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Handball

HSG gibt sich keine Blöße

Der Spitzenreiter gewinnt bei der HG Amberg mit 28:19. Die SG Naabtal gewinnt das Verfolgerduell gegen die SG Regensburg.

  • Die Damern der HSG Nabburg/Schwarzenfeld setzten sich gegen das Schlusslicht aus Amberg durch. Foto: Andreas Brückmann

Schwandorf.Das BOL-Duell zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellenletzten HG Amberg ging mit 28:19 klar an die HSG Nabburg/Schwarzenfeld. Somit dürfte es für die HG Amberg schwer werden, den Klassenerhalt noch zu schaffen.

Die Partie lief in den ersten 30 Minuten alles andere als erwartet. Die HG Amberg war hochmotiviert und hielt gut mit. Die HSG-Damen arbeiteten in der 6:0-Defensive zu leichtsinnig, so dass der Gastgeber immer wieder die Chance zum Torerfolg bekam. Nach zehn Minuten stand es 6:6. Man hatte den Gegner einfach etwas unterschätzt. Die Laufbereitschaft und das Angriffsspiel der HSG-Damen waren an diesem Tag zwar sehr gut, als Hürde erwies sich jedoch die gegnerische Torfrau. Reihenweise konnten Chancen nicht verwandelt werden, und auch die Sieben-Meter-Ausbeute war mangelhaft. Kurzfristig schafften die Gäste dann aber einen Zwei-Tore-Vorsprung, konnten ihn aber bis zur Halbzeit nicht ausbauen. So ging man nur mit einer 13:12-Führung in die Pause.

Kurzfristig aufholen konnte die HG Amberg nach dem Seitenwechsel, danach lief es aber rund für die HSG-Damen. Die umgestellte 5:1-Defensive hatte endlich den gewünschten Biss, und man agierte mit großer Willensstärke. Für die Heimmannschaft wurde das Angriffsspiel immer schwerer, und die Gäste konnten sich immer wieder den Ball erobern. Nach 40 Minuten stand es 15:19 und die HG Amberg musste immer mehr Kraft aufbringen.

Die HSG-Damen, konditionell überlegen, konnten nun in der Offensive immer wieder punkten. Ganze sieben Spielminuten schaffte es die HG Amberg nicht, den Ball ins gegnerische Tor zu bringen, was von den HSG-Damen entsprechend belohnt wurde. Fünfzehn Minuten vor Spielende stand es 15:22 und man nahm immer mehr an Fahrt auf. Kleine Unachtsamkeiten am Ende der Begegnung reichten, damit der Tabellenletzte sein Torkonto noch verbessern konnte, was aber nichts mehr am Endergebnis von 28:19 für die HSG-Damen ausmachte.

Trainer Karl Söllner: „Wir haben es in der ersten Hälfte der HG Amberg zu einfach gemacht. In der zweiten Halbzeit waren wir dann konditionell überlegen und haben dann auch sehr konzentriert gespielt.“

Am Samstag kam es in der Burglengenfelder Gymnasiumhalle zum nächsten Topspiel der Damen-Bezirksoberliga. Die SG Naabtal (2. Platz) empfing die SG Regensburg (3. Platz). Beide Mannschaften sind sich aus vielen vorangegangenen Partien bestens bekannt und so konnte man sich jeweils gut auf den Gegner einstellen. Das Hinspiel konnten die Damen der SG Naabtal in Regensburg klar mit 26:18 für sich entscheiden. Mit diesem Ergebnis im Hinterkopf wollte man selbstbewusst ins Spiel gehen.

Doppelte Manndeckung

Den besseren Start erwischten dabei die Hausherrinnen. Die Gäste aus Regensburg wollten mit einer doppelten Manndeckung ab der ersten Minute gegen die beiden Rückraumspielerinnen Corina Schiessl und Kerstin Weh für Verwirrung im Angriff sorgen. Doch Naabtal ließ sich davon nur wenig beeindrucken. Die Lücken, die dadurch in der Abwehr entstanden, wussten die Damen der SG Naabtal sehr gut zu nutzen. Und in der eigenen Abwehr stand man sehr gut, so dass den Regensburgerinnen in den ersten zehn Minuten kaum ein Durchkommen gelang.

