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Handball

Eine Halbzeit wie aus dem Lehrbuch

Trainer Söllner ist nach dem Sieg der HSG-Damen voll des Lobes. 23 Zeitstrafen werden im Wackersdorfer Spiel gegeben.

Sowohl die HSG Nabburg/Schwarzenfeld als auch die SG Naabtal gestalteten ihre Partien siegreich.  Foto: Dominik Straub/Archiv
Sowohl die HSG Nabburg/Schwarzenfeld als auch die SG Naabtal gestalteten ihre Partien siegreich. Foto: Dominik Straub/Archiv

Schwandorf.Die HSG Nabburg/Schwarzenfeld hat gegen die TS Regensburg mit 30:17 (14:4) gewonnen. Das zweite Heimspiel in Folge stand unter den gleichen Vorzeichen, wie das Spiel zuvor gegen den ASV Cham II. Die Regensburger waren wie die Chamer noch ohne Sieg, die HSG noch ohne Punktverlust und eindeutig Favorit. Nach starken Anfangsminuten – Spielstand 6:0 (8:17) – kam Sand ins HSG-Getriebe. Leichtfertig vergebene Torchancen einerseits verhinderten ein noch deutlicheres Ergebnis und Sicherheit für die restliche Spielzeit. Zum anderen brachte die Gästemannschaft, gespickt mit einigen Handball-Haudegen, mit ihren zähen und des Öfteren bis ans Zeitlimit gehenden Angriffen das Konzept der HSG durcheinander. Anders als im Spiel gegen Cham ließ man sich vom statischen Angriffsspiel der Regensburger anstecken, bis es Martin Strejc zu bunt wurde und eine Auszeit (Spielstand 8:1 bei 19:21) Besserung bringen sollte. Es sollten aber nur weitere sechs HSG-Tore zum 14:4-Pausenstand folgen.

Magdalena Streit (hier im Spiel gegen die HG Eckental) steuerte neun Treffer zum 31:25-Erfolg der Damen I des HV Oberviechtach bei der HG Amberg bei.  Foto: Günter Uschold
Magdalena Streit (hier im Spiel gegen die HG Eckental) steuerte neun Treffer zum 31:25-Erfolg der Damen I des HV Oberviechtach bei der HG Amberg bei. Foto: Günter Uschold

Die zweite Halbzeit brachte keine grundsätzliche Änderung. Eine hektische und zerfahrene Phase folgte. Die Gäste versuchten, mit Einzelaktionen Strafwürfe und Zeitstrafen provozieren. Die beiden jungen Schiedsrichter ließen sich jedoch nicht beeindrucken, eben sowenig die HSG Akteure. Nach und nach beruhigte sich das Spiel wieder. Die HSG bestimmte wieder das Geschehen und konnte mit einigen gelungenen Aktionen zumindest teilweise ihre Fans begeistern. Über ein 15:8 (34:27) beziehungsweise 19:9 (39:42) stellte man klare Verhältnisse her. Letztendlich gibt das eindeutige Ergebnis von 30:17 die Verhältnisse wieder, auch wenn es ein zähes Stück Arbeit war. „Mit ihrer unorthodoxen Spielweise brachten uns die Gäste zeitweise aus dem Konzept. Dass es für das Spiel keinen Schönheitspreis gibt, ist uns klar. Das Wichtigste war, dass wir einen kühlen Kopf bewahrt und zwei Punkte geholt haben. Jetzt gilt unser ganzes Augenmerk dem Spiel in 14 Tagen gegen Oberviechtach“, sagte Spieler-Trainer Florian Sturm.

HV Oberviechtach im Blickpunkt

  • Damen I:

    Im vierten Auswärtsspiel hat es endlich geklappt. Mit 31:25 (15:12) gewannen die Schützlinge von Martin Streit und Claudia Hauser bei der HG Amberg. Im zweiten Spielabschnitt kamen die Vilsstädterinnen zu einigen schönen Treffern doch die Antwort der Streit-Hauser-Aktiven folgte postwendend. Ein Doppelschlag, sieben Minuten vor Schluss (26:21) brachte die Vorentscheidung.

