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Christof Heiduk trainiert die HSG-Herren

Der bisherige Wackersdorfer Coach wechselt zur HSG Nabburg/Schwarzenfeld und freut sich auf die Herausforderung..
von Robert Torunsky

Christof Heiduk wird Trainer der BOL-Handballer der HSG Nabburg/ Schwarzenfeld. Foto: Christina Vogel
Christof Heiduk wird Trainer der BOL-Handballer der HSG Nabburg/ Schwarzenfeld. Foto: Christina Vogel Foto: Christina Vogel

Schwarzenfeld.Die HSG Nabburg/ Schwarzenfeld musste nach dem durch die Corona-Krise bedingten Abbruch der Saison 2019/2020 Anfang März einige Wochen warten, bis der Bayerische Handball-Verband sich für die Anwendung der Quotienten-Regelung entschieden hatte. Diese Regelung kürte den Tabellenführer der Bezirksliga Ost zum Meister und damit zum Aufsteiger in die Bezirksoberliga.

Das Vorstandsduo Christian Liebl (FC Schwarzenfeld) und Bernd Eckl (TV Nabburg) der Handballspielgemeinschaft nutzte die Zeit zur Trainersuche, da sich die beiden Spielertrainer Florian Sturm und Martin Strejc wieder auf ihren Job als Torhüter konzentrieren wollten. Die Verantwortlichen kontaktierten auf Empfehlung der HSG-Spieler Sebastian Blödt und Matthias Kübler den Trainer des Bezirksligisten TV Wackersdorf, Christof Heiduk. Blödt und Kübler sind seit Jahren mit Heiduk in der Hobbymannschaft „Die Geisteskranken“ bei Spaßturnieren im Sommer gemeinsam am Ball. Bei einem ersten Sondierungstreffen erbat sich Heiduk etwas Bedenkzeit, da er „in Wackersdorf viele Freundschaften geknüpft“ habe und nicht innerhalb der gleichen Liga wechseln wollte“.

Der C-Lizenz-Inhaber hatte die Wackersdorfer in der Spielzeit 2018/2019 übernommen und zum Wiederaufstieg in die Bezirksliga geführt. Der TV hatte in der Spielzeit 2019/20 den Klassenerhalt sportlich geschafft und kam so der Corona-Regelung des BHV, die in der abgelaufenen Runde keine Absteiger vorsieht, zuvor. Aus diesem Grund konnte Heiduk auch den Klassenerhalt mit den Bezirksoberliga-Handballerinnen der HG Amberg, die er parallel zwei Saisonen als Co-Trainer begleitet hatte, feiern. Aufgrund der sportlichen Perspektive entschied sich der fast 30-Jährige für die neue Herausforderung bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld, „da der Reiz der neuen Aufgabe sehr groß war“. Dem TV Wackersdorf sei Heiduk sehr dankbar: „Sie haben mir die Möglichkeit gegeben, im Herren-Bereich Fuß zu fassen.“ Seine Trainerlaufbahn hatte Heiduk bereits im Jugendalter bei seinem Heimatverein HG Amberg begonnen. Seit 2007 trainierte er dort verschiedene Jugendmannschaften, hauptsächlich aber die A-Junioren.

In der Bezirksoberliga dürfte Heiduk der jüngste Übungsleiter sein. „Mir ist klar, dass es viele gibt, die das Ganze für gewagt halten. Allerdings gehe ich diese Aufgabe gewissenhaft an, und wenn die Mannschaft mitzieht, dann werden wir auch Erfolge verzeichnen können und unser Saisonziel erreichen.“ Für den Aufsteiger wäre das der Ligaverbleib in höchsten Spielklasse des Bezirks Ostbayern. Dass der neue Coach mit Teams die Klasse halten kann, hat er in der Saison 2019/20 ja doppelt bewiesen.

Christof Heiduk reizt nicht nur die höhere Liga, sondern einiges mehr, sagt er im MZ-Interview. „Das Arbeiten mit einem Kader, der aus alten Haudegen wie den Strejc-Brüdern, aber auch jungen Talenten besteht. Er weiß, dass in der BOL etliche emotionale Spiele auf dem Programm stehen: „Ich treffe nicht nur in Amberg und Sulzbach viele bekannte Gesichter auf der anderen Seite. Ich bin gespannt auf das ganze Umfeld und freue mich einfach riesig auf die neue Aufgabe, bin motiviert und vor allem auch dankbar, dass die HSG mir als jungen Trainer das Vertrauen geschenkt hat.“

Die Aufstiegsmannschaft bleibt komplett zusammen: „Das war auch ein wichtiger Grund für meine Entscheidung. Ich sehe die Mannschaft in der BOL, da ja auch der Abstieg vor zwei Jahren mehr als unglücklich abgelaufen ist und die Bezirksliga gewonnen hat“, so Heiduk. „Der Kader ist gut besetzt, aber trotzdem werden wir versuchen, ein bis zwei Spieler für uns gewinnen zu können.“

Auf die Frage, wann die Vorbereitung startet und wie beeinflusst Corona die Arbeit beeinflusst, sagt Heiduk: „Es ist gerade nicht einfach, da ich meine neue Mannschaft noch nicht persönlich treffen konnte, um mich vorzustellen. Das wird durch die Lockerungen jetzt ja dann hoffentlich bald möglich sein. Ich hoffe auch, dass wir bald mit der Vorbereitung starten können, wenn wohl erst einmal ohne Ball.“

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