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Basketball

Bittere Pille für die Schwandorfer

Der TSV 1880 unterliegt im Topspiel deutlich mit 49:72. Zwei verletzte Spieler sorgen für zusätzliche Enttäuschung.

Die Schwandorfer Basketballer hatten sich das Duell mit den Augsburgern anders vorgestellt. Foto: Johannes Pflamminger
Die Schwandorfer Basketballer hatten sich das Duell mit den Augsburgern anders vorgestellt. Foto: Johannes Pflamminger

Schwandorf.Die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf haben im Bayernligatopspiel eine deutliche Niederlage kassiert. Gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter TV Augsburg unterlag das Team von Spielertrainer Sebastian Fischer klar mit 49:72. Zudem hatte der TSV mit Kapitän Johannes Pflamminger und Center Felix Müller gleich zwei Verletzte zu beklagen. In der Tabelle rutscht Schwandorf auf den dritten Platz.

Schon vor dem Spiel wussten die TSV-Spieler, wie schwierig es in Augsburg werden würde: Der TVA hat in dieser Saison noch keinen Punkt abgegeben und auch in der Vorsaison verpasste man den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp. Zudem hat der TSV aktuell auch personelle Probleme: Mit Christopher Bias, Sebastian Erdelt, Ali Kellecioglu, Stefan Münch und Tobias Ruhland fehlten gleich fünf Spieler. Und nach dem Spiel sollte die Personalsituation nicht besser sein. Dafür debütierte Philipp Feldbauer für Schwandorf.

13 Punkte in vier Minuten

Auf der anderen Seite trat der Tabellenführer vollzählig und mit elf Akteuren an. Die Schwandorfer wollten vor allem über eine stabile Defensive ins Spiel finden. Und zu Beginn der Partie klappte das noch ganz gut: In den ersten sechs Spielminuten ließ der TSV nur sechs Zähler zu. Doch auch selbst hatte man Probleme im Angriff und vergab zum Teil leichtfertig Korbleger, sodass es nur unentschieden (6:6) stand.

Notizen aus dem TSV-Lager

  • TSV-Punktesammler:

    Leon Krampert (15 Punkte), Sebastian Fischer (8), Stefan Beer (7), Vaidas Butkus (6), Andreas Schindwolf (5), Johannes Pflamminger, Alwin Prainer (je 3), Felix Müller (2) und Philipp Feldbauer.

  • Nächste Aufgabe:

    Die Schwandorfer Spieler haben jetzt drei Wochen Zeit, um sich zu erholen. Weiter geht es für den TSV 1880 am 15. Dezember mit dem Oberpfalzderby gegen die Regensburger.

Dann kippte die Partie allerdings total: Innerhalb von vier Minuten kassierte Schwandorf 13 Punkte. Durch diesen Lauf agierte der TSV auch im Angriff noch verunsicherter und kam auch nicht zu einfachen Aktionen durch Schnellangriffe.

Nach dem ersten Viertel führte Augsburg bereits mit 19:8 und auch im zweiten Durchgang ließ die Intensität des Tabellenführers nicht nach: Obwohl Schwandorf versuchte, in der Defensive auf eine Ball-Raum-Verteidigung umzustellen, blieben die Hausherren dominant. Die offenen Würfe wurden konsequent getroffen und die Führung bis zur Halbzeit auf 40:19 ausgebaut. Zudem hatte der TSV im zweiten Viertel auch noch mit Ausfällen zu kämpfen: Kapitän Johannes Pflamminger verletzte sich am Knie und wird mehrere Wochen fehlen. Center und Topscorer Alwin Prainer kassierte bereits sein viertes persönliches Foul und war damit nur noch eingeschränkt einsetzbar.

„Tag zum Vergessen“

Nach dem Seitenwechsel machten die Hausherren dann weiter und ließen den TSV weiter nicht richtig ins Spiel kommen. Vor allem in der Offensive ging bei den Gästen nichts und so baute der Tabellenführer seinen Vorsprung weiter aus (57:27). Und Schwandorf musste den nächsten Verletzten beklagen: Felix Müller knickte um, wodurch das Spiel auch für ihn gelaufen war. Im Schlussabschnitt ließ Augsburg in der Defensive dann etwas nach, wodurch Schwandorf nochmal etwas verkürzte und in diesem Abschnitt 22 Punkte erzielte. Der Ausgang des Spiels war zu diesem Zeitpunkt aber längst entschieden.

Am Ende feierte der TVA den siebten Sieg im siebten Spiel. Für den TSV Schwandorf bedeutete die Niederlage den dritten Punktverlust der Saison. In der Tabelle rutschen die Oberpfälzer auf den dritten Platz ab.

TSV-Coach Fischer zeigte sich nach der Partie entsprechend enttäuscht: „Wir haben heute nur in den ersten fünf Minuten das gezeigt, was wir können. Dann sind wird komplett eingebrochen und eine Mannschaft wie Augsburg bestraft das natürlich sofort.“ Auch Center und Topscorer Alwin Prainer, der aufgrund der Foulprobleme fast keine Einsatzzeit hatte, resümierte nur: „Das war heute einfach ein Tag zum Vergessen. Am meisten schmerzen bei so einem Spiel dann die beiden Verletzungen.“ (stc)

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