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Zurück in der höchsten Liga des Bezirks

Mit Trainer Gerhard Vasold gelingt dem Frauen der HG Hemau/Beratzhausen der Aufstieg in die Bezirksoberliga.
Von Gerd Winkler

Die Damen der HG schafften den Einzug in die BOL. Foto: Ireneusz Heppler
Die Damen der HG schafften den Einzug in die BOL. Foto: Ireneusz Heppler

Hemau.Am 23. März 1996 endete mit einer 5:20 (0:8)-Niederlage bei der SG Regensburg der einjährige Abstecher der HG Hemau/Beratzhausen in der Frauen-Bezirksliga. Mit einer niederschmetternden Bilanz von 0:36 Punkten und einer Tordifferenz von minus 237 ging es runter in die Bezirksklasse. Nach dem Abstieg folgte dort ein Daueraufenthalt – zwischenzeitlich drohte wegen der dünnen Spielerdecke sogar der Rückzug vom Spielbetrieb.

Nun, im 40. Jahr des Bestehens von Hemaus Handballabteilung, meldet sich das Team unter der Regie von Trainer Gerhard Vasold in die höchste Klasse auf Bezirksebene – mittlerweile die Bezirksoberliga Ostbayern – zurück. Damit gelang Vasold das gleiche Kunststück wie seinem Vorgänger Dennis Mößl: Übernahme der Mannschaft und die sofortige Meisterschaft. Vor zwei Jahren bedeutete das den Aufstieg in die Bezirksliga. Mößl seinerseits profitierte von der vierjährigen Aufbauarbeit von Ricarda Ortkras, die in ihrer aktiven Zeit die Schlüsselspielerin in den 90er-Jahren des Ex-Zweitligisten HG Regensburg war.

Wenn Corona es zulässt und die Saison 2020/21 planmäßig im September startet, fühlt Vasold seine Truppe für die sportliche Herausforderung gerüstet: „Mit den fünf Nachrückern aus der A-Jugend bekommen wir zusätzliche Qualität“, findet der 56-Jährige. „Gut, die Mädels haben noch nicht so die Durchschlagskraft, weil es einfach noch am Körperlichen fehlt“, schränkt Vasold ein, um dann den Zeigefinger zu heben: „Aber von der Technik und vom Spielverständnis her sind das sehr gute Spielerinnen.“

Seit der D-Jugend hatte Tom Kollmer die Mannschaft als Trainer begleitet. Anna Schmitt, Carmen Merle, Eva-Maria Höllriegl und Lucia Kollmer gelang dabei der Sprung in die Bayernauswahl. Mit dem Quintett vergrößert sich der 14er-Kader des künftigen Bezirksoberligisten auf 19 Spielerinnen.

Das Ziel sei natürlich der Klassenerhalt, stellt Vasold klar. Dafür werde er seinen Mädels in Training und Spiel alles abverlangen: „Ich haue mich voll rein und gebe das Beste, das erwartete ich auch von meiner Mannschaft!“ In der Vorbereitung gilt es zu allererst, an der Abwehrarbeit zu feilen. „In der Bezirksliga hat unser sehr aggressives 6:0-System gereicht, für die BOL werden wir auf jeden Fall noch ein, zwei Varianten einüben.“

Der Coach hofft auf ähnliche Fortschritte, wie die Torfrauen Michaela Bleicher und Franzi Löffler gemacht haben: „Wir haben viel Zeit investiert, dass die Torfrau den Ball schnell ins Spiel bringt, um die erste und zweite Welle einzuleiten“. Im Positionsangriff lebte seine Truppe von der Rückraum-Achse Hannah Donauer (links) und Lisa-Maria Vasold (rechts) – ehe sich im Dezember die wurfgewaltige Donauer einen Kreuzbandriss zuzog.

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