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Basketball

Dem TSV gelingt ein großer Coup

Die Schwandorfer schmeißen den Regionalligisten DJK Neustadt aus dem Bayernpokal. Der Gegner reagiert sauer.

Flügelspieler Stefan Beer war vor allem im zweiten Viertel der aktivste Offensivspieler des TSV.Foto: M. Karl
Flügelspieler Stefan Beer war vor allem im zweiten Viertel der aktivste Offensivspieler des TSV.Foto: M. Karl

Schwandorf. Die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf haben im Bayernpokal für eine faustdicke Überraschung gesorgt. Gegen das Regionalligateam der DJK Neustadt WN. setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Sebastian Fischer mit 67:58 durch. Die Schwandorfer beenden das Basketballjahr 2018 damit mit einem Sieg, während Neustadt sich als „schlechter Verlierer“ präsentiert.

Die Ausgangslage für die Pokalpartie der Schwandorfer gegen Neustadt war klar: Die DJK als Regionalligist war in der Oberpfalzhalle klarer Favorit. Schwandorf musste in der Liga zuletzt einige Niederlagen einstecken, hat derzeit große Personalprobleme und war deswegen der Außenseiter.

Doch bereits im ersten Viertel zeigten die Schwandorfer Spieler, dass sie diese Partie nicht einfach abgegeben wollten. So stand es nach acht Minuten unentschieden (17:17).

Vor allem die Offensive der Gäste war sehr leicht auszurechnen: Aufbauspieler und Kapitän Tobias Merkl attackierte bei fast jeden Angriff allein die TSV-Defensive und versuchte entweder abzuschließen oder auf einen freien Spieler abzulegen. Dabei kassierten die Schwandorfer viele Fouls und hatten früh mit Foulproblemen zu kämpfen, während Merkl 18 Mal an der Freiwurflinie stand. Zum Vergleich: Im Ligabetrieb erhält er nur 5,5 Freiwürfe pro Spiel. Seinem Trainer und Bruder Stefan Merkl war dies aber nicht genug, wodurch er einen Protest gegen die Schiedsrichterleistung einlegen ließ.

Seinem Team half das nichts: Das zweite Viertel ging komplett an den Gästen vorbei. Schwandorf gewann den Abschnitt mit 27:11 dank eines starken Stefan Beer und führte zur Halbzeit mit 44:32.

Nach dem Seitenwechsel stellte Neustadt auf eine Mann-Mann-Verteidigung um und kam mithilfe zahlreicher Freiwürfe (allein 11 Freiwürfe in diesem Viertel) wieder auf 47:50 heran, ehe ein Verzweiflungswurf von Andreas Schindwolf zum 53:47 den Viertelendstand besorgte.

Da zu Beginn des vierten Viertels bereits vier TSV-Spieler mit jeweils vier Fouls belastet waren, stellte Schwandorf auf eine Zonenverteidigung um. Und diese brachte die gewünschte Wirkung: Während Schwandorf die Fouls in der Verteidigung deutlich reduzieren konnte, brach der Angriff der Neustädter zusammen, so dass der DJK im letzten Viertel lediglich elf Punkte gelangen und der TSV den 67:58-Überraschungserfolg perfekt machen konnte. Die Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft und ausnahmslos alle Spieler konnten positiv zu Sieg beitragen.“, lobte TSV-Coach Fischer sein Team nach der Partie. Der DJK-Trainer, machte die harte Spielweise des TSV sowie Schiedsrichterleistung für die Niederlage verantwortlich. (stc)

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