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Handball

Nabburg behauptet Platz eins

Spitzenreiter erarbeitet sich gegen die HG Eckental zwei Punkte. Oberviechtacher Damen setzen sich gegen Weiden durch.

Die HSG Schwarzenfeld-Nabburg (in Schwarz) und die HG Eckental lieferten sich eine spannende Begegnung.  Foto: Ralf Gohlke
Die HSG Schwarzenfeld-Nabburg (in Schwarz) und die HG Eckental lieferten sich eine spannende Begegnung. Foto: Ralf Gohlke

Schwandorf.Einen denkbar knappen Sieg (21:20) fuhren die Damen der HSG Nabburg/Schwarzenfeld gegen die HG Eckental ein. Mit diesem Erfolg verteidigten sie den ersten Platz in der Bezirksoberliga gegenüber der SG Naabtal, die mit 35:23 die Punkte aus Rohr/Pavelsbach entführten.

Die HSG-Defensive stand von Anfang an schlecht: viel zu passiv gegen die bekannten Rückraumschützen und zu leichtfertig gegen den Rest. Die Absprachen stimmten nicht, und so stand es nach zehn Minuten bereits 5:3 für die Gäste.

Im Angriff lief es für die HSG-Damen an diesem Tag auch nicht rund. Man ließ sich reihenweise von einer aggressiven Eckentaler Abwehr festmachen, und die sich trotzdem bietenden Torchancen wurden nicht verwandelt. Nach 20 Spielminuten konnten die Gäste ihre Führung sogar auf vier Tore ausbauen, und die Heimmannschaft hatte immer mehr das Nachsehen. Man wurde buchstäblich überrannt.

Blitzschnelle Konter

Carina Hauser hatte mit ihren vier Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg der Oberviechtacher Damen gegen den HC Weiden.  Foto: Günter Uschold
Carina Hauser hatte mit ihren vier Treffern maßgeblichen Anteil am Erfolg der Oberviechtacher Damen gegen den HC Weiden. Foto: Günter Uschold

Die Franken spielten aus ihrer relativ guten Abwehr blitzschnelle Konter nach vorne, und die Söllner-Truppe musste zusehen. Plötzlich aber stabilisierte sich die Abwehr des Gastgebers, und auch in der Offensive wurde man sicherer. Ein Drei-Tore-Lauf bescherte das erhoffte Unentschieden, und letztendlich ging man mit 10:9 in die Pause. „Es wurde nichts umgesetzt, was angesprochen wurde. Keinerlei Laufbereitschaft und viel zu wenig Aggressivität war vorhanden“, bemängelte Trainer Karl Söllner.

Nach dem Seitenwechsel setzten die HSG-Damen gleich ein Tor drauf, mussten aber immer wieder den Ausgleich hinnehmen. Man agierte häufig in Unterzahl und scheiterte immer wieder an der gegnerischen Torfrau. Als die HSG-Damen sogar nur noch zu viert auf dem Platz standen, nutzte die HG Eckental die Gunst der Stunde und ging in der 43. Spielminute mit zwei Toren zum 15:13 wieder in Front.

Es war ein Kampf, der scheinbar für die Gäste besser lief. Doch die HSG-Damen gaben nicht auf. In der Abwehr wehrte man sich, einzig die ungenutzten Torchancen wurden ihnen ein ums andere Mal zum Verhängnis. Selbst als man sich in der 52. Spielminute die Führung wieder zurückerobert hatte, musste man erneut den Ausgleich wieder hinnehmen.

Bezirksliga Ost, Herren

  • HSG Nabburg:

    Die Herren der HSG Nabburg/Schwarzenfeld besiegten den FC Neunburg vorm Wald mit 34:24 (16:10). Die HSG erwischte einen optimalen Start und führte nach 13 Minuten 8:1. Danach entwickelte sich ein einseitiges Spiel mit einem Pausenstand von 16:10. Die HSG-Führung betrug im weiteren Verlauf immer sechs bis sieben Tore. Routiniert spulten die Gastgeber sodann ihr Pensum herunter und ließen zu keiner Zeit Zweifel aufkommen, wer Herr in der heimischen Sportparkhalle ist.

