden des Vereins und des Bezirkes freute er sich besonders über das Bundesverdienstkreuz und die Ehrennadel des Deutschen Kegelbundes. Bis zu seinem Tod gehörte Hans Piendl dem Ehrenrat des BSKV an. In dieser Funktion nahm er 2019 im Alter von 96 Jahren sogar nochmals an der Mitgliederversammlung des Verbandes in Rain am Lech teil. Der Besuch der Jahreshauptversammlung seines geliebten Regensburger Keglervereins gehörte zu seinem jährlichen Programm. Dort war nicht nur seine Präsenz, sondern auch stets, trotz seines hohen Alters, seine Meinung gefragt. (odw)

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