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Ausdauersport

Mike Weber qualifiziert sich für die WM

Der TV-Athlet aus Burglengenfeld wird beim 70.3-Ironman in St. Pölten Achter. Nun hat er im September einen Termin in Nizza.

Beate Hensiek und Mike Weber freuen sich über ihr Abschneiden beim 70.3- Ironman. Foto: BPF
Beate Hensiek und Mike Weber freuen sich über ihr Abschneiden beim 70.3- Ironman. Foto: BPF

Burglengenfeld.Rund 3000 Athleten haben den 70.3 Ironman in St. Pölten in Angriff genommen, darunter auch die Oberpfälzer Beate Hensiek und Mike Weber vom TV Burglengenfeld. Beide zeigten eine starke Vorstellung. Mike Weber belegte in der Endabrechnung Rang acht in seiner Altersklasse; Beate Hensiek kam auf Platz 23 in ihrer Altersklasse.

Weber hat damit die Qualifikation für die 70.3-Weltmeisterschaften am 7. September im französischen Nizza in der Tasche.

Die TV-Triathleten starteten gut vorbereitet beim stark besetzten 70.3- Ironman in St. Pölten. Beide hatten bereits ein mehrwöchiges Trainingslager Anfang des Jahres auf Lanzarote hinter sich, wo sie als Guide im Trainingscamp von Sonja Tajsich viele Kilometer herunterspulten. Ein Radrennen auf Mallorca über 225 Kilometer mit knapp 4000 Höhenmetern war ein weiterer Vorbereitungsbaustein für beide. Getrübt wurde der Start von Weber jedoch durch einen Radsturz bei diesem Event vor vier Wochen; das zwang ihn zu einer Schwimmpause bis vor den Start.

Hensiek findet Rhythmus spät

Die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und ein Halbmarathon warteten bei fast perfektem Wetter mit 27 Grad Außentemperatur, jedoch frostigen 16 Grad Wassertemperatur in St. Pölten auf die beiden.

Ironman 70.3

  • Definition:

    Ironman 70.3 ist eine Triathlon-Rennserie und der Markenname der World Triathlon Corporation (WTC), deren Einzeldistanzen jeweils die Hälfte derer des Ironman Hawaii betragen.

  • Distanz:

    Ein 70.3-Ironman besteht aus 1,9 km (1,2 Meilen) Schwimmen, 90 km (56 Meilen) Einzelzeitfahren ohne Drafting und 21,1 km (13,1 Meilen) Laufen. In der Summe betragen die Distanzen 70,3 Meilen.

Etwas hektisch war der erste Part für Hensiek, die trotz des Wellenstarts von mehreren Blöcken erst nach gut 200 Meter ihren Rhythmus fand. Nach passablen 39:05 Minuten schob sie schon ihr Triathlon-Rad aus der Wechselzone und düste auf der auf 25 Kilometer gesperrten Autobahn dahin. Allerdings fehlte ihr an diesem Tag etwas der Druck auf den Pedalen und sie nahm nach 3:11:05 Stunden den abschließenden Halbmarathon in Angriff. Trotz der Hitze gelang Hensiek eine passable Halbmarathonzeit in 1:56:23 Stunden. Nach harten und langen 5:56:21 Stunden stand sie dann glücklich, abgekämpft aber sehr zufrieden im Ziel und freute sich über Rang 23 in ihrer Altersklasse.

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Mike Weber war froh, dass er überhaupt starten konnte, denn der Radsturz schmerzte noch sehr an seiner Schulter und ließ eben kein Schwimmtraining zu. So stürzte er sich etwas unsicher auf die 1900 Meter lange Schwimmstrecke, die durch zwei Seen mit einem Landgang dazwischen führte. Zu seiner Überraschung entstieg er schmerzfrei nach diesmal akzeptablen 36.05 Minuten den kalten Fluten. So war Weber heilfroh, als er mit seinem neuen Hightech-Carbon-Triathlonrenner das hügelige Terrain in der Wachau in Angriff nehmen konnte.

Starke Laufleistung

In seinem ersten Triathlon-Wettkampf nach zwei Jahren Wettkampfpause war er damit sehr flott unterwegs, so dass die Tachonadel immer knapp 40 km/h anzeigte. Mit einem kräftigen Schlussakkord preschte Mike Weber nach tollen 2:29:20 Stunden in die Wechselzone. Vom starken 36er Radschnitt motiviert, nahm er angriffslustig den letzten Part von 21,1 Laufkilometern in Angriff. Weber ließ seinen Beinen freien Lauf und mit einem Schnitt weit unter vier Minuten pro Kilometer gelang ihm eine ausgezeichnete Laufleistung.

Mit starken 1:21:36 Stunden nach den zwei schon harten Disziplinen stürmte er, zwar gezeichnet von der langen Anstrengung, mit einem breiten freudigen Grinsen ins Ziel. So standen am Ende stolze 4:34:56 Stunden auf der Siegerliste, was ihm den nicht erwarteten achten Platz unter den über 300 Altersklassenkameraden einbrachte. Im Gesamtfeld rangierte er damit auf dem guten Platz 102. Damit gelang Weber überraschend sogar die Qualifikation für die 70.3-Weltmeisterschaften in Nizza.

Doch jetzt wartet erst einmal der nächste Wettkampf: In fünf Wochen steht er beim Ironman Klagenfurt an der Startlinie. (bpf)

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