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Handball

Heißer Kampf um die Spitze

Die SG Naabtal sagt Spitzenreiter HSG Nabburg/Schwarzenfeld den Kampf an. HV Oberviechtach ist in der Favoritenrolle.

Die SG Naabtal (in Grau) trifft im Derby auf die HSG Nabburg/Schwarzenfeld.  Foto: Josef Schaller
Die SG Naabtal (in Grau) trifft im Derby auf die HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Foto: Josef Schaller

Schwandorf.In der Burglengenfelder Gymnasiumhalle kommt es am Sonntag um 19 Uhr zum Spitzenspiel der Bezirksoberliga. Die Damen der SG Naabtal, aktuell auf dem zweiten Platz, empfangen den Tabellenführer aus Nabburg/Schwarzenfeld.

Dieses Derby verspricht Spannung, denn für beide Mannschaften ist ein Sieg in dem Aufeinandertreffen sehr wichtig. Nachdem die SG Regensburg im letzten Spiel überraschend verloren hat und nun drei Punkte hinter der Tabellenspitze liegt, kann die HSG mit einem Sieg einen ersten großen Schritt in Richtung Meisterschaft machen. Die SG Naabtal müsste bei einer Niederlage den Abstand auf den Platz eins mit vier Minuspunkten vergleichsweise groß werden lassen. Mit einem Sieg hingegen kann die SG Naabtal aber mit Nabburg/Schwarzenfeld gleichziehen, und alles wäre wieder offen.

Es treffen am Sonntag außerdem die beiden stärksten Angriffsreihen aufeinander. Die Schwarzenfelder Damen haben in ihren 15 Spielen bisher 433 Tore geworfen, die Naabtalerinnen 409. Damit sind es auch die einzigen beiden Mannschaften in der Liga, die die 400 bereits geknackt haben. Zum hohen Torekonto viel beigetragen hat auf der HSG-Seite Neuzugang Anja Hirschmann. Sie steht aktuell auf der Torschützenliste mit 106 Toren ganz oben. Auf sie wird man in den eigenen Abwehrreihen besonders achten. Doch die Naabtalerinnen brauchen sich nicht verstecken, direkt verfolgt wird Hirschmann nämlich gleich von zwei Spielerinnen der SG: Corina Schießl und Kerstin Weh sind ihr mit jeweils 97 Treffern dicht auf den Fersen.

Hinspiel ging an die HSG

Das Vorrundenspiel der beiden Mannschaften konnte die Truppe um Trainer Karl Söllner mit 26:23 für sich entscheiden. Doch Naabtal hat mittlerweile immer besser in die Saison gefunden. Es gab zuletzt sehr hohe Siege gegen Rohr/Pavelsbach (35:23) und Amberg (30:19), welche den Mädels nun Selbstvertrauen für das Spitzenspiel geben sollten. Auch gegen den Tabellendritten, die SG Regensburg, konnte Naabtal in der Vorrunde klar mit 26:18 gewinnen. Schwarzenfeld hingegen musste sich den Regensburgern im Januar geschlagen geben.

Beide Mannschaften werden an diesem Tag alles in die Waagschale werfen, um dieses wichtige Spiel zu gewinnen. Die Schwarzenfelder Damen haben dabei vielleicht auch noch die Rechnung aus dem Vorjahr offen. Auch da traf man in der Gymnasiumhalle in der Rückrunde aufeinander. Die SG Naabtal konnte dabei das Derby bei voller Halle für sich entscheiden und besiegelte damit den Nicht-Aufstieg der Gegner.

Spitzenspiele

  • BOL-Damen:

    Der SG Naabtal fehlen nur zwei Punkte auf den Spitzenreiter HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Sollte der SG ein Sieg gelingen, könnten sie nach Punkten mit dem Spitzenreiter gleichziehen.

  • Bezirksliga Ost Herren:

    Die HSG Nabburg/Schwarzenfeld muss als Spitzenreiter zum ärgsten Verfolger nach Roding, dem drei Punkte auf den Führenden fehlen.

Hell wach in der Defensive und volle Konzentration bei den Torabschlüssen haben oberste Priorität bei der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Man will sich nicht noch einmal in Burglengenfeld die Blöße geben und die Tabellenführung gekonnt verteidigen.

Trainer Söllner: „Wir können am Sonntag gewinnen, dazu müssen wir aber als Mannschaft auftreten und dürfen uns nur wenig Fehler leisten. Das Hinspiel konnten wir durch Zusammenhalt positiv gestalten und so muss es auch am Sonntag sein.“

Die Damenmannschaft des Handballvereins Oberviechtach 2002 ist am Samstag um 19 Uhr bei der HSG Pyrbaum/Seligenporten zu Gast. Nach dem Spiel in der Vorwoche gegen die SG Mintraching/Neutraubling II ist das die nächste sehr schwere Prüfung für die Aktiven von Martin Streit und Claudia Hauser. Die Gastgeberinnen belegen derzeit den vorletzten Platz in der Tabelle. Doch sollten die Oberviechtacher Spielerinnen die HSG nicht auf die leichte Schulter nehmen, sie zeigten gerade in den Heimspielen gute Leistungen.

Die beiden Trainer Martin Streit und Claudia Hauser hoffen, dass ihre Akteure die Lehren aus dem Hinspiel gezogen haben und vom Anpfiff weg als geschlossene Einheit agieren, die aber auch ihre individuelle Stärke einbringen kann.

Vorentscheidung in Roding

Am Sonntag um 16.30 Uhr findet in der Rodinger Rundturnhalle das Spitzen- und vorentscheidende Meisterschaftsspiel um den Titel und den damit verbundenen direkten Aufstieg in die Bezirksoberliga Ostbayern statt.

Beide Teams wollen aufsteigen. Die Vorzeichen scheinen unterschiedlich. Während die Rodinger zahlreiche Neuzugänge zu verzeichnen hatten und sich erst zusammenfinden mussten, blieb die HSG nahezu unverändert gegenüber dem Abstieg 2018/2019.

Zum Glück blieb die HSG angesichts des kleinen Kaders vor größeren und langfristigen Verletzungen bis auf Fabian Domaier verschont. Für die HSG heißt es, kühlen Kopf bewahren und sich nicht provozieren lassen, dem Gegner das eigene Spiel aufzwingen und aus der sattelfesten Abwehr heraus ein fehlerfreies Angriffsspiel aufziehen.

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