  • Damen II:

    Eine 18:26 (9:12) Niederlage musste der HVO in Hemau einstecken. In der Anfangsphase verlief die Begegnung noch ausgeglichen (6:6), ehe sich die Gastgeberinnen bis zum Pausenpfiff leicht absetzten (9:12). Im zweiten Durchgang erspielten sich die Damen II gute Chancen, doch in der Verwertung haperte es.

  • Herren I:

    Es war die bis dato schlechteste Saisonleistung bei der 29:34 (12:17)-Niederlage in Kelheim. Die Mannen von Trainer Jan Vetrovec und Co-Trainer Mario Baier lagen in der 18. Minute mit vier Toren in Front (10:6). Doch dann lief immer weniger zusammen. Beim Stand von 20:23 schien nochmals eine Wende möglich, doch ein weiterer Zwischenspurt der Hausherren brachte die Entscheidung zuungunsten der „Rot-Schwarzen“.

  • Herren II:

    Die zweite Herrenmannschaft verlor bei der SG Auerbach/Pegnitz III nach großem Kampf mit 23:27 (13:10). Stark ersatzgeschwächt (nur 7 Spieler) zeigten die Mannen um Spielertrainer Daniel Reil einen couragierten Auftritt, es reichte jedoch nicht.

Was die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld ihren zahlreich mitgereisten Fans nach Altdorf zeigten, war mehr als überragend. Mit 37:27 siegten sie gegen die Franken. Es lief in den ersten 30 Spielminuten wie aus dem Lehrbuch. Der Angriff zeigte sich hervorragend eingestellt. Durch hohe Laufbereitschaft zogen die Gäste schnell mit 1:4 davon. Gewarnt von dem schnellen Angriffsspiel des Gastgebers organisierten sich die Oberpfälzerinnen blitzschnell zurück. Der TV Altdorf fand sich mit der aggressiven Abwehr der Gäste nicht zurecht. Auf der Gegenseite aber lief es wie am Schnürchen, selbst als man nur zu viert auf dem Platz stand. Jeder Angriff zierte einen Torerfolg. Zur Halbzeit führte die HSG mit 32:11. „Wir haben in der ersten Hälfte das gezeigt, was wir wirklich können. Der Zwischenstand ist das Ergebnis von voller Konzentration und einer Fehlerquote von null“, sagte Coach Söllner. Nach dem Wechsel stellte der Gastgeber seine Defensive um und markierte zwei schnelle Tore. Die Oberpfälzerinnen schienen etwas im Tiefschlaf zu sein, doch dank der hohen Führung konnten sie sich ein paar Minuten Unkonzentriertheit leisten. Dann kam man wieder zurück in die Spur. Die Abwehr arbeitete dann sehr souverän und zwei gehaltene Siebenmeter von Theresa Weiherer unterstützten immens.

30 Punkte nach 45 Minuten

Bereits nach 45 Spielminuten hatte man die 30er Marke geknackt, aber der TV Altdorf gab in keiner Minute auf. Lena Greindl, die aushilfsweise mitreiste, unterstützte die Oberpfälzerinnen in den letzten Zügen souverän, so dass der Endstand von 27:37 doch sehr klar war. Söllner lobte sein Team: „Wir haben überragend gespielt. In der zweiten Spielhälfte haben wir etwas nachgelassen, was den Gästen noch einige Tore bescherte. Gratulation an die Mannschaft.“ Die verletzungsgeplagten Wackersdorfer Handballer mussten den – zumindest für die Bezirksliga – weiten Weg nach Hersbruck antreten. Dort wollte man endlich wieder punkten. Der Kader von Coach Christof Heiduk wurde mit Spielern der Herren II aufgefüllt und so konnte trotzdem eine schlagkräftige Truppe aufs Parkett laufen. Die Anfangsphase der Partie verlief verheißungsvoll, aber schon da war klar, dass die Unparteiischen nicht viel zu lassen würden: Es hagelte auf beiden Seiten Zeitstrafen. Ab Mitte der ersten Hälfte nutzen die Hersbrucker die Überzahlsituationen besser als die Gäste, und so stand es 13:10 zur Halbzeit.

