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Handball

HSG-Damen erobern Platz eins

HSG Nabburg/Schwarzenfeld gewinnt Derby gegen HG Amberg. SG Naabtal entthront den Spitzenreiter SG Regensburg.

Die Damen der HSG Nabburg Schwarzenfeld fanden auch im Duell mit der HG Amberg immer wieder die Lücken in der Abwehr. Foto: Dominik Straub
Die Damen der HSG Nabburg Schwarzenfeld fanden auch im Duell mit der HG Amberg immer wieder die Lücken in der Abwehr. Foto: Dominik Straub

Schwandorf.Es war eine klare Angelegenheit für die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Nach 60 hochkonzentrierten Minuten besiegten die Bezirksoberliga-Handballerinnen der HSG die Frauen der HG Amberg mit 33:22.

Anders als in den vergangenen Partien präsentierte sich die Truppe von Trainer Karl Söllner von Anfang an hellwach. Schnelle Balleroberungen brachten den gewünschten Torerfolg, doch in der Defensive lief man noch etwas den eigenen Ansprüchen hinterher. Die ersten sechs Minuten befand man sich daher noch auf Augenhöhe.

Danach zogen die HSG-Damen das Tempo jedoch etwas an. Sauber herausgespielte Auftakthandlungen brachten Lücken in den Amberger Abwehrreihen, und der Abstand wuchs stetig an. Das Manko an diesem Tag war lediglich die Defensive der Heimmannschaft. Man erlaubte den Gästen einfache Rückraumtore, was den Abstand immer wieder verringerte. So führte die HSG zur Halbzeit nur mit 16:11. Söllner: „Gegen den heutigen Gegner haben wir in der ersten Hälfte zu viele Gegentore zugelassen.“

Die Anfangsphase der zweiten Spielhälfte war gekennzeichnet von Siebenmeter-Chancen der Gäste. Die HSG-Damen agierten in der Abwehr immer einen Tick zu offensiv und hatten dann auch immer das Nachsehen. Doch mit der Schnelligkeit und der Cleverness in der Offensive kamen die HG Amberg nicht klar. Wunderschöne Rückraumtore oder souverän herausgespielte Torchancen bildeten den Spielverlauf der zweiten Halbzeit.

Über 18:12 war man schnell auf 23:16 davon gezogen. Jetzt stabilisierte sich auch die Defensive und die Vilsstädterinnen brachten den Ball nur noch durch Notwürfe auf das gegnerische Tor. In der 50. Spielminute hatte man den Zehn-Tore-Vorsprung zum 28:18 erreicht, und es blieb nur noch die Frage, wie hoch der Sieg ausfallen würde. Einige unkonzentrierte Würfe in den letzten Spielminuten ließen den Abstand nicht weiter ansteigen, so dass am Ende ein 33:22-Erfolg für die HSG-Damen zu Buche stand.

Söllner: „Wir haben in dieser Begegnung endlich unsere Fehlerquote deutlich gesenkt. Unsere Abwehr war aber viel zu durchlässig. Die Zahl der Gegentore ist meiner Meinung einfach zu hoch. Daran müssen wir verstärkt arbeiten. Nächste Woche müssen wir nach Altdorf, wo es auf eine kompakt stehende Defensive immens ankommt.“

Naabtal gewinnt Spitzenspiel

Am Samstag traf die SG Naabtal in der Kerschensteiner Halle auf die Damen der SG Regensburg. Gleich zu Beginn setzte Naabtal den richtigen Akzent und konnte sich schon nach den ersten zehn Minuten mit 4:0 absetzen. Regensburg fand zu Beginn des Spiels gegen die starke Abwehr der Naabtalerinnen kein Mittel. Und wenn dann der ein oder andere Wurf aufs Tor kam, musste der Ball erst noch an der starken Torhüterin vorbei. Erst in der 12. Minute gelang der Heimmannschaft dann der erste Treffer. Doch auch in der zweiten Hälfte der ersten 30 Minuten setzte sich der Spielverlauf so fort, wie es begonnen hatte, und Naabtal baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf zehn Tore aus.

In einer kurzen Phase, in der sich die Naabtalerinnen wieder aufs Spiel einstellen mussten, lief es etwas schleppender. In der 44. Minute lagen die Gäste dennoch mit einem Zwölf-Tore-Vorsprung in Front, und der Sieg war im Grunde schon gesichert.

Da von da an aber nicht alle Chancen so gut und einfach genutzt werden konnten wie in der ersten Spielhälfte, konnten die Regensburger Damen bis zum Ende der Partie den Abstand auf acht Tore verkürzen und Ergebniskosmetik betreiben. Nichtsdestotrotz war die Freude über den Sieg nicht zu mindern. Für die SG Naabtal ergab sich in der zweiten Halbzeit die Chance, viel zu wechseln und neue Spielerkombinationen auszuprobieren. So konnte sich auch fast jede in die Torschützenliste eintragen.

