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Schiesssport

Ein perfektes Wochenende

Eichenlaub-Schützen setzten Heimvorteil in Punkte um. Zuschauer verhelfen Saltendorfern zu exzellenten Leistungen.
Von Werner Artmann

  • Die Vorstellung der Schützen vor dem Wettkampf gegen Königsbach in der Dreifachsporthalle in Teublitz Foto: Werner Artmann
  • In überragender Form präsentierte sich mit zwei Siegen der Saltendorfer Alexander Schmirl beim Heimkampf. Foto: Werner Artmann
  • Die schießsportbegeisterten Zuschauer erlebten in der Dreifachsporthalle einen spannenden Wettkampf. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Ein wunderschönes Wochenende schenkten die Luftgewehr-Schützen der 1. Eichenlaub-Mannschaft ihren Fans mit zwei Siegen gegen äußerst starke Mannschaften aus Pforzheim und München. Aber auch das Publikum in der Dreifachsporthalle in Teublitz hatte maßgeblichen Anteil an den Erfolgen. Auch wenn sich in den kritischen Phasen des Wettkampfes eine Niederlage andeutete und letztendlich doch die Punkte in Saltendorf blieben, so feuerten die Saltendorfer Fans ihre Schützen lautstark an.

Schon am Samstag wurde dem Veranstalter des 1. Bundesligaspieltages gegen den SSK Königsbach alles abverlangt. Jede Position war äußerst hart umkämpft und letztendlich war der 4:1-Sieg doch gerechtfertigt, wenn es auch lange nicht danach aussah.

Im Stechen verloren

Claudia Brunner musste als Einzige den Punkt abgeben. Nach der regulären Schießzeit stand es Unentschieden (393:393) und das Stechen musste entscheiden, das sie dann allerdings verlor. Der auf Platz fünf startende Saltendofer Nachwuchsschütze Andreas Preis hatte dagegen einen sehr schlechten Start und konnte den Wettkampf gegen Bernd Fränkle mit 389:388 Ringen doch noch für sich entscheiden, da er in der letzten Serie keinen Fehler mehr machte und 100 Ringe erzielte.

Einen klaren Start-Ziel-Sieg sicherte sich Alexander Schmirl mit 398:391 Ringen. Hin und her ging es auf dem Startplatz zwei zwischen dem Saltendorfer Helmut Kächele und Andree Link. Zum Schluss jedoch hatte Kächele mit 396:395 Ringen das bessere Ende für sich.

Eine überragende Leistung lieferte wieder einmal die äußerst nervenstarke Julia Simon ab. Ihr Gegner, der ungarische Schnellschütze Zalan Pekler, beendete bereits nach 25 Minuten seinen Wettkampf mit hervorragenden 398 Ringen und fühlte sich schon wie der Sieger. Zur selben Zeit hatte Julia erst die Hälfte ihrer 40 Wettkampfschüsse absolviert. Die Spannung stieg auf den Höhepunkt, als Simon bei den letzten Schüssen zwei Zehner schießen musste, um den Sieg für Saltendorf zu holen. Hier stand sie alleine am Stand und die Augen der Zuschauer richteten sich nur auf sie. Der Jubel kannte dann keinen Grenzen, als Julia Simon zweimal die Zehn schoss und somit ihren Kampf mit 399:398 Ringen gewann. Somit war auch der dritte Mannschaftspunkt unter Dach und Fach, folglich auch der Gewinn für die Saltendorfer Fünf.

Mit einem großen Selbstbewusstsein gingen die Saltendorfer Schützen in ihren zweiten Kampf gegen die starken Münchner. Diese hatten in überzeugender Manier ihren ersten Kampf gegen Coburg mit 3:2 gewonnen. Hier stand schon fest, dass der Sieger dieser Partie mit Platz drei in der Tabelle belohnt werde, der Verlierer jedoch zurück ins Mittelfeld fallen würde.

Schon ab der ersten Serie konnte man sehen, dass das Saltendorfer Paar Julia Simon und Alexander Schmirl ihre Gegner voll im Griff hatten. Beide liefen zur Hochform auf und erzielten je 398 Ringe. Da konnten die Landeshauptstädter Denise Erber und Hanna Bühlmeyer mit je 393 Ringen überhaupt nicht mithalten. Jedoch auf den hinteren Plätzen waren die Münchner die Stärkeren an diesem Tag. Nachwuchsschütze Andreas Preis kam nicht in seinen Wettkampf und hatte keine Chance gegen Daniel Karg zu punkten. Mit 388:393 Ringen ging der Punkt nach München. Claudia Brunner war mit 393 Ringen stärker, jedoch konnte sie gegen den Franzosen Pierre-Edmond Piasecki nichts ausrichten und musste gegen 396 Ringe den Punkt abgeben.

Zuschauer sind begeistert

Den begeisterten Zuschauern war schnell klar, dass in der Paarung Nummer zwei mit Helmut Kächele (Saltendorf) gegen Lisa Haensch die Entscheidung über Sieg oder Niederlage fallen musste. Der Saltendorfer hatte nach zwei Serien den Wettkampf in Griff, jedoch in der dritten Serie hatte er einen kleinen Durchhänger, der ihm einige Ringe kostete. Seine Gegnerin Lisa Haensch war die schnellere Schützin und legte 392 Ringe vor. Kächele hatte noch acht Schuss zu absolvieren, bei denen immer die Zehn angezeigt werden musste, um als Sieger und damit zum Kampfgewinn aus der Partie hervor zu gehen. Jeder Schuss wurde euphorisch gefeiert und die Saltendorfer kamen den Sieg immer näher. Als auch noch der letzte Zehner angekommen war und mit 393 Ringen der Sieg unter einem beinahe nicht endenden Jubel feststand, war das perfekte Wochenende geschafft.

Die Eichenlaub-Schützen sind jetzt auf Tabellenplatz drei angekommen, und dieser Platz sollte, wenn möglich, auch bis zu Schluss gehalten werden. Damit wäre sie erneut beim großen Finale dabei. Der nächste Wettkampftag in der 1. Bundesliga findet am 23. November in Kronau statt, wo mit dem SV Buch ein sehr unangenehmer Gegner wartet. Buch steht auf Platz elf mit dem Rücken zur Wand und muss unbedingt punkten, was den Gegner äußerst gefährlich macht. „Nach diesem vergangenen Schießwochenende geht die Mannschaft natürlich mit breiter Brust die nächsten Aufgaben an und wird auch gegen Buch sehr konzentriert den Wettkampf annehmen“, stellte Trainer Robert Senft fest.

Eine personelle Änderung steht jetzt bereits fest. Alexander Schmirl befindet sich beim nächsten Bundesligaschießtag in China beim Weltcupfinale und fällt definitiv aus. Dafür wird aber Nikolaus Blamauer wieder ins Team zurückkehren und versuchen, seine guten Ergebnisse zu wiederholen.

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