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Crosstriathlon

Burglengenfelder vom Pech verfolgt

Kerner und Kellner machen Reifenpannen einen Strich durch ihre Medaillen-Rechnung. Weber wird bei der DM Sechster.

Auch in der Wechselzone gab Thomas Kerner Vollgas.
Auch in der Wechselzone gab Thomas Kerner Vollgas. Fotos: bpf

Burglengenfeld. 900 Kilometer für die Katz, so kann man den unglücklichen Start der Triathleten der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld bei den deutschen Meisterschaften im Crosstriathlon bezeichnen. Nach guter Ausgangsposition mussten Thomas Kerner und Sascha Kellner ihr Bikes wegen einem Platten zum Teil schieben, bewiesen jedoch große Moral und finishten. Mike Weber zeigte sich mit seinem 6. Platz in der Wertung der deutschen Meisterschaft zufrieden. Sowohl im Einzel, als auch in der Teamwertung blieben die TV-ler diesmal jedoch glücklos.

Ungeduldig warten sie auf den Start

Gute 30 Grad und keine Wolke am Himmel, die drei TV-Triathleten schoben gut gelaunt ihr Mountainbikes zum Einchecken in die Wechselzone, direkt am Olberndorfer See in Zittau am Dreiländereck Polen, Tschechien und Deutschland. Pünktlich um 11.40 Uhr standen sie nach einer kurzen Aufwärmphase am Sandstrand und warteten ungeduldig auf den Startschuss, um sich über die 1500 Meter Schwimmen, 36 Kilometer Mountainbiken und neun Kilometer Geländelauf mit den besten deutschen und auch internationalen Crosstriathleten zu messen.

Spannung pur herrschte vor dem Start und so entlud sich beim Startschuss das Adrenalin, als sie mit den rund 200 anderen Gleichgesinnten in den 26 Grad warmen See sprinteten. Nach einigen Schlägen und Tritten kamen sie aber gut ins Rollen über die zweimal 750 Meter mit einem Landgang dazwischen. Dies war die Auftaktdisziplin zum O-See Challenge, zugleich das XTERRA-Outdoorevent und die deutschen Meisterschaften in einem.

Thomas Kerner gelang es, sich in der Verfolgergruppe zu etablieren und stürzte sich vielversprechend zur zweiten Runde erneut in den O-See. Mit kräftigen Zügen blieb er dicht an den Fersen seines Vordermanns und entstieg mit einer neuen persönlichen Bestzeit nach 23.57 Minuten den Fluten. Er sprintete im Eiltempo durch die Wechselzone und schwang sich mit Vehemenz auf sein Mountainbike, wo er auf den ersten Kilometern gleich mächtig Druck machte. Es gelang ihm sofort, einige Gegner einzusammeln und auch auf den zwei steilen langen Anstiegen mit insgesamt 1000 Höhenmetern zog er leichtfüßig noch an einigen Kontrahenten vorbei.

Vor dem letzten Downhill hatte er sich eine super Ausgangslage für den abschließenden Crosslaufkurs erarbeitet. So flog er nur so über die Wuzeln und Steine, bis plötzlich sein Hinterrad zu schwimmen begann. Ein Platten und das acht Kilometer vor der Wechselzone, was ihn mehr als zehn Minuten kostete. Der Flickversuch mit dem Pannenspray verlief negativ, erst nach fast einem Kilometer schiebend half ihm ein französischer Freund mit einen Ersatzreifen und Pumpe.

Anfänglich noch zögernd und etwas geknickt lief er aus der Wechselzone. Doch dann drückte er hochmotiviert aufs Gaspedal und preschte mit Karacho um den neun Kilometer langen Crosskurs. Sein Einsatz hatte sich noch gelohnt, denn er hatte die beste Laufzeit aller Amateure von 34.20 Minuten. Die Vorbereitung und die Form stimmten an diesem Tag, nur war diesmal das Glück nicht auf seiner Seite, Rang 4 bei den deutschen Meisterschaften und Rang 3 in der XTERRA Wertung sprangen am Ende für Kerner heraus.

Mit einem Lächeln auf den Trailkurs

Entspannt schwamm Mike Weber nach den zwei Runden dem Wechsel entgegen und schwang sich nach rund 28 Minuten auf sein Mountainbike. Aufgrund seiner beider Ironmanstarts war er noch nicht topfit und musste es deshalb etwas ruhiger angehen lassen. Dass noch Power fehlte, merkte er vor allem an den Anstiegen, jedoch kam er ohne Sturz und Platten gut über die Runden. Mit einem Lächeln nahm er so den hügeligen Trailkurs in Angriff und rannte dennoch recht flott dem Ziel entgegen. Abgekämpft, aber zufrieden zeigte er sich so von seinem 6. Platz in der Wertung der deutschen Meisterschaften trotz des großen Kräfteverschleißes im Vorfeld.

Mächtig ärgerte sich Sascha Kellner über seinen geplatzten Reifen beim Mountainbiken. Er sprang für den immer noch verletzten Michael Schaller in die Presche, konnte aber in der Vorbereitung auf Grund von wichtigen Prüfungen wenig trainieren. Obwohl er erstmals 1500 Meter in einem Stück schwamm, verlief es eigentlich super für ihn und entstieg nach tollen 30.58 Minuten den Fluten.

Hochmotiviert nahm er so den Bikekurs in Angriff und schnappte sich einen Gegner nach dem anderen. Ein lauter Knall beendete dann abrupt das freudemachende Biken, sein Hinterrad hatte einen Platten. Auch bei ihm half das Pannenspray wenig, erst das Wechseln des Schlauches brachte ein wenig Besserung. Ein Mitstreiter hatte ihm diesen überlassen, jedoch war der Schlauch zwei Nummern zu groß und er brachte nur wenig Luft hinein. Jedoch zeigte auch er große Kampfmoral und fuhr so mehr als die zweite Hälfte des Rennens im Stehen mit dem Gewicht auf das Vorderrad verlagernd.

Der Ärger stand Kellner beim zweiten Wechsel schon im Gesicht, dennoch nahm er auch noch die neun Kilometer in Angriff. Sein Ziel war jetzt, primär nur noch zu finishen, was ihm auch gelang. Dennoch war sein erster Start beim XTERRA-Triathlon auf Grund des Reifenplatzers etwas deprimierend.

Ergebnisse:

Thomas Kerner: 3. Platz XTERRA-Wertung; 4. Platz Deutsche Meisterschaft; Schwimmen:. 23:37 min.; Biken: 1:50:06 Std.; Laufen: 34:20 min.; Gesamtzeit: 2:50:01 Std.;

Michael Weber: 7.; 6.; 28:28 min.; 1:53:01 Std.; 39:41 min.; 3:03:33 Std.;
Sascha Kellner: 14.; 14.; 30:58 min.; 2:34:38 Std.; 59:04 min.; 4:07:59.67 Std.(bpf)

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