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Crosstriathlon

Helena Pretzl ist Weltmeisterin

Sascha Kellner kommt auf Rang fünf bei der WM. Michael Schaller musste den Wettkampf wegen eines Raddefekts aufgeben.

Weltmeisterin Helena Pretzl zeigte vor allem auf dem Bike, wo ihr Talent liegt. Foto: bpf
Weltmeisterin Helena Pretzl zeigte vor allem auf dem Bike, wo ihr Talent liegt. Foto: bpf

BURGLENGENFELD.Die Prembergerin Helena Pretzl hat bei der Crosstriathlonweltmeisterschaft in Dänemark ihre Altersklasse W25 gewonnen. Zudem wurde sie 3. Amateurweltmeisterin aller Starterinnen. Der zweite Starter der Leichtathletikabteilung des TV Burglengenfeld, Sascha Kellner, erkämpfte sich Rang fünf in der Altersklasse. Den Tag verfluchte jedoch Michael Schaller, als er nach einem „Schleicher“ mit defekten Rad trotz Pannensprays aufgeben musste.

Nachdem TV-Triathlet Thomas Kerner schon mehrfach den Weltmeistertitel im Crosstriathlon erobert hat, gelang jetzt auch Vereinskollegin Helena Pretzl dieses Kunststück. Zudem kann man noch sagen: „Wie der Vater, so die Tochter“: Denn auch ihr Vater Franz Pretzl hatte 2008 ebenfalls einen WM-Titel im Crosstriathlon gewonnen. Dieser begleitete mit seiner Frau als Trainer seine Schützlinge Sascha Kellner, Michael Schaller und Helena Pretzl zum 1000 Kilometer entfernten Wettkampfort in Svendborg in Dänemark. Insgesamt holte die TV-Leichtathletikabteilung schon ihren vierten WM Titel.

Quallen im Gesicht, vier offene Blasen und zudem noch Krämpfe beim Laufpart, das alles hielt Helena Pretzl auf ihrem Weg zum Weltmeistertitel der Internationalen Triathlonunion nicht auf. Nachdem sie im Vorjahr erst mit dem Ausdauersport so richtig angefangen hat, konnte die Aufsteigerin des Jahres gar nicht ihr Glück fassen.

Zäher Start beim Schwimmen

Es war ein harter Kampf, zumal ihr der erste Part, das 1000 Meter Schwimmen, diesmal nicht so gut gelang und sie erst nach 17.16 Minuten die kühle 18 Grad kalte Ostsee verließ. Schläge der Mitkonkurrentinnen und vor allem die brennenden Quallen im Gesicht ließen sie nicht so richtig in Fahrt kommen. Dafür beeindruckte sie mit einer fast eine Minute schnelleren Wechselzeit als ihre Gegnerinnen und überholte so in der Wechselzone schon deren fünf. Der herausfordernde, zweimal zu durchfahrende 14,5-Kilometer-Radkurs, der auch als harter Crosscountry- Mountainbikekurs alle Achtung verdient hätte, lagen ihr jedoch. Es gab kein gerades und ebenes Stück, das länger als 50 Meter gewesen wäre, und das kam der draufgängerischen Fahrweise von Pretzl sehr entgegen.

Die Einzelergebnisse

  • Michael Schaller: 17.13 min, 1.26 Wechsel, Aufgabe wegen Raddefekt

  • Sascha Kellner: 16.46 min. Schwimmen, 1.34 min. Wechsel, 1:32.29 Std. Bike, 1.43 min. Wechsel, 51.24 min. Lauf, gesamt 2:43.56 Std., 5. AK 25, gesamt

  • Helena Pretzl: 17.16 min. Schwimmen, 1.20 min.. Wechsel, 1:34.55 Std. Bike, 1.37 min. Wechsel, 48.55 min. Lauf, gesamt: 2:44.03. Std., 1. Weltmeisterin W 25 und 3. Gesamt Amateurweltmeisterin. (bpf)

So arbeitete sie sich immer weiter nach vorne und wechselte als Dritte auf den Laufpart. Auch hier war Trailerfahrung gefragt mit steilen An- und Abstiegen sowie vielen Pfaden. Anfangs lief es nicht so richtig rund mit immer wieder einsetzenden Krämpfen, was man ihrem abgekämpften Gesichtsausdruck ansah. Erst nachdem das Gel, das sie kurz vor dem Wechsel trank, seine Wirkung zeigte, sah man auch ihren Beinen einen erfrischenden Laufstil an. Die Viertplatzierte war zudem bei Kilometer vier schon bis auf 30 Sekunden herangerückt, doch dann gab Helena Pretzl noch einmal richtig Gas. Trotz vier großer offener Blasen an den Zehen und den Fersen und lief sie als neue Weltmeisterin in der W 25 ins Ziel. Was die Leistung der Newcomerin wert ist, das zeigte ihr dritter Platz aller Amateurstarterinnen. Im 20-köpfigen Profifeld wäre sie zudem noch ausgezeichnete Elfte geworden.

„Schleicher“ bedeutete das Aus

Michael Schaller war der Pechvogel des Tages. Der Crossduathlon-Europameister 2017 fühlte sich nach seinem Test beim Schwandorfer Stadtlauf so richtig gut in Form und zeigte in seiner schwächsten Disziplin, dem Schwimmen, einen guten Auftakt. Allerdings war sein Traum nach acht Kilometern Biken zu Ende. Trotz Reifenchecks am Vortrag und vor dem Start musste er bei Kilometer drei einen Schleicher feststellen. Das Pannenspray half jedoch wieder nur drei Kilometer, so dass er genervt aufgeben musste.

Erfreut war Sascha Kellner vor allem, dass sein lädiertes Kreuz hielt. Ganz zufrieden stieg er aus dem Wasser und hielt auch auf dem Bike auf den verwinkelten Kurs gut mit. Erst der Zehn-Kilometer-Laufpart machte ihm zu schaffen. Insgesamt zeigte er sich mit Platz fünf in der AK 25 zufrieden – angesichts des Trainingsausfalles wegen seines Problemrückens.

Die Einzelzeiten (bpf)

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