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Ausdauersport

Kerner etabliert sich im Profizirkus

Der Burglengenfelder Crosstriathlet überquert die Ziellinie beim Outdoortriathlon XTERRA Belgium auf Rang zehn.

Thomas Kerner freut sich über seinen tollen zehnten Platz. Foto: bpf
Thomas Kerner freut sich über seinen tollen zehnten Platz. Foto: bpf

Burglengenfeld.Ausdauersport steht in Belgien ganz oben bei den Sportarten, so feuerten beim XTERRA Crosstriathlon im belgischen Namur Hunderte von Zuschauern auf der Strecke die Athleten an. Mit einem starken Finish lief Thomas Kerner mit Rang zehn erneut in die Top Ten. Und so wie auf der Strecke die Post abging, folgten viele der Einladung „When Sports meet Party“ und die Siegerehrung bzw. „Afterraceparty“ wurde zu einem unvergleichlichem Erlebnis für Kerner.

Strapaziöse Anreise

Recht strapaziös war die rund neunstündige von vielen Staus geprägte Anreise für die knapp 700 Kilometer am Mittwochmittag. Doch bis zum Start am Samstag erholte sich Kerner recht gut. 1500 Meter Schwimmen im Fluss La Meuse, 34 Kilometer Mountainbiken mit 1200 Höhenmetern und zum Abschluss ein zehn Kilometer Trailrun waren die drei Herausforderungen im belgischen Namur. Zudem hatte der Dauerregen die Tage zuvor die Wettkampfstrecken zum Teil in Schlammpfade verwandelt.

Mit den rund 700 anderen Ausdauerfreaks begann für Kerner die Auftaktdisziplin mit einem Wasserstart in der Flussmitte. Die ersten 600 Meter flussaufwärts mit teils starker Strömung schwamm er relativ frei von Tritten und Schlägen und blieb auch bis zur Wendeboje an seinem Vordermann dran. Beim Zurückschwimmen mit der Strömung fühlte sich der Burglengenfelder sogar so gut, dass er drei Athleten überholte.

Nach einem etwas chaotischen Schwimmausstieg hatte er schnell sein Mountainbike unter dem Hintern. Die erste der zwei vom Regen aufgeweichten Runden fuhr er etwas verhalten, ohne allerdings überholt zu werden. Auf der zweiten der von Höchstgeschwindigkeiten mit bis zu 60 Stundenkilometer geprägten MTB-Runde legte er dann zu und düste mit der siebtbesten Radzeit in die Wechselzone. Zuvor, bei Kilometer 19, hatte er auf einem langen Anstieg einen deutschen Athleten überholen wollen. Der signalisierte ihm einen schleichenden Plattfuß am Vorderrad. Kerner gab ihm sein Pannenset und das, obwohl er selbst noch 15 Kilometer mit dem Mountainbike vor sich hatte.

Kerners selbstlose Hilfe

Entschädigt für seine selbstlose Hilfe wurde er dafür durch die atemberaubende Szenerie auf der Zitadelle über Namur, wo die Wechselstation zum Laufen war. Hier herrschten ähnliche Verhältnisse wie bei der Tour de France mit enthusiastischen Zuschauern, die die Sportler zu Höchstleistungen antrieben.

So angefeuert fühlte er sich wieder fit und ließ vor allem in den Downhill-Passagen seine Beine fliegen. Die Muskeln hielten den Belastungen sogar bei 2:45 Minuten pro Kilometer und unebenem Gelände stand. Zudem waren sie dann auch noch auf den Treppenaufstiegen und den steilen Anstiegen zur Zitadelle mehr als gefordert. Mit der drittbesten Laufzeit stürmte Kerner, wie in Griechenland schon, auf den exzellenten Platz zehn bei den Profis.

Ergebnisse: Thomas Kerner: Schwimmen 23.52 Minuten; Radfahren 1.45.51 Stunden; Laufen 54.33 Minuten; Gesamt 2.57.39 Stunden: Rang 10 im Gesamtfeld (bpf)

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