Die Damen der SG Naabtal zeigten ihre bisher beste Saisonleistung, genau zum richtigen Zeitpunkt beim Spitzenspiel in Regensburg. Angetrieben durch die zahlreichen Fans, die zur Unterstützung mitfuhren und die Gäste lautstark anfeuerten, konnte man einen nie gefährdeten Sieg einfahren.

Nun blicken die Naabtalerinnen sehr zuversichtlich auf das nächste Spiel am Sonntag um 17 Uhr in heimischer Halle (Oberpfalzhalle Schwandorf) gegen den HC Weiden.

Die Damen I des HV Oberviechtach behielten mit 34:25 gegen die SG Rohr/Pavelsbach die Oberhand. Gegen den Tabellennachbarn aus dem Landkreis Neumarkt verlief die Begegnung zunächst ausgeglichen (2:2). Beide Teams zeigten dabei eine ähnliche Spielphilosophie.

In der Folgezeit kamen die Schützlinge von Martin Streit und Claudia Hauser besser zur Geltung, auch weil man in der Abwehr einige Ballgewinne verzeichnen konnte (5:2; 7:3). Doch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte schlichen sich einige Unkonzentriertheiten in die Aktionen der Fichtenstädterinnen ein. Im Angriff wurden in dieser Phase einige klare Torgelegenheiten vergeben und in der Abwehr wurde zu passiv agiert.

Die SG Rohr/Pavelsbach konnte in der 15. Minute wieder ausgleichen (8:8). Im zweiten Teil des ersten Durchgangs fanden die Hausherrinnen wieder in die Spur. In der Defensive konnten nun Bälle erobert werden und in der Torchancenverwertung wurde sich im Vergleich zu den letzten Partien merklich gesteigert. So wuchs der Vorsprung bis zum Seitenwechsel auf acht Treffer an (13:9; 18:12, 21:13).

In die ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte kam die SG konzentrierter als die HV-Aktiven. Dies war auch bedingt durch eine defensivere Abwehrvariante der Gäste. Die SG Rohr/Pavelsbach verkürzte zwischenzeitlich auf fünf Treffer (25:20). Doch im Gegensatz zu den Spielen zuvor ließen sich die Doktor-Eisenbarth-Städterinnen nicht davon beeindrucken und zogen wieder davon (28:21, 45. Minute). Damit war die Vorentscheidung zugunsten der Gastgeberinnen gefallen. In der Schlussviertelstunde fielen auf beiden Seiten noch einige schöne Treffer bis zum Endstand von 34:25.

Trainer Martin Streit zeigte sich im Anschluss im Vergleich zu den Vorwochen vor allem mit der Torchancenverwertung seines Teams sehr zufrieden, mahnte aber auch weiterhin vollste Konzentration für die nächste Aufgabe in Amberg an, damit man auch endlich mal auswärts zu Punkten kommen kann.

Kantersieg für HSG-Herren

Die Herren der HSG Nabburg-Schwarzenfeld stellten sich auf einen robust spielenden Gegner aus Cham ein, der zudem mit Markus Maier einen gefährlichen Angreifer und bis dato zweitbesten Torschützen der Bezirksliga Ost in seinen Reihen hat.

Ehe sich die Bayerwaldler in der Sportpark-Halle zurechtgefunden hatten, lagen sie mit 0:4 hinten. In der Folgezeit fanden die Gäste gegen die bewegliche Abwehr der Einheimischen kein Mittel, rannten sich immer wieder fest und konnten sich keine nennenswerten Torchancen erarbeiten. Die HSG wiederum fand von Minute zu Minute besser ins Spiel, so dass es zur Halbzeit bereits 12:4 stand.

Das muntere Scheibenschießen setzte sich nach Wiederbeginn fort. Über ein 19:5 (38:09) und ein 27:6 (53:27) setzte sich die HSG ab und gewann mit 31:8. „Das Schwierigste war, die Konzentration gegen einen total überforderten Gast über die volle Distanz aufrechtzuerhalten. Das ist uns gelungen, auch wenn einige Chancen leichtfertig versemmelt wurden“, so Trainer Florian Sturm.

Torschützinnen

  • SG Naabtal:

    Spitzner V. (1), Schell (1), Strauß, Stopfer (2), Weh (1), Schneeberger (2), Spitzner L. (2), Böhm (5), Hornauer (1), Meisel, Schiessl (11/3)

  • HV Oberviechtach:

    Marie Streit (3), Sabrina Neuber, Katharina Kiener (7), Franziska Uschold, Carina Hauser (1), Leonie Betz (2), Kerstin Schöberl (2), Magdalena Streit (9), Julia Vesenjak (2), Laura Pflug (3), Ksenija Beer und Sophie Last (5)

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