  • HV Oberviechtach:

    Für die Herren ist das 29:29 gegen den ASV Cham II ein herber Rückschlag im Kampf um Platz drei. Den bessern Start erwischten die Gäste, doch mit zunehmender Spieldauer fanden die HVler ihren Rhythmus und zogen bis zur Halbzeit auf 14:11 davon. Mit dem Wiederbeginn stellten die Gäste ihre Defensive um und drehten das Spiel. In der Schlussphase gingen die Vetrovec-Baier-Aktiven wieder in Führung (29:28), doch 17 Sekunden vor dem Ende erzielten die Gäste per Siebenmeter den 29:29-Ausgleich.

Es blieb bis zur letzten Sekunde spannend. Die Heimmannschaft ging dank zweier sehr schön herausgespielter Aktionen wieder mit zwei Toren in Führung, wurde aber sofort mit einem Gegentor bedient. In der 59. Minute erzielte die HG Eckental den Anschlusstreffer zum 21:20 und konnte nichts mehr an dem Endergebnis ändern.

Söllner: „Es war wahrhaftig keine schöne Partie. Wir haben sehr viele Ansatzpunkte, an denen jetzt gearbeitet werden muss. Ich hoffe, dass wir wieder in unsere Spur finden und uns nächste Woche wieder anders präsentieren.“ Torschützen: Anna Stubenvoll 8/4, Nathalie Fleischmann 5, Carina Czichon 4, Anja Hirschmann 3, Theresa Fröhlich 1.

Einen wichtigen Erfolg feierte die erste Damenmannschaft des Handballvereins Oberviechtach. Mit 28:22 (14:9) konnten die Schützlinge von Martin Streit und Claudia Hauser den HC Weiden bezwingen. Nach der Niederlage in der Vorwoche bei der SG Regensburg wollten die Damen des Handballvereins Oberviechtach gegen den HC Weiden wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Anders als in den beiden letzten Begegnungen erwischten die Damen einen sehr guten Start und zogen schnell auf 4:0 davon. Doch die Antwort der Gäste folgte umgehend (4:3).

Im weiteren Verlauf übernahmen die Fichtenstädterinnen das Kommando. Basierend auf einer gut arbeitenden 6-0-Abwehr wurden immer wieder Bälle erobert und zu meist erfolgreich verwertet. Die Führung des HV wuchs bis auf sechs Treffer an (7:4; 10:4). Bis zum Seitenwechsel blieben die Streit-/Hauser-Akteure weiterhin spielbestimmend, versäumten es aber, den Vorsprung noch weiter auszubauen (Halbzeitstand: 14:9).

Schleppender Beginn

In die zweiten 30 Minuten kamen die HV-Damen nur sehr schleppend. Vor allem Maria Schlosser kam nun aufseiten der Gäste immer besser ins Geschehen und hatte mit ihren vier Treffern in Folge erheblichen Anteil daran, dass die Max-Reger-Städterinnen nicht nur ausgleichen (14:14), sondern in Führung gehen konnten (16:17).

In der Folgezeit stellten die Oberviechtacher ihre Deckungsvariante offensiver auf. Damit kam wieder mehr Stabilität ins Geschehen und die Führung wechselte wieder die Seiten (20:19). In den letzten zehn Minuten hatten die Hausherrinnen mehr zuzusetzen, auch weil Torfrau Michaela Herzog in dieser Phase wichtige Bälle des HC im Zusammenspiel mit ihrer Abwehr entschärfen konnte. Der HV setzte sich wieder auf fünf Treffer ab (24:19) und brachte diesen Vorteil bis zum Endstand von 28:22 über die Bühne. Mit diesem Erfolg verbesserten sich die Spielerinnen von Martin Streit und Claudia Hauser auf Platz sechs. Bereits am Sonntag steht in Eckental der nächste schwere Gang bevor.

HV: Michaela Herzog und Ramona Reil (beide Tor); Marie Streit, Sabrina Neuber, Katharina Kiener (1 Tor), Franziska Uschold, Leonie Betz (2), Carina Hauser (4), Kerstin Schöberl (2), Julia Landgraf, Laura Pflug (1); Magdalena Streit (11), Susanne Götz und Sophie Last (7).

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