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Schach

Ein Punkt im Spitzenspiel

Schwandorfs Landesliga-Team trotzt dem Spitzenreiter ein Unentschieden ab. SK Schwandorf II eilt von Sieg zu Sieg.
Von Stephan Stöckl

Petr Zvara und Dr. Norbert Barth punkteten für die 1. Mannschaft des Schachklubs im Spitzenspiel der Landesliga. Foto: Stephan Stöckl
Petr Zvara und Dr. Norbert Barth punkteten für die 1. Mannschaft des Schachklubs im Spitzenspiel der Landesliga. Foto: Stephan Stöckl

Schwandorf.Es war erneut ein guter Spieltag für die Mannschaften des Schachklubs Schwandorf. Am vorletzten Spieltag der Saison holte die 1. Mannschaft in der Landesliga Nordbayern gegen den Tabellenführer Schwarz-Weiß Nürnberg Süd ein starkes 4:4.

Zum Spitzenspiel empfing die 1. Mannschaft des SK Schwandorf als Tabellenzweiter den bis dahin verlustpunktfreien Tabellenführer Schwarz-Weiß Nürnberg Süd. Angesichts der vier Punkte Rückstand auf die Nürnberger waren bei noch zwei Wettkämpfen die Chancen auf Platz eins für die Schwandorfer eher marginal, dennoch wollte man es den Gästen nicht einfach machen.

Beide Teams traten in Bestbesetzung an und es entwickelte sich ein hochspannendes Spiel. Zunächst verlief der Wettkampf recht unaufgeregt. Die Partie von Werner Mühling (Brett 8) endete schnell mit einem Unentschieden. Auch an Brett 7 wurden bald die Punkte geteilt. Den ersten Aufreger gab es dann in der Partie von Pavel Votruba (Brett 3), der in Zeitnot den möglichen Gewinnplan nicht entdeckte und stattdessen die Punkteteilung ansteuerte. Auch die Partie von Johannes Paar (Brett 6) verließ nie die Remisbreite und endete mit einem Unentschieden, so dass es 2:2 stand.

Dann gingen die Schwandorfer in Führung, denn Dr. Norbert Barth (Brett 2) konnte sich mit einer überzeugenden Leistung im Endspiel durchsetzen. Doch Nürnberg schlug zurück und glich nach der Niederlage von Stephan Stöckl (Brett 4) zum 3:3 aus. Einen äußerst verbissenen Kampf gab es am Spitzenbrett. Petr Zvara versuchte alles, um gegen seinen starken Kontrahenten einen Vorteil zu erreichen, doch dieser wehrte alle Bemühungen ab, und zum Schluss trennten sich beide Spieler mit einem gerechten Unentschieden voneinander.

Entscheidung stand an

Beim Stand von 3,5:3,5 musste nun die letzte noch laufende Partie von Jürgen Lautner die Entscheidung bringen. Zwar konnte dieser sich geschickt einen Vorteil erspielen, doch nach fast sechs Stunden Spielzeit fand er nicht das entscheidende Gewinnmanöver und so konnte ihm sein Gegner ins Unentschieden entwischen.

Die 2. Mannschaft des SK Schwandorf eilt in der Bezirksliga Nord nach dem verdienten 5:3 über den TSV Nittenau weiter von Sieg zu Sieg und setzt den Tabellenführer Amberg mächtig unter Druck. Nach einem schnellen Unentschieden von Christian Elitzke an Brett 7 gerieten die Schwandorfer unerwartet in Rückstand. Dominik Helbling (Brett 8) steuerte auf einen Sieg zu, doch nachdem ihm sein Vorteil immer mehr entglitt, musste er sich sogar noch geschlagen geben.

Doch dann drehte die SK-Vertretung das Spiel. Daniel Scharf (Brett 3) nutzt einen Fehler seines Kontrahenten zum Sieg. Ein schöner Sieg an Brett 5 und Maximilian Stöckl an Brett 6 mit einem überzeugenden Mattangriff stellten die Weichen beim Stand von 3,5:1,5 auf Sieg für Schwandorf.

Ernst Dotzauer (Brett 4) musste hart kämpfen, ehe er das Unentschieden sicher hatte und auch Oliver Schmidt (Brett 2) hatte ein paar bange Momente zu überstehen, bevor auch bei ihm die Punkte geteilt werden konnten. Eric Steger am Spitzenbrett schien auf einem guten Weg zu sein, doch dann ließ er seinen Gegenüber in das Unentschieden entwischen.

Damit konnten sich die Schwandorfer über einen 5:3-Erfolg im Landkreisderby freuen und liegen mit 14:2 Punkten weiterhin auf dem zweiten Platz. Da jedoch Tabellenführer DJK Amberg (16:0) keine Schwäche zeigt, müssen die Schwandorfer nun am letzten Spieltag (Sonntag) auf einen Ausrutscher hoffen und selbst das schwere Heimspiel gegen den SF Roding erfolgreich gestalten.

Wertvolle Punkte

Einen ganz wichtigen Sieg schaffte die 3. Mannschaft in der Kreisliga I Nord. Nach dem 3,5:2,5-Erfolg über den SC Furth II hat man wieder sehr gute Chancen im Kampf um den Klassenerhalt. Bei Siegen von Timo Mandl, Walter Adlhoch und Bernd Eichinger gab es Niederlagen für Karlheinz Obermeier und Sebastian Knobel und ein Remis für Josef Schmid. In der Tabelle liegen die Schwandorfer nun mit 6:10 Punkten auf dem achten Platz vor dem SC Cham (5:11) und Roding II (2:14). Im letzten Spiel kommt es nun am Sonntag im direkten Duell beim SC Cham zur Entscheidung, wer neben Roding II absteigen muss.

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