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Handball

Heimpleite für HV-Damen

Oberviechtacherinnen unterliegen gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten. SG Naabtal kassiert zweite Saisonniederlage.

Nur selten konnten sich die HV-Damen gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten, so wie hier Magdalena Streit, erfolgreich durchsetzen. Foto: Günter Uschold
Nur selten konnten sich die HV-Damen gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten, so wie hier Magdalena Streit, erfolgreich durchsetzen. Foto: Günter Uschold

Schwandorf.Zum ersten Mal in der Saison 2019/2020 musste die 1. Damenmannschaft des Handballvereins Oberviechtach eine Heimniederlage einstecken. Gegen die HSG Pyrbaum/Seligenporten verloren die Schützlinge von Martin Streit und Claudia Hauser am Sonntag mit 20:27 (13:15).

Gegen den Aufsteiger aus der Bezirksliga erwischten die Gastgeberinnen einen denkbar ungünstigen Start. Nach sieben Minuten lagen die HV-Damen mit 0:4 im Rückstand, ehe Julia Vesenjak der erste Treffer gelang. Gegen die 5-1-Abwehr der Gäste taten sich die Schützlinge von Martin Streit und Claudia Hauser zu diesem Zeitpunkt extrem schwer, und wenn man zu Torgelegenheiten kam, wurden diese teilweise überhastet vergeben.

Erst ab Mitte der ersten Halbzeit wurde das Angriffsspiel des HV druckvoller und vor allem im Eins-gegen-Eins konnten Tore erzielt werden. Allerdings hatte die Abwehr des HV in der ersten Halbzeit einen schweren Stand gegen die HSG-Angreiferinnen. Immer wieder kamen die Doktor-Eisenbarth-Städterinnen einen Schritt zu spät, und die HSG konnte zunächst Treffer von allen Positionen erzielen.

Auch die beiden Torhüterinnen bekamen in dieser Phase keine Hand an den Ball. So wuchs der Rückstand zwischenzeitlich auf sieben Treffer an (7:14). Erst in den letzten acht Minuten der ersten Halbzeit fanden die HVlerinnen ihren Rhythmus. In der eigenen Defensive wurden nun Ballgewinne verzeichnet, und durch schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff kamen die Streit-/Hauser-Akteure zu einigen einfachen Toren. Der Rückstand wurde so bis zum Seitenwechsel stetig verkürzt (10:14: 13:15).

In die zweite Hälfte nahmen die Hausherrinnen den Schwung der Schlussphase aus Halbzeit eins zunächst mit und konnten ausgleichen (16:16). In dieser Phase hatten die HVlerinnen mehrmals die Gelegenheit, selber in Front zu gehen, aber Fehlpässe und Unkonzentriertheiten verhinderten das Vorhaben. Dafür fanden die Gäste wieder ihren Rhythmus und setzten sich wieder ab (17:20). Zwar versuchten die Fichtenstädterinnen noch mal alles, um ins Spiel zurückzukommen, aber eine neunminütige Torflaute (18:21; 18:26) sorgte für die endgültige Entscheidung zuungunsten des HV. Am Ende hieß es 20:27 aus Sicht der Oberviechtacherinnen, die am Sonntag in allen Mannschaftsteilen einen gebrauchten Tag erwischt hatten und nur selten ihr wahres Potenzial abrufen konnten.

Bereits am Sonntag um 16 Uhr besteht die Gelegenheit zur Wiedergutmachung, wenn der TV Altdorf seine Visitenkarte in der Oberviechtacher Gymnasiumhalle abgibt.

Derby in Neunburg

Zum letzten Spiel im Jahr 2019 trat die zweite Herrenmannschaft des Handballvereins Oberviechtach beim FC Neunburg vorm Wald II an. Im Vergleich zum letzten Auftritt in Auerbach konnte Spielertrainer Daniel Reil auf einen gut bestückten Kader zurückgreifen. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (5:5) konnte sich der HV leicht absetzen (14:10). Doch Neunburg kam bis zur Halbzeit wieder heran (15:14 aus Oberviechtacher Sicht). Bis zur 48. Minute blieb die Partie weiter umkämpft (22:22), ehe sich die Zweite des HV bis auf drei Treffer entfernen konnte (26:23). In den Schlussminuten verteidigten die Mannen um Spielertrainer Daniel Reil ihre Führung und sicherten sich mit 31:26 beide Zähler zum Jahresausklang.

Am vergangenen Sonntag mussten die SG-Damen zum Auswärtsspiel in Eckental anrücken. Eigentlich war die Favoritenrolle klar: Die Mannschaft von Spielertrainerin Kerstin Weh befindet sich derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz (14:2 Punkte), während sich die Gastgeberinnen vom Tabellenende ins obere Mittelfeld kämpften.

