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Sport aus Schwandorf
Mittwoch, 15. August 2018 25° 3

Relegation

Der SC Ettmannsdorf ist fast am Ziel

Die Elf von Trainer Mario Albert liegt zum Seitenwechsel beim TB Roding hinten, siegt aber am Ende noch verdient mit 3:1.

Das Tor, das die Wende brachte: Der zur Pause eingewechselte Ludwig Hofer trifft zum 1:1-Ausgleich für den SC Ettmannsdorf. Foto: Gollek-Riedl
Das Tor, das die Wende brachte: Der zur Pause eingewechselte Ludwig Hofer trifft zum 1:1-Ausgleich für den SC Ettmannsdorf. Foto: Gollek-Riedl

Ettmannsdorf.Ganz dicht vor Augen hat der SC Ettmannsdorf den Klassenerhalt in der Fußball-Landesliga. Das dritte Relegationsspiel gewann der Landesligist beim TB 03 Roding mit 3:1 und hat jetzt gute Aussichten, im bevorstehenden Heimspiel am Sonntag alles klar zu machen. Für die Rodinger, die in der ersten Halbzeit ein schnelles 1:0 durch Daniel Smietanski vorlegten, wird es dagegen schwer, den Aufstieg noch zu schaffen. Für die in der zweiten Halbzeit überzeugenden Ettmannsdorfer erzielten der eingewechselte Ludwig Hofer, Maximilian Schreyer und in der Schlussphase Calvin Morin die Tore zum insgesamt verdienten Auswärtserfolg.

Vor einer erneut großen Kulisse von 1200 Zuschauern legten die Gastgeber gleich ein hohes Tempo vor. Der SCE, der verhalten begann und so seinen Respekt vor der Leistung des Bezirkslig-Vizemeisters zeigte, bekam keinen Zugriff auf das Spiel. Roding nutzte bereits die erste gute Offensivaktion zum Führungstor durch Daniel Smietanski, der eine Freistoßhereingabe von Sebastian Niebauer ins Netz lenkte. Die so eiskalt erwischten Gäste brauchten einige Zeit, um sich zu ordnen. Der heimische TB hatte in der Folgezeit einige gute Möglichkeiten, um den Vorsprung zu vergrößern. So kam Alfred Hingerl frei stehend vor Daniel Hanke an den Ball, scheiterte aber am SCE-Keeper. Auch ein Kopfball von Alfred Hingerl brachte nichts ein, und schließlich hatte auch Christian Kufner keinen Erfolg.

Oft in der Rodinger Abseitsfalle

Langsam konnte sich der Gast befreien, zu eigenen Offensivaktionen kam er aber kaum. So war die Chance von Ilhan Koc Mitte des Spielabschnittes die einzige erwähnenswerte Szene. Der TB machte es dem Landesligisten schwer; er hatte Erfolg mit seiner Abseitsfalle und vertraute obendrein auf seine Defensiv, die geordnet auftrat, allerdings auch kaum gefordert wurde. In vielen Situationen bewies der Bezirksliga-Zweite, dass er zu Recht in der Relegation steht. Die Gäste hatten Glück, dass es zum Seitenwechsel nur 1:0 stand.

Augenscheinlich war Gästecoach Mario Albert mit der Vorstellung seiner Mannen nicht zufrieden, was sich lautstark äußerte. Zu Beginn der zweiten Halbzeit stellte er einerseits taktisch um und brachte mit Ludwug Hofer eine zusätzliche Offensivkraft, andererseits zeigte der SCE jetzt auch sein wahres Gesicht. Die Mannschaft legte ihren Respekt und gleichzeitig die Zurückhaltung ab. Roding wurde regelrecht überrumpelt von der Offensive des SCE. Für viel Bewegung im Sturm sorgte Ludwig Hofer, der in der 51. Minute nach einem gekonnten Angriff über mehrere Stationen das 1:1 markierte. Nun verlor der TB Roding etwas den Faden, während der Gast immer stärker wurde. Zehn Minuten nach dem Ausgleich traf Maximilian Schreyer, der jetzt seine Freiräume nutzte, zum 1:2.

Calvin Morin schafft Klarheit

Die Heimelf kam kaum noch von aus der Abwehr heraus und zu keinen zwingenden Chancen mehr. Der Versuch des TB war allerdings zu erkennen, sich wieder ins Spiel zu bringen. Der SC Ettmannsdorf wirkte souverän in allen Mannschaftsteilen. Die Entscheidung war das 1:3 durch Calvin Morin in der 78.- Minute, als die Platzherren klassisch ausgekontert wurden. Während beim Schlusspfiff die einheimischen Fans verstummt waren, zeigten die Ettmannsdorfer Anhänger lautstark ihre Freude über die Leistungssteigerung ihrer Mannschaft. Mit dem Zwei-Tore-Vorspurng im Rücken bestimmte der SCE das Geschehen. Er ließ nur noch wenig Angriffe des Gegners zu. Bis zum Schlusspfiff waren die Gäste einem vierten Tor näher als der TB einer Ergebniskorrektur.

Gelöst zeigte sich nach dem Sieg in Roding SCE-Trainer Mario Albert, der seiner Mannschaft angesichts der Strapazen der letzten Wochen auch einmal eine etwas schwächere Hälfte gestattet. Im zweiten Durchgang habe sein Team ihre wahre Stärke gezeigt, gefightet und den Gegner frühzeitig attackiert. (sho)

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