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Handball

SG Naabtal entführt Punkte

BOL-Damen setzen sich bei der SG Rohr/Pavelsbach mit 21:19 durch und sind nun wieder in Schlagdistanz zu Herzogenaurach II.

Die Damen der SG Naabtal sind durch den Sieg bei der SG Rohr/Pavelsbach wieder in Schlagdistanz zum Spitzenreiter TS Herzogenaurach II. Foto: sca
Die Damen der SG Naabtal sind durch den Sieg bei der SG Rohr/Pavelsbach wieder in Schlagdistanz zum Spitzenreiter TS Herzogenaurach II. Foto: sca

Schwandorf.Mit nur neun Spielerinnen musste man die Auswärtsfahrt nach Postbauer-Heng antreten und gegen die sehr heimstarke Spielgemeinschaft aus Rohr und Pavelsbach bestehen. Man wusste, dass es diesmal kein „Angriffsspiel“ werden würde und man sich auf die Defensive konzentrieren musste, denn der Gegner hatte mit Anna Seidel die treffsicherste Rückraumakteurin der gesamten Liga in seinen Reihen.

Und der Matchplan funktionierte: Die Passwege im Rohr/Pavelsbacher Rückraum stellte man zu, der Wirkungskreis der linken Rückraum-Spielerin wurde eingeschränkt und das Abwehr-Zentrum stand sicher. Da das Umschaltspiel wieder sehr gut klappte und man fokussiert den Torabschluss aus der zweiten Welle suchte, zog man über 4:2 auf 8:2 in der 12. Spielminute davon.

Drei Zeitstrafen für die Naabtaler Damen brachten die Rohrer wieder ins Spiel zurück. Die Abwehr vor der hervorragend haltenden Torfrau Annika Senger leistete aber auch hier Schwerstarbeit und zerstörte die Angriffsbemühungen der Heim-Sieben meist im Keim. Obwohl man viel in Unterzahl verteidigen musste, war man leichtfüßig in der Defensive und ließ wenig Lücken bei den Nahtstellen aufreißen.

Diese aufwendige Spielweise, zusammen mit der dünn besetzten Auswechselbank ließ aber bereits erkennen, dass es nicht über die gesamte Spielzeit so intensiv laufen würde und man früher oder später einen Gang zurückschalten musste. Man wollte allerdings so lange wie möglich das Tempo der Begegnung hochhalten und durch blitzschnelle Aktionen die Heim-Abwehr überwinden.

Chancen leichtfertig vergeben

Dies klappte auch meist, doch vor dem Tor war man sehr verschwenderisch mit den gegebenen Möglichkeiten und konnte sich somit nicht weiter absetzen. Dennoch konnten die aufmerksamen Städtedreieck/Schwandorferinnen den für die Heim-Sieben noch schmeichelhaften 6:12-Pausenstand herauswerfen.

In der Kabine nahm man sich vor, die Abwehr weiterhin zu forcieren und im Angriff sicher und schnell zu agieren. Dies klappte auch und so sicherte man sich bis zur 40. Spielminute einen klaren 16:8-Vorsprung. Weitere Zeitstrafen und die Umstellung der Rohr/Pavelsbacher Abwehr auf eine 3:3-Abwehrformation mit kurzer Deckung der Rückraumspielerinnen brachte die Naabtalerinnen kurz aus dem Konzept und es wurden technische Fehler provoziert, die sofort in Gegentreffer umgemünzt wurden.

Durch die offensive Deckungsvariante war das Spiel nun noch laufintensiver und extrem kraftraubend. Man erkannte auch, dass die stark limitierten Wechselmöglichkeiten der SGN, den Pavelsbacherinnen in die Hände spielte, da sie durch die voll besetzte Bank immer wieder Ruhepausen für ihre Shooterin einlegen konnte. Angeführt durch Anna Seidel kämpfte sich die Rohr/Pavelsbach bis zur 55. Minute Tor um Tor zum 19:20 heran.

Rohr dezimiert sich selbst

Die Vorgabe des Trainers, in den letzten Minuten 1:1-Situationen zu suchen, brachte dann den Sieg. Rohr dezimierte sich durch den harten Abwehreinsatz so in den letzten fünf Minuten selbst und konnte dann im Angriff, bedingt durch die Unterzahlsituation, in nur noch wenig aussichtsreiche Wurfpositionen kommen.

Marleen Sandmann machte dann kurz vor Ende der Begegnung den Deckel drauf und erhöhte zum Endstand von 21:19. „Hätte die Partie noch fünf Minuten länger gedauert, wären wir wahrscheinlich wieder als Verlierer von der Platte gegangen,“ fasste Naabtal-Trainer Christian Deml die turbulente Schlussphase zusammen.

Trainer Christian Deml: „Die ersten 40 Minuten haben wir einen sehr guten und temporeichen Handball gespielt, leider gingen uns anschließend die Körner aus.“

Zwei Spieltage vor Abschluss der Saison ist man nun wieder in Schlagdistanz zum Tabellenersten TS Herzogenaurach, die trotz Unterstützung ihrer ersten Mannschaft gegen die SG Regensburg das Nachsehen hatten.

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