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Basketball

Bittere Niederlage für den TSV

Schwandorfer haben in Schrobenhausen mit 69:71 das Nachsehen. Zwei Sekunden vor Schluss verlieren sie das Spiel.

TSV-Kapitän Johannes Pflamminger gab gegen Schrobenhausen nach fast einjähriger Pause sein Comeback.  Foto: Pflamminger
TSV-Kapitän Johannes Pflamminger gab gegen Schrobenhausen nach fast einjähriger Pause sein Comeback. Foto: Pflamminger

Schwandorf.Die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf bleiben in der Bayernliga weiter sieglos. Gegen die Green Devils Schrobenhausen verlor das Team von Spielertrainer Sebastian Fischer eine Sekunde vor Schluss durch zwei Punkte des Gegners mit 69:71. Schwandorf bleibt damit im Tabellenkeller und wird nächste Woche gegen Neuötting versuchen, den ersten Saisonsieg einzufahren.

Die Partie der Schwandorfer in Schrobenhausen begann mit einem Schock: Beim Aufwärmen merkte Spielertrainer Fischer, dass er aufgrund einer Knieverletzung aus dem letzten Spiel an diesem Abend nicht mitwirken kann. Damit endete beim TSV ein unvergleichlicher Lauf: Seit seinem Wechsel aus Bruck im Jahr 2011 hat Fischer in 186 Spielen immer gespielt.

„Das ist schon eine sehr bemerkenswerte Leistung“, erwies ihm auch TSV-Kapitän Johannes Pflamminger seinen Respekt. „So was werden wir wahrscheinlich nie wieder erleben, und es verdeutlicht auch, wie schwer die Verletzung wohl sein muss.“

Besserer Start für Gastgeber

Dafür gab aber Pflamminger selbst nach fast einjähriger Pause sein Comeback für die Schwandorfer. Den besseren Start erwischten jedoch die Gastgeber: Schrobenhausen erzielte im Angriff zu einfach Punkte und führte so schnell mit 16:8. Die nächsten 15 Minuten bis zur Pause gehörten dann aber eher dem TSV, der jetzt deutlich besser verteidigte und auf 28:32 verkürzten konnte.

TSV Schwandorf

  • TSV-Kader:

    Alwin Prainer (18 Punkte), Corey Williams (14), Johannes Pflamminger (11), Vaidas Butkus (9), Felix Müller, Andreas Schindwolf (je 7), Stefan Beer (2), Sebastian Erdelt (1), Stefan Münch

  • Ausblick:

    Durch die erneute Pleite gelingt den Schwandorfern nicht der lang ersehnte Befreiungsschlag. Dieser soll jetzt hoffentlich nächste Woche gegen Neuötting folgen. Doch Fischer wird wohl erneut fehlen und Andreas Schindwolf verletzte sich gegen Schrobenhausen ebenso. Es sieht für den TSV aktuell also nicht gut aus.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie sogar zugunsten der Gäste gedreht und Schwandorf führte nach 26 Minuten mit 46:41. Doch ein 15:0-Lauf der Green Devils ließ das Heimteam wieder in Front gehen, und der TSV musste erneut einem Rückstand (46:56) hinterherlaufen. Die Schwandorfer gaben sich aber trotzdem nicht auf und kämpften sich nach und nach auf 60:61 zurück.

Dann zog Schrobenhausen wieder auf 69:62 davon, aber wieder reagierten die TSV-Spieler, glichen die Partie mit weniger als 60 Sekunden auf der Uhr zum 69:69 aus und hätten mit einem weiteren getroffenen Freiwurf sogar in Führung gehen können.

Nun begann eine dramatische Schlussphase: Die erste Chance auf eine Führung hatten die Gastgeber, doch Schwandorf verteidigte gut und holte sich 35 Sekunden vor dem Ende den Ball zurück. Aufbauspieler Corey Williams, der bis dahin eine sehr gute Partie gezeigt hatte, übernahm die Verantwortung, doch sein „Dreier“ fand nicht das Ziel. Schrobenhausen hatte 15 Sekunden Zeit, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Ettenreich entscheidet das Spiel

Doch erneut verteidigten die TSV-Spieler sehr gut und ließen erstmals keine Punkte zu. Doch den Abpraller vom Korb konnte sich zwei Sekunden vor Schluss dann doch der Schrobenhausener Simon Ettenreich sichern, und er war aus kürzester Distanz dann erfolgreich. Eine Mini-Chance hatte Schwandorf noch mit einer Sekunde auf der Uhr, doch der Verzweiflungsversuch fand nicht sein Ziel. So stand am Ende mit 69:71 die fünfte Saisonniederlage des TSV zu Buche.

„Das war sehr bitter heute“, zeigte sich Fischer enttäuscht. „In der Schlussphase kann man niemand einen Vorwurf machen – ich bin froh, wenn die Jungs Verantwortung übernehmen. Aber während des gesamten Spiels haben wir es immer nur phasenweise geschafft, unser Potenzial auszuschöpfen und deswegen am Ende verloren.“ (stc)

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