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Handball

HSG Naabtal vergibt ersten Matchball

Tabellenführer verliert das Spitzenspiel in Oberviechtach mit 22:25 (10:12). Trainer Wagner ist ziemlich angefressen.

Im Spitzenspiel setzten sich die Herren vom HV Oberviechtach gegen den Spitzenreiter HSG Naabtal durch. Foto: ggo

Oberviechtach.Den ersten Matchball zum Gewinn der Meisterschaft und den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksoberliga Ostbayern haben die Herren der HSG Naabtal vergeben. Mit 22:25 hatte der Spitzenreiter der Bezirksliga Ost gegen den Verfolger aus Oberviechtach das Nachsehen und nun nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den Konkurrenten.

Die erste Niederlage der Saison deutete sich bereits zu Beginn des Spiels an, da man reihenweise, vor allem auf den Außenpositionen, die sich bietenden Chancen nicht nutzen konnte. Lediglich der 17-jährige Nachwuchsspieler Michael Himmelhuber konnte auf der Linksaußen-Position Akzente setzen. Dagegen zeigten sich die Oberviechtacher hochmotiviert, überzeugten mit schnellem Spiel nach vorne und einem geordneten Spielaufbau.

So führten die Hausherren in den ersten Minuten schon mit 5:2 und 7:3, so dass HSG-Trainer Christian Wagner bereits früh ein Team-Time-Out nehmen musste. Allerdings änderte dies zunächst nichts am Spiel seiner Mannschaft. Der heimische HV erhöhte bis zur 20. Minute gar auf 11:6, ehe ein kleiner Ruck durch das Naabtaler Team ging und man zum 12:10 wieder etwas aufschloss. Allerdings scheiterte man immer wieder am Schlussmann der Oberviechtacher, der unter anderem zwei Siebenmeter parierte und so ein mögliches Remis zur Pause verhinderte.

Naabtaler schließen auf

Die zweite Hälfte begann vielversprechend. Die Naabtaler kamen bis auf ein Tor zum 12:11 und 15:14 heran. Auch eine doppelte Unterzahlsituation konnte man ohne Gegentreffer überstehen. Dann jedoch ließ man wieder zu, dass der HV Oberviechtach die Initiative übernahm.

Der ließ sich nicht lange bitten und warf mit schneller zweiter Welle einen 20:16-Vorsprung bis zur 50. Minute heraus. Da die Abschlussschwäche der HSG Naabtal anhielt, erhöhten die Fichtenstädter sieben Minuten vor Schluss zum vorentscheidenden 23:17.

Nun war der bis dahin ungeschlagene Tabellenführer sogar drauf und dran, den eventuell wichtigen „direkten Vergleich“ zu verlieren, hatte man doch in der Vorrunde nur mit 30:26 gewonnen. Vor allem Routinier Dominik Weh und Simon Steinbauer stemmten sich nun mit Brachialgewalt gegen eine höhere Niederlage. Dank ihnen konnte die HSG Naabtal in der letzten Minute aus einem 20:25 noch ein 22:25 machen, was den Gewinn des direkten Vergleichs bedeutet, falls man ihn am Ende der Saison noch braucht. Dadurch würde es für Meisterschaft und Aufstieg ausreichen, wenn man aus den letzten beiden Heimspielen gegen den SV Obertraubling und die TS Regensburg insgesamt zwei Punkte holt.

HSG-Trainer Christian Wagner war nach dem Spiel noch lange ziemlich angefressen ob der Leistung seiner Mannschaft: „Wir haben heute nie ins Spiel gefunden und den Oberviechtacher Torwart warm geworfen. Zudem war unser Gegner deutlich motivierter, wollte den Sieg mehr als wir und hat somit verdient gewonnen.“

Der zweite Matchball, den die HSG-Herren diesmal nutzen wollen, findet am Samstag um 20 Uhr in der Wackersdorfer Sporthalle gegen den SV Obertraubling statt.

Lobende Worte für die Spieler

Oberviechtachs Trainer Jan Vetrovec lobte im Anschluss die Vorstellung seines Teams, die nicht nur kämpferisch überzeugen konnten, sondern auch immer wieder spielerische Akzente setzen konnten. Der HV Oberviechtach ist am Samstag um 19 Uhr in Kelheim zu Gast und wird dabei versuchen, sich mit einem Sieg die Chance auf den ersten Platz zu erhalten.

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