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Handball

HSG-Damen gewinnen Derby

Die HSG Nabburg/Schwarzenfeld bringt der SG Naabtal die erste Niederlage bei.

  • Immer wieder gelang es den Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld, sich gegen die Naabtal-Damen durchzusetzen. Foto: Dominik Straub
  • Die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld versuchten es gegen die SG Naabtal mit großem Einsatz. Foto: Dominik Straub

Schwandorf.Die Handball-Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld haben das Derby für sich entschieden. Mit 26:23 gewann das Team von Trainer Karl Söllner gegen die bis dahin noch verlustpunktfreie SG Naabtal.

Beide Mannschaften gingen zunächst vorsichtig in dieses Derby. Die Abwehrreihen standen auf beiden Seiten sehr sicher, so dass erst nach drei Spielminuten das erste Tor für die SG Naabtal fiel. Die HSG agierte zunächst in der Defensive zu blauäugig, so dass man nach sieben Minuten einem 2:5-Rückstand hinterherlaufen musste. Doch dann kämpfte man sich langsam heran und kam zumindest immer wieder zum Gleichstand. Nach 20 Spielminuten war der Bann schließlich gebrochen und mit großem Willen gingen die HSG-Damen in Führung. Doch die Gäste aus dem Städtedreieck wehrten sich mit aller Kraft und steigerten ihr Abwehrverhalten. Bis zur Halbzeit wechselte die Führung stetig und zum Pausenpfiff stand es nur 12:11 für die HSG-Damen.

Stärkste Phase der HSG

Nach dem Seitenwechsel folgte die wohl stärkste Phase des Gastgebers. Blitzschnell brachte man den Ball aus den eigenen Abwehrreihen nach vorne. Man überrannte den Gegner förmlich. Binnen kürzester Zeit zog man auf 17:12 davon. Die Kombination aus Torwart und Defensive funktionierte hervorragend. Gekrönt durch zwei gehaltene Siebenmeter von Lisa Pröls stieg das Selbstvertrauen der HSG-Damen stetig an.

Die Gäste schienen etwas ermüdet und der Gastgeber überzeugte mit wunderschönen Kreis- und Außenanspielen. Als es in der 40. Spielminute 22:15 stand, schien die Partie auf die richtige Seite zu laufen. Doch einige nicht genutzte Torchancen brachten die SG Naabtal wieder ins Spiel zurück. Das Söllner-Team agierte in den letzten zehn Minuten zu leichtfertig, vor allem in den Abwehrreihen. Einfache Rückraumtore der Gäste ließen die Partie noch mal spannend werden. Zwei Minuten vor Spielende stand es nur noch 25:23 und die Zuschauer mussten um den Sieg der Hausherrinnen zittern. Man behielt aber die Nerven, legte durch ein schönes Anspiel an Verena Luley noch ein Tor nach und besiegelte mit 26:23 den Sieg für Nabburg/Schwarzenfeld.

Am vergangenen Samstag gastierte der ambitionierte Tabellenführer TB Roding im Schwarzenfelder Sportpark. Alle waren heiß auf dieses Duell der beiden Ligaanführer, die Motivation in den Trainingseinheiten war unübersehbar. „Wir haben gezielt unser Tempospiel trainiert. Roding war der erste Gegner, der uns körperlich überlegen war. Also mussten wir zwangsläufig unsere Spielgestaltung etwas modifizieren“, so Trainer Florian Sturm.

Durch hohes Tempo wollte die HSG jeden Angriff der Gäste postwendend mit eigenen und einfachen Treffern aus der „schnellen Mitte“ bzw. über Konter beantworten. Roding konnte nur zu Beginn der Partie beeindrucken und die ersten Treffer für sich verbuchen. Nach kurzem Abtasten fand die Heimsieben zu ihrem Spiel und konnte den Tabellenführer zunehmend kontrollieren. Ende der ersten Halbzeit ließen die Kräfte der Gäste nach, wodurch die HSG weitere Treffer bis zum Pausenstand von 12:9 erzielen konnte.

Es blieb bis Mitte der zweiten Halbzeit ein offener Schlagabtausch. Nach einer doppelten Zeitstrafe und einer daraus resultierenden Fünf-Tore-Führung war die Überraschung zum Greifen nahe. Die HSG blieb konzentriert und fokussiert. Man wollte sich vor dem begeisterten Publikum nicht mehr die Butter vom Brot nehmen lassen und die beiden Punkte in der heimischen Halle behalten. So kam es dann auch. Ein am Ende deutlicher 28:21-Erfolg war die Belohnung einer durch und durch engagierten Leistung.

„Ich bin mit dem Spiel soweit zufrieden, das Ergebnis 28:21 geht in dieser Höhe auch absolut in Ordnung. Jetzt wollen wir unsere Serie ausbauen und in Kelheim natürlich punkten.

Die Verletzungsmisere hielt vor dem Heimspiel der Wackersdorfer Bezirksliga-Handballer gegen den SV Buckenhofen II weiter an: Vor der Partie fielen nun auch noch Timo Schmid und Timon Trommer kurzfristig aus.

Die erste Halbzeit verlief eher mäßig, obwohl die 5:1-Abwehr gut griff und Torhüter Florian Mückl sich mit einigen Paraden auszeichnen konnte. Lediglich den starken Halblinken Thomas Sainz Derut (zehn Treffer) bekam man nicht in den Griff. Die TVler scheiterten in der Offensive reihenweise am Buckenhofener Schlussmann Zündt und trafen viel zu viele falsche Entscheidungen. Die taktischen Vorgaben von Coach Heiduk wurden zu selten befolgt und so ging man mit einem 10:11-Rückstand in die Pause.

Appell an die TV-Spieler

In der Halbzeitansprache appellierte Heiduk an die Einstellung und den Willen, immerhin war es ein Heimspiel. Das Spiel stand die ganze zweite Hälfte auf Messers Schneide und wogte hin und her. Das gesamte Paket aus fehlendem Druck im Angriff und unglücklichen Schiedsrichterentscheidungen führte dann zum 20:20 in der 51. Spielminute.

Der Knoten sollte auch in der Schlussphase nicht platzen und die Ladehemmung des Angriffs erreichte trotz vieler Hochkaräter ihren Höhepunkt: So konnte die Mannschaft von Trainer Christof Heiduk keinen Treffer mehr erzielen und man verlor das so wichtige Heimspiel gegen Buckenhofen II unglücklich mit 20:23.

„So darfst und kannst du dich in eigener Halle nicht präsentieren! Bis auf wenige Ausnahmen war zu wenig Wille und Ehrgeiz zu spüren, dieses wichtige Spiel gewinnen zu wollen. Ich bin stinksauer und zugleich maßlos enttäuscht, weil wir genügend Löcher in die Abwehr der Buckis gerissen haben, aber eben nicht dahin gehen, wo es wehtut.“ Heiduk weiter: „Die Auswahl der Würfe ist katastrophal! Wir investieren lieber unsere Kraft im Querlaufen, anstatt auf die Nahstellen zu gehen.“ Das gelte es aufzuarbeiten bis zum nächsten Spiel: „Gegen Forchheim II haben wir das nächste Muss-Match und auch das wird nicht einfach“, so der Wackersdorfer Übungsleiter nach der Partie.

TV Wackersdorf: Jobst (6/1), Rzychon (5), Buzhala (3), Becker, Kreiter (je 2), Spießl, Stiebritz (je 1) (aro)

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