Angetrieben vom letzten knappen Heimsieg gegen Weiden wollten es die SGlerinnen endlich wieder beweisen, dass sie völlig verdient um die oberen Plätze mitspielen. Dies gestaltete sich allerdings schwieriger als gedacht, da einige Spielerinnen krankheitsbedingt absagen mussten oder aber verhindert waren. Nichtsdestotrotz zeigte man sich vor Spielbeginn motiviert. Aber wie in der Partie zuvor fanden die Gäste in den ersten Minuten keinen rechten Zugriff auf den Gegner, und so musste man bis zur ersten Auszeit nach zehn Minuten einen 3:8-Rückstand hinnehmen. Die restliche Halbzeit war wieder einmal geprägt von technischen Fehlern und vergebenen Torchancen im Angriff, bis hin zu einer nicht vorhandenen Abwehrleistung, so dass die Gastgeberinnen aus Eckental regelrecht dazu eingeladen wurden, ihre freistehenden Würfe erbarmungslos zu versenken.

Dennoch versuchten die Naabtalerinnen, den Kopf nicht hängen zu lassen und begannen mit der Aufholjagd. Es erfolgte auch eine Umstellung in der Abwehrformation, da man sich gezwungen sah, die wurfstarke Franziska Hofmann in den Griff zu bekommen. Davon zeigten sich die Eckentalerinnen wenig beeindruckt und setzten die manngedeckte Spielerin einfach als zweite Kreisläuferin ein, wodurch es den Gästen noch schwieriger fiel, den gegnerischen Lauf zu unterbinden. In der 30. Minute verabschiedete man sich dann mit einem viel zu hohen Ergebnis aufseiten der Eckentaler Damen (21:14).

Handball in Zahlen

  • Damen: HG Eckental – SG Naabtal 32:29 (21:14); SG Naabtal:

    Senger (TW), Spitzner V. (5/3), Schell, Weh (13/3), Schneeberger (3), Spitzner L. (3), Böhm (1), Zenger (1), Hornauer (2), Meisel, Schiessl (1)
    HV Oberviechtach – HSG Pyrbaum/Seligenporten (13:15) 20:27; HV Oberviechtach: Dobmeier, Herzog, Marie Streit (2 Tore), Jessica Pflug, Neuber, Kiener (1), Uschold, Hauser (2), Betz (8), Schöberl, Magdalena Streit (5), J Vesenjak (1), Laura Pflug (1), Götz

  • Herren:

    FC Neunburg vorm Wald II – HV Oberviechtach II (14:15) 26:31; HV: Prüfling und Ruhland (beide Tor); Mühlbauer, Fischer (3 Tore); Uschold (4), Reil (1), Pfeil (1), Fütterer (6), Höcherl (3), Bindl (1), Schöberl, Preiß (8), Dirscherl (4)

Kerstin Weh versuchte, an den Kampfgeist ihrer Mannschaft zu appellieren und erinnerte daran, dass man bereits in vergangenen Spielen höhere Rückstände noch aufholen konnte. Mit diesem Ziel vor Augen versuchten die Damen der SG Naabtal, einen Gang höher zu schalten, was ihnen jedoch zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder einmal nicht gelingen sollte. Erst im letzten Drittel des Spiels zeigte sich, dass die Gäste doch noch nicht aufgegeben haben, und es gelang dem Naabtaler-Angriff, allen voran Spielertrainerin Weh, endlich eine ansehnliche Leistung aufs Feld zu bringen. Auch in der Abwehr wirkte man viel aufmerksamer, wodurch Eckental häufig in Bedrängnis geriet und keine leichten Torabschlüsse mehr erzielen konnte. Somit kämpfte sich Naabtal, die stetig einem Sieben-Tore-Rückstand hinterlief, bis auf fünf Zähler heran, wodurch die Gastgeberinnen gezwungen waren, diesen Lauf durch ein Team-Time-Out zu unterbinden.

Mit fünf Toren voraus

Angetrieben von der ersten guten Leistung im gesamten Spielverlauf, gestalteten sich die nächsten Minuten zugunsten der Naabtalerinnen, die sich bis zum 25:27 herankämpfen konnten. Aber auch die Gastgeberinnen aus Eckental legten noch mal einen Zahn zu, und gingen erneut mit fünf Zählern in Führung und besiegelten somit das Naabtaler Schicksal.

In der 53. Minute erhielt Anna-Lena Hornauer auch noch die einzige Zwei-Minuten-Strafe, und somit konnte von diesem Punkt an nur noch Ergebniskosmetik betrieben werden. Schlussendlich trennten sich die Mannschaften mit einem 32:29-Sieg für die Heimmannschaft.

„Heute haben wir das Spiel bereits in den ersten zehn Minuten aus der Hand gegeben“, resümiert Spielertrainerin Kerstin Weh. „Trotz unserer starken Phase war es dennoch nicht mehr möglich, den Rückstand dieses Mal aufzuholen, aber die gesamte Mannschaft lässt sich davon mit Sicherheit nicht so schnell unterkriegen.“

Obwohl die SG Naabtal an diesem Tag nicht ihre beste Leistung zeigen konnte, lassen die Damen den Kopf nicht hängen und freuen sich auf die nächste Partie am 15. Dezember in der heimischen Oberpfalzhalle gegen die Viertplatzierten aus Mintraching/Neutraubling (Anpfiff: 18 Uhr).

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