Nach zwölf Minuten hatte sich Naabtal dann bereits mit 6:0 abgesetzt. Nach dem ersten Tor durch Nadine Heiligtag für Regensburg in der 13. Minute zeigte sich Erleichterung bei den Gästen. Doch Naabtal ließ den Regensburgerinnen wenig Hoffnung und verwandelte weiter seine Chancen. Auch das Umstellen der Abwehrformation auf nur eine Manndeckung brachte keinen Erfolg und so konnten die Gastgeberinnen mit einem Sieben-Tore-Vorsprung (13:6) in die Kabine gehen.

Die zweite Halbzeit ging genauso weiter. Nach nur neun Sekunden konnte die SG Naabtal durch einen Tempogegenstoß den ersten Angriff der Gäste frühzeitig beenden und zum 14:6 verwandeln. Die Abwehr der Gastgeberinnen stand weiter gut und auch im Angriff gab es kein Nachlassen.

Die Damen aus Schwandorf/Städtedreieck zeigten eine tolle Mannschaftsleistung. Man bewies erneut, dass man auf allen Positionen gut besetzt und torgefährlich ist. Mit schönen Aktionen konnte man den Vorsprung weiter ausbauen und ließ die Gäste auch den Rest des Spiels nicht mehr weiter herankommen. Am Ende konnten die Damen der SG Naabtal einen auch in dieser Höhe verdienten 26:16-Erfolg feiern.

Zur SG Rohr/Pavelsbach führte der Weg die Damen I des Handballvereins Oberviechtach am Sonntagabend. Die Gastgeberinnen belegen derzeit den zehnten Platz in der Tabelle. Die HVlerinnen kamen gut ins Spiel (4:2; 7:2). Zwar konnten die Hausherrinnen nochmals auf drei Tore herankommen (8:5), doch zum Seitenwechsel betrug die Führung der Oberviechtacherinnen wieder vier Treffer (10:6), auch weil die Defensive der Oberviechtacher Damen stabil stand und im Angriff die sich bietenden Torchancen zumeist genutzt wurden.

In den zweiten 30 Minuten blieb der HV das spielbestimmende Team (14:7; 17:9) und ließ kaum etwas anbrennen. Zwar vergaben die Oberviechtacherinnen in der Offensive nun einige Torgelegenheiten, doch die Defensive um Torfrau Ramona Reil ließ den Einheimischen wenig Entfaltungsmöglichkeiten. Spätestens beim 19:11 aus Sicht des HV war die Entscheidung gefallen. Am Ende hieß es 21:14 für die Oberviechtacher Damen, die sich damit vorzeitig den Klassenerhalt in der Bezirksoberliga sichern konnten.

Schnelle Spielweise

Bei ihrem vorletzten Saisonspiel traten die Herren des Handballvereins beim TB 03 Roding an. In der Anfangsphase hatten die HVler noch Probleme, sich auf die schnelle Spielweise der Gastgeber einzustellen (2:5), doch in der Folgezeit kamen die Fichtenstädter besser in die Partie. Die 6:0-Abwehr stand zu diesem Zeitpunkt solide und auch im Angriff wurden die Chancen nun genutzt (7:5; 8:8). Bis zum Seitenwechsel setzten sich die Regenstädter wieder leicht von den Vetrovec-/Baier-Schützlingen ab, da die Oberviechtacher sich zwar gute Torgelegenheiten erspielen konnten, aber die Verwertung noch ein wenig haperte. So stand es zur Pausen 12:14 aus Oberviechtacher Sicht.

In den zweiten Durchgang startete der HV wesentlich druckvoller und engagierter als zu Beginn der Begegnung. Durch flüssiges Kombinationsspiel gelang es immer wieder, sich Wurfgelegenheiten zu erarbeiten. Zwischenzeitlich wurde der Rückstand bis auf ein Tor verkürzt (16:17). Doch wie schon zum Anfang der Partie folgte ein kleiner Einbruch des Vetrovec-/Baier-Mannen und der Gastgeber aus dem Landkreis Cham konnten sich wieder absetzen (17:21, 41. Minute).

Zwar gelangen den Oberviechtacher Spielern immer wieder schöne Treffer von allen Positionen, doch die individuelle Stärke der Hausherren setzte nun mehr Akzente (20:23; 20:26). Beim Abpfiff hieß es 23:30 aus Sicht der Oberviechtacher Aktiven, die sich im Vergleich zur Vorwoche formverbessert zeigten, aber noch Licht und Schatten offenbarten.

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