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Basketball

Ein gutes Viertel ist zu wenig

Der TSV Schwandorf verliert beim Tabellenzweiten Gröbenzell mit 59:78. Fischer und Co. können das Niveau nicht halten.
Johannes Pflamminger

Flügelspieler Stefan Beer hatte zu Beginn eine gute Trefferquote, konnte diese aber wie seine Schwandorfer Teamkollegen nicht über das gesamte Spiel halten. Foto: Johannes Pflamminger
Flügelspieler Stefan Beer hatte zu Beginn eine gute Trefferquote, konnte diese aber wie seine Schwandorfer Teamkollegen nicht über das gesamte Spiel halten. Foto: Johannes Pflamminger

Schwandorf.Die Basketballer des TSV 1880 Schwandorf haben zum Rückrundenstart eine erwartete Niederlage kassiert. Beim Tabellenzweiten Slama Jama Gröbenzell unterlag die Mannschaft von Spielertrainer Sebastian Fischer am Ende mit 59:78. Nach dem ersten Viertel führte der Außenseiter noch mit 29:26 – konnte dann aber das Tempo nicht mehr mitgehen. Am kommenden Wochenende empfangen die Schwandorfer den VfL Treuchtlingen 2.

In die Partie gegen Gröbenzell ging der TSV als klarer Underdog: Die Oberbayern hatten nur eine knappe Niederlage auf dem Konto und gewannen die restlichen elf Partien im Schnitt mit mehr als 23 Punkten Differenz.

Aber Schwandorf konnte erstmals in dieser Spielzeit personell aus dem Vollen schöpfen, da jetzt auch Aufbauspieler Leon Krampert nach einem sechsmonatigen Auslandsaufenthalt wieder verfügbar war.

Dementsprechend motiviert starteten die Schwandorfer in das schwere Auswärtsspiel. Und das machte sich bezahlt: Das erste Viertel gehörte den stark aufspielenden TSV-Akteuren, die vor allem offensiv fast nicht zu stoppen waren. Schwandorfs Center Alwin Prainer bekam viele Bälle in Korbnähe und traf fast immer die richtigen Entscheidungen: Entweder er schloss selbst ab (16 Punkte) oder er fand die freien Mitspieler. Nur defensiv hatten die Gäste Probleme, was allerdings dazu führte, das Gröbenzell trotzdem gut im Spiel blieb. Ende des Viertel wurde dann ein kurzer Lauf genutzt, um auf drei Punkte (26:29) heranzukommen.

Den Schwung genutzt

In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts machte Schwandorf dann noch kurz mit dem Schwung der ersten zehn Minuten weiter und führte fast zweistellig.

Dann gab es allerdings einen starken Bruch im TSV-Spiel, der vor allem in der Offensive stattfand: Die Gäste schafften es nicht mehr, so hochprozentig abzuschließen wie noch zuvor und Gröbenzell kam dadurch zu viel einfacheren Aktionen auf der Gegenseite. Die Hausherren mussten nicht gegen eine formierte Verteidigung ankommen, sondern machten Punkte über Schnellangriffe und drehten so innerhalb kürzester Zeit das Spiel. Bis zur Pause hatte sich die TSV-Führung in einen 37:42-Rückstand verwandelt.

Bayernliga Mitte

  • TSV-Kader:

    Alwin Prainer (16 Punkte), Stefan Beer, Andreas Schindwolf (je 12), Christopher Bias (8), Leon Krampert (5), Sebastian Erdelt (3), Johannes Pflamminger (2), Sebastian Fischer (1), Vaidas Butkus, Felix Müller und Stefan Münch

  • Ausblick:

    Am Sonntag um 16 Uhr empfängt der TSV Schwandorf in der Oberpfalzhalle den VfL Treuchtlingen 2.

Und nach dem Seitenwechsel ging es weiter wie zuvor: Die Schwandorfer hatten nicht mehr das Glück im Abschluss und das spielte den Hausherren, die eine Vielzahl der Punkte nach Schnellangriffen markierten, perfekt in die Karten.

So bauten sie die Führung vor dem Schlussviertel auf 63:49 aus und auch dem letzten Aufbäumen der Gäste im vierten Abschnitt wurde schnell der Wind aus den Segeln genommen. Gröbenzell erzielte am Ende einen ungefährdeten 78:59-Erfolg. Die Schwandorfer warten damit weiterhin auf den ersten Auswärtssieg der Saison und können sich nicht für die gute Anfangsphase belohnen.

Gute Offensivleistung

„Wir sind heute vor allem offensiv super gestartet und haben genau das umgesetzt, was wir zuletzt trainiert haben“, so Coach Fischer nach dem Spiel. „Aber leider hatten wir dann nicht mehr das nötige Quäntchen Glück im Abschluss und ein gutes Viertel reicht nicht gegen so ein Topteam.“

Am Wochenende wollen die Schwandorfer, die die letzten beiden Heimspiele gewonnen haben, aber wieder ein Erfolgserlebnis feiern. Dafür muss der TSV gegen Treuchtlingen eine ähnliche gute Leistung wie im ersten Viertel gegen Gröbenzell zeigen – allerdings ohne Prainer, der die nächsten drei Spiele verpassen wird. (stc)

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