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Handball

Die Naabtal-Herren retten sich selbst

Der klare Sieg über die HSG Nabburg/ Schwarzenfeld bedeutet aber auch deren Abstieg. Das bedeutungsvolle Derby war sehr fair.

Das spannende BOL-Derby Naabtal gegen Nabburg/Schwarzenfeld gibt es nächste Saison nicht. Foto: sds
Das spannende BOL-Derby Naabtal gegen Nabburg/Schwarzenfeld gibt es nächste Saison nicht. Foto: sds

Schwandorf.Die wohl beste Saisonleistung rief vor ca. 500 Zuschauern, überwiegend Fans aus Nabburg/ Schwarzenfeld, die SG Naabtal beim 41:27 (16:13)-Heimsieg gegen die HSG Nabburg/Schwarzenfeld ab. Die für die Bedeutung des Spiels von beiden Mannschaften äußerst fair geführte Partie mit wenig Zeitstrafen war Werbung für den Handball in der Region. Schade, dass es dieses Landkreis-Derby nächste Saison in der BOL Ostbayern nicht geben wird. Denn durch diese Niederlage und die verlorenen direkten Vergleiche gegen die Mitabstiegskandidaten Herzogenaurach und Forchheim hat die HSG Nabburg/ Schwarzenfeld auch bei einem Sieg im letzten Spiel gegen Niederlindach nicht mehr die Möglichkeit, sich zu retten. Die Naabtaler hingegen können auch bei einer Niederlage im letzten Spiel beim TV Erlangen-Bruck nicht mehr absteigen.

Das insgesamt gute Spiel begannen beide Teams sehr nervös. Der rumänische Alt-Internationale auf Seiten der Gäste, Ioan Constantin Rosca, eröffnete den Torreigen für Nabburg/Schwarzenfeld. Es sollte sein einziges Tor im gesamten Spiel bleiben, da die Naabtal-Abwehr und nicht zuletzt die beiden guten SG-Goalies Flo Grillmeier und Flo Mayer den 38-Jährigen und dessen seltenen Würfe weitgehend im Griff hatten. Zwar ließen die zu Beginn verworfenen Siebenmeter durch Harrieder (Pfosten) und Weh (Übertreten) den Naabtal-Fans Übles schwanen, doch legten die Hausherren schnell ihre Nervosität ab und kamen immer besser ins Spiel. Bis zum 13:13 in der 25. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen und die Führungen wechselten ständig. Eine Zwei-Minuten-Strafe gegen den besten Gästespieler Landgraf nutzten die Naabtaler zur 16:13-Halbzeitführung.

Die Pausenansprache von Naabtal-Trainer Matthias Frankerl setzte seine Mannschaft in der zweiten Hälfte konsequent um. Auch die Hereinnahme von Torwart Flo Mayer zur zweiten Hälfte für den nicht schlecht haltenden Flo Grillmeier erwies sich als Glücksgriff. Mit einem gehaltenen Siebenmeter und mehreren Paraden half er mit, dass sich die SG Naabtal innerhalb von zehn Minuten auf 22:15 absetzte. Die doppelte Unterzahl der Gäste in der 40. Minute, ausgelöst durch eine Unbeherrschtheit des Gästespielers Strejc, der vier Minuten pausieren musste, brachte die Hausherren endgültig auf die Siegesstraße. Man nutzte die Möglichkeiten konsequent und brachte das Spiel über 31:20 und 37:25 sicher und verdient – vielleicht um ein paar Tore zu hoch – nach Hause.

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