Die TVler liefen nach Wiederanpfiff immer einem Rückstand hinterher. Als der bis dahin starke Leon Utz eine doppelte Zeitstrafe kassierte und kurz darauf noch ein weiterer Hersbrucker auf der Bank Platz nehmen musste, schöpfte Wackersdorf noch einmal Hoffnung. Youngster Max Heiduk verwandelte einen Strafwurf zum 19:18-Anschlusstreffer. Allerdings wurde das Spiel immer hitziger und unruhiger. Die Hersbrucker ließen sich auch durch eine offensivere Abwehrformation nicht aus der Ruhe bringen: So gewannen die Mittelfranken am Ende mit 26:22.

„23 Zeitstrafen in einem Handballspiel habe ich selten gesehen. Allerdings waren wir leider nicht in der Lage, die Überzahlsituationen besser für uns zu nutzen, und das machte heute den Unterschied aus“, bilanzierte Heiduk. „Die Liste der verletzten Spieler ist wieder länger geworden, daher bin ich froh, dass jetzt erst einmal Punktspielpause ist.“ Heiduk weiter: „Ich bin stolz auf meine Mannschaft und wir müssen einfach weiter an uns glauben und dann werden wir auch die nächsten Punkte holen und dem Ziel Klassenerhalt Stück für Stück näher kommen.“

Tore Wackersdorf: Buzhala 5, Djuperovic 4, Jobst 4/1, Kreiter, Rzychon je 2, M. Heiduk 2/2, Bernhard, Borchard, Trommer je 1. (aro)

Mit 30:28 gewann die SG Naabtal gegen den HC Weiden. Schon vor Beginn des Spiels merkte man in der Kabine deutlich, dass Sonntagsspiele am Spätnachmittag nicht beliebt sind. Es kam keine richtige Stimmung auf und das kristallisierte sich auch im Spiel heraus. Man fand schwer ins Spiel, in der Abwehr ließ man viel zu viele einfache Spielzüge zu und musste somit immer wieder einen Rückstand aufholen. Vergebene Torchancen und eine erhöhte Fehlerquote erschwerten die Aufholjagd. Wieder und wieder schafften es die Weidenerinnen, sich einen Punkt zu erkämpfen. Bis zur Halbzeit kämpften sich die Naabtalerinnen auf ein Tor heran.

SG beweist Durchhaltevermögen

Das Ziel der Naabtalerinnen war klar: Eine Niederlage stand nicht zur Debatte, allerdings musste dann die Abwehrleistung besser werden und der Angriff routinierter. Bis zur 46. Minute ging das Spiel so weiter wie vor der Pause. Kurzfristig übernahm dann Naabtal das Zepter und führte bis zur 52. Minute mit einem Tor. Doch dann drehte sich das Spiel noch einmal, und Weiden schaffte es, bis zwei Minuten vor Schluss die Führung zu halten. Zwei Zeitstrafen auf Weidener Seite begünstigen das Spiel der Naabtalerinnen. Eine davon war eine Zwei-Minuten-Strafe kurz vor Schluss für den Trainer der Gäste, was dazu führte, dass die Gastgeber mit zwei Spielerinnen in der Überzahl den Deckel draufsetzen konnten. Trotz des Sieges waren die SG-Damen nicht sehr zufrieden, da einfach das Gesamtbild diesmal nicht stimmte. Aber das lobenswerte Durchhaltevermögen und der Kampf bis zum Schluss führten zu den letztlich verdienten zwei Punkten. In der nächsten Woche steht das Auswärtsspiel in Eckental an. Es spielten: Senger (TW), Spitzner V.(6/1) , Schell, Hornauer, Stopfer (4) , Weh (3), Schneeberger (2), Spitzner L. (3), Böhm(4), Meisel, Zenger, Schiessl(8/4), Strauß.

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