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Tischtennis

Arbeit beim TV trägt Früchte

Die Jungen aus Wackersdorf krönen sich zum Meister der Verbandsliga. Der Grundstein dazu wurde lange vorher gelegt.

Das Erfolgsteam des TV Wackersdorf: Jonas Dinter, Jannik Fricke,. Sophia Zahradnik, Moritz Hügel und Tim Stopfer (von links) Foto: Gerd Stopfer
Das Erfolgsteam des TV Wackersdorf: Jonas Dinter, Jannik Fricke,. Sophia Zahradnik, Moritz Hügel und Tim Stopfer (von links) Foto: Gerd Stopfer

Wackersdorf.Die Dominanz war erdrückend: Mit 30:2 Punkten und einem Spielverhältnis von 126:22 krönten sich die Tischtennis-Jungen des TV Wackersdorf zum Meister in der Verbandsliga. Dabei musste sich der Nachwuchs des TV nur ein einziges Mal geschlagen geben: Beim Vizemeister Post SV Nürnberg setzte es für die an diesem Tag enorm ersatzgeschwächten Wackersdorfer eine 6:8-Pleite. Der Erfolg der Tischtennis-Talente kommt allerdings nicht von ungefähr, denn hinter den Kulissen wurde bereits vor mehreren Jahren an den entsprechenden Schrauben gedreht.

Als erst zweite Mannschaft aus der gesamten Oberpfalz schafften es die Wackersdorfer Jungen, Meister in dieser Liga zu werden. Für den Erfolg investierten die jungen Sportler des TV auch viel Zeit und Ehrgeiz. „Wir trainieren dreimal die Woche, immer mindestens zwei Stunden. Am Wochenende gibt es dann ein Punktspiel oder wir treten bei Turnieren an“, erklärt Jannik Fricke. Der 16-Jährige, der 1752 TTR-Punkte erreichte, schätzt vor allem den Zusammenhalt im Team: „Das ist schon etwas ganz Spezielles.“ Für Frickes Mannschaftskollegen Moritz Hügel (1617 TTR-Punkte) war die Meisterschaft in der Verbandsliga der größte Erfolg seiner bisherigen Laufbahn. „Es hat richtig Spaß gemacht“, sagt der

13-Jährige. Sein nächstes Ziel sei nun, die Marke von 1700 TTR-Punkten zu knacken.

Als einziges Mädchen im Team

Der 15-jährige Jonas Dinter (192 TTR-Punkte) begann bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Tischtennis. Am Anfang trainierte er noch mit seinen Eltern und seinem Großvater. Und sein Fleiß zahlte sich aus: „Ich habe in dieser Saison einen Gegner mit mehr als 2000 TTR-Punkten geschlagen.“ Als einziges Mädchen im Team bewies auch Sophia Zahradnik (1640 TTR-Punkte) ihre Klasse. Die 13-Jährige ist stolz, auf das, was sie mit den Jungen erreicht hat. „Es ist schon etwas anderes gegen Jungs zu spielen. Ihr Spielstil ist mit dem der Mädchen oder dem der Damen nicht zu vergleichen. Trotzdem war es cool, weil sich alle Jungs immer korrekt verhalten haben“, sagt sie. Für den 17-jährigen Tim Stopfer (1598 TTR-Punkte) war die Meisterschaft eine souveräne Sache, „weil wir von Anfang an wussten, dass wir um den Titel mitspielen. Wir freuen uns, dass uns das am Ende auch so klar gelungen ist.“ Das nächste Ziel sei nun, diesen Erfolg auch auf Gesamtbayernebene zu erreichen. „Auch, wenn es ganz schön schwierig werden wird“, meint der 17-Jährige.

Durch die Meisterschaft in der Verbandsliga haben sich die Wackersdorfer Jungen zugleich die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft gesichert. Am 1. Mai treten die Wackersdorfer somit bei den Final Four der vier Verbandsligameister an. Der Wettkampf ist wiederum die Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

„Ein familiärer Verein geblieben“

Die Erfolgsgeschichte der Wackersdorfer hatte ihren Ursprung aber schon weit früher. „Eigentlich hat alles 2003 begonnen. Da waren diese Kinder noch gar nicht geboren“, erzählt Abteilungsleiter Gerd Stopfer. Der TV kämpfte sich damals über Jahre hinweg sieben Ligenstufen nach oben. „Wir mussten einen Neustart in der Jugend machen – und das gelang uns auch. Der erste Schritt war, dass wir das Anfängertraining vom Jugendtraining abgetrennt haben.“ Um den nächsten Schritt zu machen, arbeiteten die Wackersdorfer ab 2010 mit hochqualifizierten Trainern zusammen. Dadurch seien laut Stopfer, neue Trainingsreize zu setzen und die Ausbildung der Jugendlichen bis in die letzten Details umzusetzen. Dabei gehe es nicht nur um Technik, sondern auch um Psychologie, Ernährung und Schulungen zum Verhalten in gewissen Situationen. „Neben den Erfolgen sind wir aber ein sehr familiärer Verein geblieben. Es gibt viele Aktivitäten, die den Zusammenhalt stärken“, so Stopfer.

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