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Handball

Die Spielerdecke ist zu dünn

Die SG Naabtal verliert ersatzgeschwächt gegen Erlangen III. Bei den Neunburgerinnen ist die Situation noch dramatischer.

Während be Erlangen eine Spielstruktur erkennbar war, lebte das Spiel der Naabtaler vor allem von Einzelaktionen. Foto: sca
Während be Erlangen eine Spielstruktur erkennbar war, lebte das Spiel der Naabtaler vor allem von Einzelaktionen. Foto: sca

Schwandorf.Ohne die Leistungsträger Weh, Harrieder, Sieß und Raab mussten die Handball-Herren der SG Naabtal eine 23:31-Heimniederlage gegen den HC Erlangen III hinnehmen.

Die SG ging motiviert ins Spiel und hielt anfangs gut dagegen. Vor allem SG-Torwart Flo Grillmeier war ein starker Rückhalt. Dann jedoch entschied der HC Erlangen binnen drei Minuten das Spiel für sich. Bei den Hausherren häuften sich Fehlpässe und -würfe. Diese Umstände nahmen die Franken dankend an und warfen, vor allem über direkte Konter, eine 8:3-Führung heraus. Heim-Trainer Christian Wagner nahm zwar ein Team-Time-Out, um seine Mannschaft neu einzustellen und den Spielfluss der Gäste zu unterbrechen. Die „U21“ des Bundesligisten ließ sich dadurch aber nur wenig beeindrucken. Ex-Bundesliga-Profi Matthias Wannemacher führte klug Regie und setzte seine Nebenleute gekonnt in Szene. Vor allem die beiden jungen Außenspieler der Erlangener, die bereits Drittliga-Erfahrung haben, trafen nach Belieben.

Während beim Tabellenzweiten eine Spielstruktur erkennbar war, lebte das Spiel der Naabtaler vor allem von Einzelaktionen. Die Abwehr des HC Erlangen stellte diese Taktik aber nur vor wenige Probleme, so dass zur Halbzeit ein mageres 10:16 auf der Anzeigetafel stand.

Abstand auf zwei Tore verkürzt

Die zweite Hälfte verlief zunächst ohne nennenswerte Höhepunkte. Die Hausherren waren bemüht, hatten aber im Grunde nichts gegen die routinierte und strukturierte Spielweise des Gastes entgegenzusetzen. Hoffnung keimte noch mal auf, als gegen Mitte der zweiten Spielzeit die SG Naabtal auf 20:22 aufschloss. Allerdings zog Erlangen die Zügel dann wieder etwas an und warf in den letzten zehn Minuten scheinbar mühelos einen Acht-Tore-Vorsprung zum 23:31-Endstand heraus.

Kader

  • SG Naabtal, Herren:

    Es trafen V. Deml 6 Tore, Steinbauer 5, Bürger 3, Standecker 3, N. Deml 3, Becker 2 und C. Deml 1/1.

  • FC Neunburg, Damen:

    Es spielten Renate Batzl, Laura Porzelt (Tor), Melanie Hanauer (1), Christine Busch (1), Sofia Gollwitzer (2), Christina Schießl, Laura Scheitinger, Valentina Meixner (6/1), Jasmin Kortschack (1) und Veronika Bücherl (1).

„Abhaken und nach vorne schauen“, war die Devise der SG Naabtal nach dem Spiel. Denn bereits am Freitag spielt man beim Tabellenletzten HC Weiden, der unbedingt geschlagen werden muss, will man nicht selbst die rote Laterne übernehmen.

Ebenfalls nichts zu erben gab es für die Handball-Damen des FC Neunburg. Nachdem bereits das Wochenende zuvor das Match gegen Altdorf mangels Spielerinnen verlegt werden musste, reisten die Pfalzgräflichen mit einem Minikader zum Tabellenzweiten nach Forchheim. Zwei A-Juniorinnen halfen als Auswechsel-Spielerinnen aus. Hinzu kam, dass kaum eine der Spielerinnen unter der Woche trainieren konnte. Das Abschlusstraining am Freitag entfiel außerdem aufgrund einer Hallensperrung. Die Neunburger Mädels ließen sich aber nicht entmutigen und gingen mit viel Elan in die ersten Minuten. Der FC ging in Führung und fand bis zum 3:3 immer wieder Lücken in der gegnerischen 5:1-Deckung. In der Folge gelang es den Neunburgerinnen aber immer seltener, sich gegen die gut formierten Oberfranken durchzusetzen. Nach der ersten Viertelstunde machten sich der kleine Kader und die vielen angeschlagenen Spielerinnen deutlich bemerkbar. Die sehr dynamisch agierenden Gastgeber zwangen ein ums andere Mal den FC zu schwierigen Würfen und spielten im Gegenzug ihre Geschwindigkeit aus. Bis zur Halbzeit erlief sich Forchheim somit einen 16:6-Vorsprung.

Ein ungleicher Kampf

Nach der Pause zeigte sich dasselbe Bild. Neunburg kämpfte so gut wie möglich weiter. Gegen die mit einer voll besetzten Bank agierenden Gastgeber war es aber ein ungleicher Wettkampf. Als dann auch noch Pech dazu kam und der FC immer wieder am gegnerischen Gehäuse scheiterte, entwickelte sich ein Debakel.

Am Ende verloren die tapferen Neunburgerinnen deutlich mit 12:37. „Mund abputzen und weitermachen. Das muss jetzt die Devise sein“, sagte Trainer Wittmann. „Wir können nur hoffen, dass sich die verletzten und kranken Spielerinnen endlich wieder in den Spiel- und Trainingsbetrieb einfinden.“

Am kommenden Wochenende wird es für die Neunburger nicht leichter. Mit der HSG Nabburg/Schwarzenfeld, kommt der Tabellenführer. (ghw)

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